Katastralgemeinde Althofen
| Althofen (Katastralgemeinde) | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | St. Veit an der Glan (SV), Kärnten | |
| Gerichtsbezirk | Sankt Veit an der Glan | |
| Pol. Gemeinde | Althofen | |
| Koordinaten | 46° 52′ 13″ N, 14° 28′ 41″ O | |
| Fläche d. KG | 5,31 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Katastralgemeindenummer | 74001 | |
| Althofen (2018) | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; KAGIS | ||
Die Katastralgemeinde Althofen ist eine der drei Katastralgemeinden der Stadtgemeinde Althofen im Bezirk St. Veit an der Glan in Kärnten und gehört zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt.
Sie hat eine Fläche von 531,16 ha (Stand 31. Dezember 2023[1]) und umfasst somit mehr als zwei Fünftel der Fläche der Gemeinde Althofen. Am 1. Jänner 2025 lebten in der Katastralgemeinde 3387 Personen, das entsprach gut zwei Drittel der Einwohnerzahl der gesamten Gemeinde.[2]
Lage
Die Katastralgemeinde liegt mitten im Bezirk St. Veit an der Glan, im Norden des Krappfelds, im Osten der Gemeinde Althofen. Sie grenzt an die Katastralgemeinden Töscheldorf, Treibach, Rabing, Krasta, Silberegg, Hollersberg, und Guttaringberg.
Ortschaften
Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Althofen liegen die Ortschaften Althofen, Epritz und Rain sowie ein Teil der Ortschaft Aich.
Vermessungsamt-Sprengel
Die Katastralgemeinde Althofen gehört seit 1. Jänner 1998 zum Sprengel des Vermessungsamtes Klagenfurt. Davor war sie Teil des Sprengels des Vermessungsamtes St. Veit an der Glan.
Geschichte
Die Katastralgemeinde Althofen entspricht im Wesentlichen dem Gebiet des mittelalterlichen Burgfrieds von Althofen.[3]
Infolge des Grundsteuerpatents von 1817 zur „Einführung eines neuen Grundsteuersystems“[4] wurden in Kärnten bis 1829 alle Grundstücke vermessen, geschätzt und in Katastralgemeinden gegliedert. Die Katastralgemeinden wurden ihrerseits in sogenannte Steuerbezirke zusammengefasst.[5] Die Katastralgemeinde Althofen gehörte zum Steuerbezirk Althofen (Markt).
Als auf Basis des provisorischen Gemeindegesetzes von 1849 die heutigen Gemeinden geschaffen wurden, wurden diese auf dem Gebiet einer oder mehrerer Katastralgemeinden errichtet.[6] Auf dem Gebiet der Katastralgemeinde Althofen wurde 1850 die Gemeinde Althofen errichtet. Die Größe der Katastralgemeinde wurde damals mit 924 Österreichischen Joch und 122 Klaftern (ca. 532 ha, also in etwa die heutige Größe) angegeben; damals lebten 451 Personen auf dem Gebiet der Katastralgemeinde.[7]
1954 trat die Gemeinde Rabing etwa 26 ha Grund von der Katastralgemeinde Rabing an die Katastralgemeinde Althofen ab. Auf dieser Fläche lebten damals 245 Menschen in einer Wohnsiedlung der Treibacher Industrie AG.[8]
Die Katastralgemeinde Althofen gehörte ab 1850 zum politischen Bezirk St. Veit an der Glan und zum Gerichtsbezirk Althofen. 1854 bis 1868 gehörte sie zum Gemischten Bezirk Althofen. Seit der Reform 1868 ist sie wieder Teil des politischen Bezirks St. Veit an der Glan, zunächst als Teil des Gerichtsbezirks Althofen, seit 1978 als Teil des Gerichtsbezirks St. Veit an der Glan.[9]
Einzelnachweise
- ↑ Regionalinformation 31.12.2023.zip, bev.gv.at (1.119 kB, 0003450398_100_Verwaltungseinheiten_KG_2023.csv); abgerufen am 20. Jänner 2025
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 01.01.2024 nach Katastralgemeinden.
- ↑ August Jaksch und Martin Wutte: Kärnten. In: Kaiserliche Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Erläuterungen zum Historischen Atlas der österreichischen Alpenländer – Die Landgerichtskarte – Kärnten, Krain, Görz und Istrien. Wien 1914, S. 113.
- ↑ Kaiserliches Patent vom 13. Dezember 1817. Wien 1817 (onb.ac.at).
- ↑ Roland Bäck: Inhalt und Aussagewert der Quelle. In: Helmut Rumpler (Hrsg.): Der Franziszeische Kataster im Kronland Kärnten (1823–1844). Klagenfurt 2013, S. 9–18 (franziszeischerkataster.at [PDF]).
- ↑ Reichsgesetzblatt Nr. 170/1849: Kaiserliches Patent, womit ein provisorisches Gemeinde-Gesetz erlassen wird. Olmütz 17. März 1849 (onb.ac.at).
- ↑ Landes-Regierungsblatt für das Herzogthum Kärnten: Bezirks-Eintheilung des Kronlandes Kärnten. Klagenfurt 1854, S. 24 (google.at).
- ↑ Oskar Glanzer, Ralf Unkart: Die Neuordnung der Gemeindestruktur in Kärnten im Jahr 1972. Klagenfurt 1973. S. 95.
- ↑ Joachim Adolf Walter: Die territoriale Entwicklung der Gerichtsbarkeit und Verwaltung in Kärnten, Krain und dem Küstenland zwischen 1848 und 2013. Graz, Univ., Dipl.-Arb., 2013.