Mentrup (Hagen am Teutoburger Wald)

Mentrup
Koordinaten: 52° 11′ N, 7° 59′ O
Fläche: 8,45 km²[1]
Einwohner: 2281[1]
Bevölkerungsdichte: 270 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Juli 1968
Postleitzahl: 49170
Vorwahl: 05405
Lage von Mentrup in Niedersachsen

Mentrup ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1968 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Mentrup erstreckt sich beiderseits der Iburger Straße südöstlich des Ortskerns von Hagen, dessen Bebauung sich bereits im 19. Jahrhundert auf das Gebiet der Bauerschaft Mentrup ausdehnte und zu einer deutlichen Bevölkerungszunahme führte. Vom nordrhein-westfälischen Lienen her kommend durchfließt der Goldbach von Süden nach Norden das Gebiet von Mentrup.

Geschichte

Die Bauerschaft Mentrup gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Mentrup zum Kanton Iburg des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Hagen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Mentrup zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Mentrup mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Juli 1968 wurde Mentrup im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen Teil Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 0464 [2]
1845 0519 [3]
1871 0670 [4]
1895 0901 [5]
1910 1234 [6]
1939 1316 [7]
1950 1586 [8]
1961 1651 [8]

Baudenkmale

Mehrere landwirtschaftliche Wohn-/Wirtschaftsgebäude in der Bergstraße, am Forstweg und in der Iburger Straße sowie ein Wegekreuz an der Iburger Straße stehen in Mentrup unter Denkmalschutz.

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Mentrup
  2. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 189 (google.de).
  3. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).
  4. Volkszählung 1871
  5. Volkszählung 1895
  6. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  7. Michael Rademacher: Osnabrueck. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  8. a b Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)