Röbersdorf
Röbersdorf Markt Hirschaid
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| Koordinaten: | 49° 48′ N, 10° 55′ O |
| Höhe: | 253–287 m ü. NHN |
| Fläche: | 7,06 km²[1] |
| Einwohner: | 808 (31. Dez. 2024)[2] |
| Bevölkerungsdichte: | 114 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Mai 1978 |
| Postleitzahl: | 96114 |
| Vorwahl: | 09543 |
Röbersdorf ist ein Gemeindeteil des Marktes Hirschaid im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern).[3] Die Gemarkung Röbersdorf hat eine Fläche von 7,064 km². Sie ist in 1302 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 5425,21 m² haben.[1][4]
Geografie
Das Kirchdorf liegt an der Reichen Ebrach und am Seegraben, einem rechten Zufluss der Reichen Ebrach. Im Norden erhebt sich der Mainberg (371 m ü. NHN), der zum Steigerwald zählt. Die Staatsstraße 2260 führt nach Köttmannsdorf zu einer Anschlussstelle der Bundesstraße 505 (2,3 km östlich) bzw. nach Herrnsdorf (3 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Schlüsselau (1,5 km südwestlich).[5]
Geschichte
Der Ort wurde im Jahr 1109 als „Rodenwinesdorf“ (Dorf des Rodwin) erwähnt. Im 12. Jahrhundert war dort die Familie der Edelfreien von Hüttenheim begütert und verlagerte ab etwa 1150 ihren Wohnsitz an die untere Reiche Ebrach. Sie schenkten die Mühle in Röbersdorf und Besitz im benachbarten Weiler Wiebelsberg für Jahrtagsfeiern zu ihrem Gedenken an das Bamberger Domstift und begründeten wahrscheinlich auch die Pfarrei Röbersdorf. Kurz nach 1201 ist die Familie ausgestorben und ihr Besitz ging wenig später an Bischof Ekbert von Bamberg über. Auf sie gehen wahrscheinlich auch die Flurnamen Herrnberg nordwestlich vom Ort und Herrenholz im Nordosten in Richtung Wibelsberg zurück.[6]
In der Hochstiftszeit stand Röbersdorf mit all seinen Rechten und Pflichten im Schatten des um 1280 gegründeten Klosters Schlüsselau. Eine einstige Pfarrei ist mit dem Pfarrer Arnold von Rodewinesdorf bereits ab 1194 belegt, die in den Wirren der Reformation aufgelöst wurde. Röbersdorf ist heute nach Sassanfahrt gepfarrt. Die Jahreszahl 1472 am Kirchturm deutet auf seine Entstehungszeit zusammen mit einer Pfarrkirche hin. Der Turm ist in den Neubau von 1975 integriert. Eine Pfarrschule bestand seit mindestens 1656; Schulgebäude wurden in den Jahren 1654, 1818, 1904 und 1967 errichtet.[7]
Am 1. Mai 1978 wurde die Gemeinde Röbersdorf in den Markt Hirschaid eingegliedert.[8]
Brauerei
Im Ort war die 2017 geschlossene Brauerei Weber ansässig. Das Bier wird weiterhin im Lohnbrauverfahren hergestellt.
Museum
2016 wurde das Dorfmuseum eingeweiht.
Weblinks
- Geschichte von Röbersdorf
- Röbersdorf in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 17. Februar 2023.
Einzelnachweise
- ↑ a b Gemarkung Röbersdorf (092270). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 28. Dezember 2025.
- ↑ Zahlen/Daten/Fakten. In: hirschaid.de. Abgerufen am 27. Dezember 2025.
- ↑ Markt Hirschaid, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 22. Dezember 2024.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Dezember 2025.
- ↑ Topographische Karte 1:25.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Dezember 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ W. Stadelmann, Adel Adel neu entdeckt – die Edelfreien von Hüttenheim-Röbersdorf (1103–1201), Jahrbuch des Landkreises Kitzingen 2011, Dettelbach 2011, S. 217–236.
- ↑ https://www.hirschaid.de/seite/de/markt/309/-/Roebersdorf.html
- ↑ Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 673 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).