Jan-Heiner Tück
Jan-Heiner Tück (* 1967 in Emmerich, Niederrhein) ist ein deutscher römisch-katholischer Theologe Hochschullehrer und Publizist. Er lehrt als Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Seine Forschungen umfassen Fragen der Christologie, Gotteslehre, Eschatologie und den Dialog von Theologie mit Literatur, Philosophie und moderner Kultur sowie Judentum und Christentum.
Leben
Jan-Heiner Tück studierte nach dem Abitur am Collegium Augustinianum Gaesdonck von 1987 bis 1994 Katholische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Tübingen und München. Er promovierte 1998 summa cum laude bei Peter Hünermann in Tübingen zum Dr. theol. und habilitierte sich 2007 an der Universität Freiburg i. Br. Dort erwarb er 2009 ein Heisenberg-Stipendium bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft.
Nach wissenschaftlichen Tätigkeiten an den Universitäten Luzern, Osnabrück und Freiburg i Br. wurde er 2010 zum Professor für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Universität Wien gewählt. Dort leitet er das Fachgebiet Dogmatik und Dogmengeschichte am Institut für Systematische Theologie und Ethik. Von 2012 bis 2018 bekleidete er das Amt des Vizedekans.
Tück ist verheiratet und Vater von vier Kindern.
Forschung und Lehre
Tücks Forschungsschwerpunkte liegen in der Christologie, der Gotteslehre, der Eschatologie und im jüdisch-christlichen Dialog. In seiner Dissertation Christologie und Theodizee bei Johann Baptist Metz führte er das Gespräch zwischen neuer politischer Theologie und trinitarischer Kreuzestheologie. Die Auseinandersetzung mit der Dichtung Paul Celans brachte den Anstoß, den Fragen einer Theologie nach Auschwitz nachzugehen.[1] Weitere Arbeiten suchen den Dialog zwischen Glauben und moderner Kultur. Sein Buch Hintergrundgeräusche (2010) sowie Sammelbände zum Werk von Martin Walser (2012), Peter Handke (2014), Arnold Stadler (2017) und Thomas Hürlimann (2018) dokumentieren sein Interesse an religiösen Motiven in der Gegenwartsliteratur.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Rezeption des Zweiten Vatikanischen Konzils. Tück gab 2012 den Sammelband Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil heraus, der Beiträge prominenter Theologen[2] versammelt und für eine Hermeneutik der Reform plädiert, für die ein Zusammenspiel zwischen Kontinuität und Diskontinuität leitend ist. Bei der Debatte um die Aussöhnung mit der traditionalistischen Piusbruderschaft rief er auch öffentlich in Erinnerung, die Dokumente des Zweiten Vatikanischen Konzils nicht zur Disposition zu stellen.[3][4] Zugleich würdigte er gemeinsam mit dem Innsbrucker Theologen Roman Siebenrock die Weltgebetstreffen in Assisi als kreative Fortschreibung der interreligiösen Öffnung des Zweiten Vatikanums.
Auch die Beschäftigung mit der Dogmengeschichte gehört zu Tücks Arbeitsfeldern. In seiner auch ins Englische und Kroatische übersetzten Habilitationsschrift Gabe der Gegenwart rekonstruierte er die Eucharistietheologie des Thomas von Aquin und setzte sie in Bezug zu den Hymnen, die Thomas im Auftrag von Papst Urban IV. für das Offizium des Fronleichnamsfestes verfasste. 2016 gab er mit Christian Danz den Band Martin Luther im Widerstreit der Konfessionen heraus. 2025 veröffentlichte er gemeinsam mit der Kirchenhistorikerin Uta Heil den Band Nizäa – das erste Konzil. Historische, theologische und ökumenische Perspektiven, der den theologiehistorischen Kontext der arianischen Kontroverse sowie des ersten ökumenischen Konzils beleuchtet und dessen Wirkungsgeschichte bis in die Gegenwart nachzeichnet.
