Gellenbeck (Hagen am Teutoburger Wald)

Gellenbeck
Koordinaten: 52° 12′ N, 7° 57′ O
Fläche: 5,08 km²[1]
Einwohner: 2840[1]
Bevölkerungsdichte: 559 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1971
Eingemeindet nach: Niedermark
Postleitzahl: 49170
Vorwahl: 05405
Lage von Gellenbeck in Niedersachsen

Gellenbeck ist ein Ortsteil der Gemeinde Hagen am Teutoburger Wald im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1971 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Gellenbeck liegt zwischen Natrup-Hagen im Westen und dem Ortskern von Hagen am Teutoburger Wald im Osten. beiderseits der Natruper Straße. Der Goldbach durchquert den Ortsteil von Osten nach Westen.

Geschichte

Die Bauerschaft Gellenbeck gehörte bis zu den Napoleonischen Kriegen zum Amt Iburg des Hochstifts Osnabrück. Von 1807 bis 1810 gehörte Gellenbeck zum Kanton Iburg des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Von 1811 bis 1813 gehörte der Ort unmittelbar zu Frankreich und dort zur Mairie Hagen im Arrondissement Osnabrück des Departements der Oberen Ems. 1814 kam Gellenbeck zum Königreich Hannover und gehörte dort wieder zum Amt Iburg. 1867 fiel Gellenbeck mit dem gesamten Königreich Hannover an Preußen und seit 1885 gehörte die Gemeinde zum Kreis Iburg, der 1932 in den Landkreis Osnabrück eingegliedert wurde. Am 1. Januar 1971 wurde Gellenbeck im Rahmen der Gebietsreform in Niedersachsen zusammen mit Sudenfeld und Natrup-Hagen Teil der neuen Gemeinde Niedermark. Diese wiederum wurde am 1. Juli 1972 nach Hagen am Teutoburger Wald eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1812 0376 [2]
1845 0424 [3]
1871 0514 [4]
1895 0607 [5]
1910 0785 [6]
1939 1072 [7]
1950 1387 [8]
1961 1421 [8]

Baudenkmale

Denkmalgeschützte Baudenkmale in Gellenbeck sind die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die Gellenbecker Mühle sowie Gebäude der Höfe Bensmann, Franksmann, Große Wördemann, Rhotert und Meyer to Bergte-Schulte.

Persönlichkeiten

In Gellenbeck wirkte Gustav Görsmann (1873–1942), Pfarrer der Kirchengemeinde Mariä Himmelfahrt und Todesopfer im KZ Dachau. An Gustav Görsmann erinnern ein Stolperstein vor dem Westportal der Kirche Mariä Himmelfahrt und ein von Bernhard Gewers geschaffenes Denkmal an der Gellenbecker Schule.

Einzelnachweise

  1. a b Daten und Karte der Gemarkung Gellenbeck
  2. Albrecht Friedrich Ludolph Lasius: Der Französische Kayser-Staat unter der Regierung des Kaysers Napoleon des Grossen im Jahre 1812. Kißling, Osnabrück 1813, S. 189 (google.de).
  3. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 120 (google.de).
  4. Volkszählung 1871
  5. Volkszählung 1895
  6. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. April 2025.
  7. Michael Rademacher: Osnabrueck. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  8. a b Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)