Kübelstein
Kübelstein Stadt Scheßlitz
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|---|---|
| Koordinaten: | 49° 58′ N, 11° 6′ O |
| Höhe: | 530 m ü. NHN |
| Einwohner: | 144 (30. Sep. 2025)[1] |
| Postleitzahl: | 96110 |
| Vorwahl: | 09542 |
Dorfplatz Kübelstein
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Kübelstein (bambergisch: Küblstaa) ist ein Gemeindeteil der Stadt Scheßlitz im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[2] Kübelstein liegt in der Gemarkung Hohenhäusling.[3]
Geografie
Das Dorf liegt auf einer Hochebene am Rand der Fränkischen Schweiz. Die Kreisstraße BA 30 nach Ludwag zur Staatsstraße 2187 (1,6 km südwestlich) bzw. zur Bundesstraße 22 (1,6 km nordöstlich).[4]
Geschichte
Kübelstein wurde zum ersten Mal in einer Urkunde im sogenannten Hochstiftsurbar A erwähnt, mit der Graf Friedrich von Truhendingen im Jahr 1308 seine Besitzungen um Scheßlitz an den Bamberger Bischof Wulfing von Stubenberg verpfändete. Der seit Jahrhunderten unverändert überlieferte Name des Orts könnte mit einem Stein oder Felsen, der die Form eines Kübels hatte, zusammenhängen.[5]
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Kübelstein aus 18 Anwesen (3 Sölden, 14 Gütlein, 1 Tropfhäuslein) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Scheßlitz aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Amt Scheßlitz.[6]
Im Jahre 1802 kam Kübelstein an das Kurfürstentum Bayern. Im Zuge des Gemeindeedikts wurde Kübelstein dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Hohenhäusling und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Hohenhäusling zugewiesen.[7] Am 1. Mai 1978 wurde Kübelstein im Zuge der Gebietsreform in Bayern in die Gemeinde Scheßlitz eingegliedert.[8]
Baudenkmäler
In Kübelstein gibt es fünf Baudenkmäler:[9]
- Haus Nr. 26: Wohnstallbau
- Katholische Kapelle
- Ziehbrunnen
- Kreuzgruppe
- Kruzifix
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2025 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 102 | 139 | 132 | 177 | 136 | 162 | 160 | 127 | 143 | 130 | *144 |
| Häuser[10] | 21 | 25 | 28 | 27 | 26 | 25 | 28 | ||||
| Quelle | [7] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [1] |
Religion
Kübelstein ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Johannes der Täufer (Ludwag) gepfarrt.[6][17]
Bildergalerie
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Wappen
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Feuerwehrhaus
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Kriegerdenkmal
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Kübelstein. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 229–230 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Kübelstein. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 33 (Digitalisat).
- Hildegard Weiß: Stadt- und Landkreis Bamberg (= Historischer Atlas von Bayern, Teil Franken. I, 21). Kommission für bayerische Landesgeschichte, München 1974, ISBN 3-7696-9884-3.
Weblinks
- Ortsteile > Kübelstein. In: schesslitz.de. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- Kübelstein in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 18. März 2023.
- Kübelstein in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- Kübelstein im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 20. Dezember 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Einwohnerzahlen nach Stadtteilen. In: schesslitz.de. Abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Stadt Scheßlitz, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 23. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Kübelstein auf der Website schesslitz.de
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 140.
- ↑ a b W. Weiß: Bamberg, S. 249.
- ↑ Scheßlitz > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 20. Dezember 2025.
- ↑ Denkmalliste für Scheßlitz (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 und von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 831, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1002, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 949 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 993 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1014 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 876 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 645 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 146 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 291 (Digitalisat).