Poetikdozentur Literatur und Religion
Nach Symposien zum Werk Paul Celans, Peter Handkes und Arnold Stadlers initiierte Tück im Frühjahr 2016 die Poetikdozentur Literatur und Religion an der Universität Wien.[5], die renommierte Schriftstellerinnen und Schriftsteller – darunter Sibylle Lewitscharoff,[6][7] Thomas Hürlimann,[8][9] Felicitas Hoppe,[10] Michael Köhlmeier,[11] Christian Lehnert,[12][13] Martin Mosebach[14] und andere – mit Theologinnen und Theologen ins Gespräch bringt. Damit soll die Präsenz religiöser Motive in der Gegenwartsliteratur deutlich gemacht werden, die theologische Sprachsensibilität im Austausch mit Literatur zu fördern sowie das Verhältnis von religiöser Erfahrung und poetischer Imagination auszuloten.[15] Tück versteht die Poetikdozentur als Laboratorium für eine Theologie im kulturellen Dialog und publizierte unter dem Titel Feuerschlag des Himmels einen Band mit Schriftsteller-Gesprächen. Zu Beginn der Veranstaltungsreihe beleuchtete Tück das verstärkte Interesse der Theologie an der Gegenwartsliteratur in einem Artikel in der NZZ.[16]
Beschäftigung mit Joseph Ratzinger / Benedikt XVI.
Ein weiterer Schwerpunkt Tücks ist die Theologie Joseph Ratzingers (Benedikt XVI.). Er setzte sich wiederholt mit dessen Werk auseinander und betonte dabei dessen bleibende Relevanz für die Gegenwartstheologie. So ist er Herausgeber und Mitautor mehrerer Bände, die das theologische Profil Ratzingers erläutern und die Jesus-Trilogie[17] kritisch würdigen. Nach dem freiwilligen Amtsverzicht legte er eine kritische Würdigung Benedikts XVI. vor, die auf die Enzykliken und Reden, Impulse und Pannen eingeht. In Essays für die Neue Zürcher Zeitung begleitete Tück das Pontifikat Benedikts konstruktiv-kritisch.[18] Über die Frage der postmortalen Versöhnung von Tätern und Opfern führte er mit Benedikt XVI. einen Briefwechsel. Er gilt als einer der profiliertesten Vermittler des theologischen Erbes Benedikts XVI. im deutschsprachigen Raum.[19][20][21][22]
Redaktionelle Tätigkeit und Publizistik
Tück ist seit 2002 Redaktionsmitglied und seit 2007 Schriftleiter der Internationalen Katholischen Zeitschrift Communio, wo er regelmäßig crossmedial, teilweise auch in englischer Übersetzung[23] publiziert.[24][25] Er verantwortet regelmäßig Themenhefte zu theologischen, gesellschaftlichen und kulturellen Fragen. Darüber hinaus ist er publizistisch aktiv und veröffentlicht Essays und Kommentare zu theologischen, kirchlichen und kulturellen Themen u. a. in der Neuen Zürcher Zeitung, der Wiener Zeitung Die Presse und der Furche. Tück ist ein gefragter Interviewpartner bei verschiedenen Medienplattformen und Podcastreihen (Deutschlandfunk, Domradio, katholisch.de, katholisch.at, Diesseits von Eden und Communicatio).
Kirchliches Engagement
Im Streit um die österreichische Pfarrerinitiative, die 2011 einen öffentlichen Aufruf zum Ungehorsam lanciert hatte, konnte Tück zur Versachlichung der Debatte beitragen, indem er die beiden Hauptakteure, Kardinal Christoph Schönborn und Helmut Schüller, den Initiator der Pfarrerinitiative, zur Mitwirkung an einem gemeinsamen Buchprojekt gewann. Das Buch, das die Thesen der Pfarrerinitiative kritisch diskutiert, erschien unter dem Titel Risse im Fundament? Der Streit um die Pfarrerinitiative. Tück ist seit 2016 Mitglied der Theologischen Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz und seit 2020 Mitglied der Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Seit 2025 ist er an der VI. Phase des lutherisch-katholischen Dialogs im Auftrag des römischen Dikasteriums für die Einheit der Christen beteiligt.
Interdisziplinäre Dialoge
2015 initiierte Tück mit dem Ägyptologen Jan Assmann ein interdisziplinäres Symposium zum Thema Monotheismus unter Gewaltverdacht, in dem über die Ambivalenz des Monotheismus, aber auch seine verständigungs- und friedensfördernden Potentiale diskutiert wird. Der Band vereinigt Beiträge von Theologen, Historikern und Kulturwissenschaftlern und zeigt Tücks Interesse an einer Theologie im Dialog mit anderen Disziplinen. Auch in seinen Herausgeberschaften der Bände Lessings Ringparabel – ein Paradigma zur Verständigung der Religionen? (2016) und Sterben für Gott – Töten für Gott? (2015) sucht er das interreligiöse Gespräch über Wahrheit, Toleranz und religiöse Gewalt.
