Plasseggenpass
| Plasseggenpass | |||
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| Wegweiser auf dem Plasseggenpass | |||
| Himmelsrichtung | Nordosten | Südwesten | |
| Passhöhe | 2351 m ü. A. | ||
| Region | Montafon | Prättigau | |
| Wasserscheide | Tilisunabach, Gamperdelsbach, Ill, Rhein | Tällibach, Schanielabach, Landquart, Rhein | |
| Talorte | Tschagguns | St. Antönien | |
| Ausbau | Wanderweg | ||
| Gebirge | Rätikon | ||
| Besonderheiten | Grenze Österreich Schweiz | ||
| Karte (Vorarlberg) | |||
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| Koordinaten | 47° 0′ 11″ N, 9° 52′ 56″ O | ||
Der Plasseggenpass, auch Plasseggen Joch, ist ein nicht befahrbarer Pass an der Grenze von Österreich und Schweiz.[1]
Lage
Politische Lage
Die nordöstliche Seite liegt in Österreich, Bundesland Vorarlberg, Bezirk Bludenz, Gemeinde Tschagguns. Die südwestliche Seite liegt in der Schweiz, Kanton Graubünden, Bezirk Prättigau/Davos, Gemeinde Luzein.[2]
Lage bezüglich Gebirge
Der Pass liegt am Hauptkamm des Rätikons und trennt die beiden Untergruppen Sulzfluh-Gruppe im Westen und Nordwesten und Gweil-Sarotla-Kamm im Osten und Südosten. Die direkt angrenzenden Berge sind die Scheienfluh 750 m nordwestlich (Luftlinie) und die Sarotlaspitzen 590 m ostsüdöstlich.[3][4] Für die Weißplatte ist der Pass die Bezugsscharte.
Lage bezüglich Regionen, Tälern und Gewässern
Die österreichische Seite gehört zur Region Montafon. Der Pass ist der Talschluss des Gamperdelstals. Sein Hauptgewässer ist der Gamperdelsbach, der im Oberlauf Tilisunabach heißt. Die Quelle des Tilisunabachs liegt etwa 270 m nördlich des Passes auf 2300 m Höhe in der Nähe der ehemaligen Zollhütte, der Wanderweg führt daran vorbei. Der Wanderweg führt zur Tilisunahütte, zum Tilisunasee und zur Tilisuna Alpe. Das Tal ist unbewohnt, im Sommer werden aber mehrere Almen bewirtschaftet.[3][4]
Die Schweizer Seite gehört zum Prättigau. Die oberste Landschaftskammer am Pass heißt Plassegga und zählt zum Gebirgstal Partnun. Partnun ist auch ein Ortsteil von St. Antönien, einem Dorf der Gemeinde Luzein. Das St. Antöniertal mit dem Schanielabach erreicht beim Ortskern von Luzein das Haupttal des Prättigaus mit dem Fluss Landquart.[5]
Beschreibung
Es ist eine karge und unberührte Gebirgslandschaft, mit alpinen Rasen, Felsschutt und mächtigen Felsformationen. Über den Plasseggenpass verläuft eine tektonische Grenzzone mit einer großen geologischen Vielfalt. Viele verschiedene Gesteinsformen und Gesteinsfarben und die entsprechenden Vegetationstypen sind deutlich sichtbar.
Hier treffen drei unterschiedliche tektonische Einheiten aufeinander, die kristallinen Gesteine der ostalpinen Silvretta-Decke, die penninischen Sedimente der Arosa-Zone und die Kalkgesteine der Sulzfluh-Decke. Das Klima ist so rau, dass es hier oben nie Almwirtschaft gab. Weiter unten gibt es Schafweiden.[6][7]
Tourismus
Der Zustieg von der Tilisunahütte auf den Pass dauert rund eine Stunde. Vom Gargellental bei der Fideliskapelle über die Sarotla-Alpe und den Sarotlapass dauert der Zustieg laut Wegweisern 3,5 Stunden, von Gargellen aus dauert es gleich lang. Von St. Antönien aus dauert der Zustieg rund 4,5 Stunden.[8][9][10] Im Winter sind Skitouren möglich.[11]
Naturschutz
Die Schweizer Seite steht unter Landschaftsschutz, das Gebiet gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN 1914 Plasseggen – Schijenflue).[6] Auf österreichischer Seite liegt das ausgewiesene Biotop Plasseggenpass (Biotop-Nr. 12834). Der Pass liegt zudem in der Weißzone Tilisuna.[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Wandern. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Kataster - DKM. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b Gewässer. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b Plasseggenpass (2354m) - fuorcla.ch. In: Fuorcla. Abgerufen am 11. Januar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).
- ↑ Maps of Switzerland - Swiss Confederation - map.geo.admin.ch. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b BLN 1914 Plasseggen – Schijenflue. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ a b Tilisuna. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Wegweiser Fideliskapelle. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Wegweiser Sarotla- Alpe. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Wegweiser Tilisunahütte. Abgerufen am 11. Januar 2026.
- ↑ Plasseggenpass | Skitouren. Abgerufen am 11. Januar 2026 (Schweizer Hochdeutsch).