Gweil-Sarotla-Kamm
| Gweil-Sarotla-Kamm
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Bergstation der Valiserabahn, dahinter ein Tal weiter, die Gweil-Sarotla-Kette | ||
| Höchster Gipfel | Schollberg (2570 m ü. A.) | |
| Lage | Österreich
Schweiz
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| Teil des | Rätikons | |
| Einteilung nach | SOIUSA 15.VIII/A.1.b | |
| Koordinaten | 46° 59′ N, 9° 52′ O | |
Der Gweil-Sarotla-Kamm ist eine Untergruppe des Rätikons nach der Alpengliederung der SOIUSA und auch entsprechend den Alpenvereinsführern. Es handelt sich um den nördlichen Seitenkamm der Madrisagruppe zwischen dem Gamperdelstal und dem Gargellental. Im Südwesten fällt die Kette ins St. Antöniental ab.[1][2]
Einordnung nach SOIUSA
Nach der Einteilung der SOIUSA gehört der Rätikon zu den Zentralen Ostalpen.
| Einordnung nach SOIUSA | ||
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| Teil | II | Ostalpen |
| Sektor | II/A | Zentrale Ostalpen |
| Abschnitt | 15 | Westliche Rätische Alpen |
| Unterabschnitt | 15.VIII | Rätikon |
| Gruppe | A.1 | Madrisa-Sarotla-Gruppe |
| Untergruppe | A.1.b | Gweil-Sarotla-Kamm |
Lage und Umgrenzung
Der Gweil-Sarotla-Kamm liegt im österreichischen Bundesland Vorarlberg und im schweizerischen Kanton Graubünden, der Großteil gehört zum Montafon, Gemeinde Tschagguns und St. Gallenkirch, die Südwestecke zum Prättigau, Gemeinde Luzein.
Die Umgrenzung des Gweil-Sarotla-Kamms verläuft von Norden im Uhrzeigersinn entlang der Linie Mündung des Gamperdelsbachs in die Ill – Suggadinbach – Alptobel – St. Antönier Joch – Alpeltibach – Gafierbach – Schanielabach – Tällibach – Plasseggenpass – Tilisunabach – Gamperdelsbach.[1][2]
Umliegende Berggruppen
| Madererkamm (Verwall) | ||
| Sulzfluh-Gruppe | Heimspitz-Valisera-Gruppe (Silvretta) | |
| Schafberg-Gruppe und Kreuz | Madrisagruppe |
Gipfel und Sättel
In der folgenden Tabelle sind die benannten Gipfel und Sättel von Südwesten nach Nordosten aufgelistet.[1][2]
| Gipfel/Sattel | Höhe m ü. A. | Anmerkung |
|---|---|---|
| St. Antönier Joch | 2379 | Wanderwege |
| Riedkopf Sattel | 2501 | Wanderwege |
| Riedkopf | 2552 | |
| Ronggspitze | 2531 | |
| Breite Furka | 2425 | Höhenangabe ungenau |
| Rotspitze | 2517 | |
| Viereggerpass | 2405 | |
| Vieregger | 2481 | |
| Röbispitzen | 2466 | |
| Sarotlajoch | 2389 | Wanderweg |
| Sarotlaspitzen | 2565 | nach Westen Abfall zum Plasseggenpass |
| Inner-Platinakopf | 2505 | |
| Außer-Platinakopf | 2416 | |
| Gweiljoch | 2209 | Wanderweg |
| Außergweilkopf | 2406 | |
| Alpilakopf | 2255 |
Die Westseite ist steil abfallend, westlich des Riedkopfs liegt der höchste Berg der Berggruppe, der Schollberg (2570 m).[2] Auf der Ostseite gibt es mehrere Ausläufer Richtung Gargellental, hier sind weitere benannte Berge:
- Borstkopf (2304 m) Ausläufer des Viereggers
- Innerer Gweilkopf, Reutehorn oder Rütihorn (2348 m)
- Gweilspitze (2187 m)
- Motadenser Kopf (2041 m)[1]
Siedlungen
Im Norden am Talboden des Montafons liegen die Tschaggunser Ortsteile und Parzellen Ganzenahl, Zelfen, Bödmen, Biezel und Mauren. Auf der Anhöhe liegt die Parzelle Bitschweil. Die gesamte Ostseite gehört zur Gemeinde St. Gallenkirch. Am Talboden des Montafons sind die Parzelle Hof und der Ortsteil Galgenul. Im Gargellental liegt der Ort Gargellen. Im Südwesten in der Schweiz liegen Parzellen von St. Antönien, Rüti, Stapfa (1528 m) und Partnun (1763 m). Das Gamperdelstal ist unbewohnt.[1][2]
Alpwirtschaft
An den grasbewachsenen Hängen befinden sich mehrere Almen, unter anderem die Horaalpe, die Außergweilalpe, die Innergweilalpe, die Platinaalpe, die Sarotlaalpe, die Röbialpe, die Gargellner Alpe, die Gamperdelsalpe, die Tilisunaalpe und hochgelegene Alpgebiete auf der Schweizer Seite bei Partnun.[1][2]
Wasserkraft
Ganz im Norden, im Gamperdelstal bzw. am Talboden des Montafons befinden sich das Kraftwerk Oberstufe Gampadels und das Kraftwerk Unterstufe Gampadels.[1]
Tourismus
Im Sommer ist das Gebiet ein beliebtes Wandergebiet. Bergbahnen und Schilifte gibt es in der Berggruppe nicht. In Gargellen befindet sich das Schigebiet Gargellen mit der Schafbergbahn in der Madrisagruppe, eine Piste durch das Gargellner Alptobel tangiert die Berggruppe.[1]
Naturschutz
Im österreichischen Teil gehört der Großteil zu einer der folgenden Weißzonen:
Weißzonen sind relativ wenig erschlossene Gebiete, jedoch keine Naturschutzgebiete. Unter Naturschutz steht nur ein sehr kleines Gebiet, das Europaschutzgebiet Roßbündta, ein größtenteils naturbelassener Edellaubmischwald. Das Großraumbiotop Gweil – Sarotla (Biotop 12010) mit über 1638 ha beherbergt Auerhühner (Tetrao urogallus), Birkhühner (Tetrao tetrix), Steinhühner (Alectoris graeca) und Uhus (Bubo bubo).[7]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h Vorarlberg Atlas. In: Vorarlberg Atlas. Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ a b c d e f Karten der Schweiz. Abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Röbi-Rongg. (PDF) In: Inventar Weißzone. Land Vorarlberg, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Platina-Sarotla. (PDF) In: Inventar Weißzone. Land Vorarlberg, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Gweil. (PDF) In: Inventar Weißzone. Land Vorarlberg, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Tilisuna. (PDF) In: Inventar Weißzone. Land Vorarlberg, abgerufen am 27. September 2025.
- ↑ Aktualisierung des Biotopinventars Vorarlberg - Gemeinde St. Gallenkirch. (PDF) In: Biotopinventar Vorarlberg. Land Vorarlberg, abgerufen am 27. September 2025.