Bedeutung
Jan-Heiner Tück gilt als einer der profiliertesten katholischen Dogmatiker im deutschsprachigen Raum. Seine Arbeiten verbinden systematisch-theologische Schärfe mit kultureller Offenheit und literarischer Sensibilität. Durch seine Tätigkeit als Publizist ist Tück auch als öffentlicher Intellektueller präsent, der theologische Perspektiven in kulturelle und gesellschaftliche Debatten einbringt.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- (Dissertation) Christologie und Theodizee bei Johann Baptist Metz. Ambivalenz der Neuzeit im Licht der Gottesfrage. Schöningh, Paderborn 1999, 22001, ISBN 3-506-79160-5. Um ein Nachwort erweiterte, durchgesehene Neuauflage, ebd. 2001, ISBN 978-3-506-79160-3.
- Hrsg. mit Helmut Hoping (Hrsg.): Die anstößige Wahrheit des Glaubens. Zum theologischen Profil Joseph Ratzingers. Herder, Freiburg i. Br. 2005. ISBN 3-451-28914-8. Übersetzungen ins Ungarische und Kroatische.
- Hrsg. mit Helmut Hoping: Streitfall Christologie. Vergewisserungen nach der Shoah (Quaestiones disputatae, Bd. 214). Herder, Freiburg i. Br. 2005. ISBN 978-3-4510-2214-2.
- (hrsg. mit Magnus Striet) Die Kunst Gottes verstehen. Hans Urs von Balthasars theologische Provokationen. Mit einem Geleitwort von Karl Kardinal Lehmann. Herder, Freiburg i. Br. 2005. ISBN 978-3-4512-8774-9.
- (Habilitationsschrift) Gabe der Gegenwart. Theologie und Dichtung der Eucharistie. Herder, Freiburg i. Br. 2007 (22009), (32014). Übersetzungen ins Kroatische und Englische. ISBN 978-3-4513-1199-4.
- (Hg.): Annäherungen an „Jesus von Nazareth“. Das Buch des Papstes in der Diskussion. Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2007, ISBN 978-3-7867-2696-8.
- (Hg.): Römisches Monopol? Der Streit um die Einheit der Kirche. Herder, Freiburg i. Br. 2008, ISBN 978-3-451-29854-7.
- Hintergrundgeräusche. Liebe, Tod und Trauer in der Gegenwartsliteratur. Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2010, ISBN 978-3-7867-2837-5.
- Passion aus Liebe. Das Jesus-Buch des Papstes in der Diskussion. Matthias-Grünewald-Verlag, Ostfildern 2011. ISBN 978-3-7867-2896-2.
- Selig, die Frieden stiften. Das Weltgebetstreffen in Assisi. Herder, Freiburg i. Br. 2012. ISBN 978-3-4513-2573-1.
- (Hg.): Was fehlt, wenn Gott fehlt? Martin Walser über Rechtfertigung – theologische Erwiderungen. Herder, Freiburg i. Br. 2012, ISBN 978-3-451-32658-5.
- (Hg.): Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil. Herder, Freiburg i. Br. 2012 (22013), ISBN 978-3-451-32568-7.
- (Hg.) Risse im Fundament? Die Pfarrerinitiative und die Debatte um die Kirchenreform (Reihe Theologie kontrovers), Herder, Freiburg i. Br. 2012, 2. erw. Aufl. 2012. ISBN 978-3-4513-0579-5.
- (hrsg. mit Kurt Appel u. Johann Baptist Metz) Dem Leiden ein Gedächtnis geben. Thesen zu einer anamnetischen Christologie (Festschrift Johann Reikerstorfer – Wiener Forum für Theologie und Religionswissenschaft, Bd. 4). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2012. ISBN 978-3-89971-981-9.
- (Hg.) Der Theologenpapst. Eine kritische Würdigung Benedikts XVI. Herder, Freiburg i. Br. 22013. ISBN 978-3-4513-2694-3.
- (Hg. mit Andreas Bieringer) (Hrsg.): „Verwandeln allein durch Erzählen“. Peter Handke im Spannungsfeld vom Theologie und Literaturwissenschaft. Verlag Herder. Freiburg i.Br. 2014, ISBN 978-3-451-32673-8. (Neuauflage 2019).
- (Hg.): Sterben für Gott – Töten für Gott? Religion, Martyrium und Gewalt. Herder Freiburg i. Br. 2015, ISBN 978-3-451-34264-6.
- (Hg.): Monotheismus unter Gewaltverdacht. Zum Gespräch mit Jan Assmann. Herder, Freiburg i. Br. 2015, ISBN 978-3-451-32782-7.
- (Hg.) „Auch der Unglaube ist nur ein Glaube.“ Arnold Stadler im Schnittfeld von Theologie und Literaturwissenschaft. Herder, Freiburg i. Br. 2017. ISBN 978-3-451-34925-6.
