Kreis Sulingen

Basisdaten
Preußische Provinz Hannover
Regierungsbezirk Hannover
Verwaltungssitz Sulingen
Fläche 539 km² (1925)
Einwohner 23.240 (1925)
Bevölkerungsdichte 43 Einw./km² (1925)
Gemeinden 36 (1932)
Lage des Kreises Sulingen in der Provinz Hannover

Der Kreis Sulingen war von 1885 bis 1932 ein Landkreis in der preußischen Provinz Hannover. Der Kreissitz war in Sulingen.

Geschichte

Der Kreis Sulingen wurde 1885 aus dem Amt Sulingen und Teilen der Ämter Freudenberg, Uchte und Bruchhausen gebildet. Zum Zwecke von Einsparungen bei den öffentlichen Haushalten wurde am 1. Oktober 1932 in Preußen eine Kreisreform durchgeführt, bei der zahlreiche kleinere Kreise aufgelöst wurden. Dabei wurden auch die beiden Kreise Diepholz und Sulingen zusammengeschlossen. Der ursprünglich für den neuen Kreis vorgesehene Name Sulingen wurde durch Beschluss des Preußischen Staatsministeriums vom 27. September 1932 in Grafschaft Diepholz geändert.[1][2] Der Landkreis grenzte im Westen an den Kreis Diepholz und, im Uhrzeigersinn folgend, den Kreis Syke, den Kreis Hoya, den Kreis Nienburg und den Kreis Stolzenau.

Landräte

Einwohnerentwicklung

Einwohner 1890 1900 1910 1925
Kreis Sulingen 17.450 18.753 21.265 23.240[3]

Gemeinden

Gemeinden des Kreises Sulingen (Stand 1. Dezember 1910):[4]

Gemeinde Einwohner Gemeinde Einwohner Gemeinde Einwohner Gemeinde Einwohner
Affinghausen 640 Anstedt 263 Bahrenborstel 485 Barenburg 579
Bensen 230 Brake 322 Dörrieloh 588 Groß Lessen 617
Holzhausen 272 Kantrup 323 Kirchdorf 900 Klein Lessen 413
Kuppendorf 314 Lindern 615 Maasen 360 Mallinghausen 231
Mellinghausen 440 Menninghausen 193 Neuenkirchen 331 Nordsulingen 614
Ohlendorf 329 Päpsen 143 Rathlosen 600 Scharringhausen 380
Schmalförden 618 Scholen 708 Schwaförden 898 Schweringhausen 282
Siedenburg 602 Stocksdorf 352 Ströhen 1.703 Sudwalde 697
Sulingen 2.238 Varrel 1.068 Wehrbleck 1.316 Wesenstedt 601

Einzelnachweise

  1. Verordnung über die Neugliederung von Landkreisen vom 1. August 1932 (§§ 51, 55), Preuß. Gesetzsammlung Nr. 43/1932, S. 260
  2. Erlass des Preußischen Staatsministeriums vom 27. September 1932; Ministerialblatt für die preußische innere Verwaltung 1932, S. 1036
  3. a b Michael Rademacher: Sulingen. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  4. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 22. Mai 2009.

Koordinaten: 52° 39′ 36″ N, 8° 47′ 24″ O