- (hrsg. mit Tobias Mayer) Nah – und schwer zu fassen. Im Zwischenraum von Literatur und Religion (Poetikdozentur Literatur und Religion, Bd. 1). Herder, Freiburg i. Br. 2017. ISBN 978-3-451-37886-7
- A Gift of Presence. Theology and Poetics of the Eucharist in Thomas Aquinas. Forword by Bruce D. Marshall. Translated by Scott G. Hefelfinger. The Catholic University of America Press, Washington 2018. ISBN 9780813230399.
- (Hg.) „Es strebe von euch jeder um die Wette.“ Lessings Ringparabel – Paradigma für die Verständigung der Religionen? Herder, Freiburg i. Br. 2018. ISBN 978-3-451-34924-9.
- (Hg.) „Der große Niemand“. Religiöse Motive im Werk von Thomas Hürlimann. Herder, Freiburg i. Br. 2018, ISBN 978-3-451-38183-6.
- (Hg.) Die Beschneidung Jesu. Was sie Juden und Christen heute bedeutet. Mit einem Geleitwort von Walter Kardinal Kasper. Herder, Freiburg i. Br. 2020. ISBN 978-3-451-38643-5.[26]
- „Gelobt seist du, Niemand“. Paul Celans Dichtung – eine theologische Provokation. Herder, Freiburg i. Br. 2020 (22021) (32023). Mit einem Geleitwort von Eckhard Nordhofen. ISBN 978-3-451-39660-1.[27]
- Crux. Über die Anstößigkeit des Kreuzes. Herder, Freiburg i. Br. 2023 (22023). ISBN 978-3-451-39197-2. Übersetzung ins Spanische.[28]
- Minima theologica. Spuren des Heiligen heute. Herder, Freiburg i. Br. 2025. ISBN 978-3-451-02427-6. Übersetzung ins Spanische.
- (hrsg. mit Uta Heil) Nizäa – das erste Konzil. Historische, theologische und ökumenische Perspektiven. Herder, Freiburg i. Br. 22025. ISBN 978-3-451-38391-5.
- (hrsg. mit Mark S. Kinzer und Thomas Schumacher) Jesus – the Messiah of Israel? Messianic Judaism and Christian Theology in Conversation. Herder & Herder, New York 2025. ISBN 9780824595319.
- Einheit durch Vielfalt? Das Dokument „Baptism and Growth in Communion“ im Licht des Zweiten Vatikanischen Konzils. In: Augustinus Sander, Stefan Heid und Hyacinthe Destivelle (Hg.): Einheit und Einzigkeit. Ekklesiologische Konkretionen in ökumenischer Perspektive. Festschrift für Kurt Kardinal Koch. Herder, Freiburg i. Br. 2025. ISBN 978-3-451-02418-4.
- mit Ulrich H. J. Körtner: Wie hältst du’s, Theologie, mit der Kirche? Antwortversuche nach der KMU 6. In: Tobias Kläden, Jan Loffeld (Hg.): Christsein in der Minderheit. Debatten zur 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung. (Quaestiones disputatae 343). Herder, Freiburg i. Br. 2025. ISBN 978-3-451-84343-3. S. 133–155.
- Signum maximae caritatis. Theologie und Dichtung der Eucharistie bei Thomas von Aquin, in: Helmut Hoping, Thomas Marschler, Ursula Schumacher (Hg.): Noch immer „doctor communis“? Thomas von Aquin als Inspiration und Provokation für die Theologie heute (Quaestiones disputatae 347), Herder, Freiburg i. Br. 2025. ISBN 978-3-451-02347-7. S. 212–235.
- Ist Gott nicht mehr gefragt? Zu den tektonischen Verschiebungen des religiösen Feldes. In: Jan-Heiner Tück (Hg.): Wiederkehr der Säkularisierung? Der Streit um die religiöse Indifferenz. Herder, Freiburg i. Br. 2026. ISBN 978-3-451-02551-8.
- Kommt er noch? Was Christen und Juden erwarten. Herder, Freiburg i. Br. 2026. ISBN 978-3-451-02504-4.
- Jesus Christus auf der Spur. Jan-Heiner Tück und Walter Kardinal Kasper im Gespräch über Christologie. Herder, Freiburg i. Br. 2026. ISBN 978-3-451-02545-7.
Podcasts
- 25 Jahre "Dominus Jesus": Ist Jesus Christus der einzige Weg? Podcast mit Kardinal Kurt Koch. Abgerufen am 14. November 2025.
- Wie kann Kunst das Unsichtbare sichtbar machen? Jan-Heiner Tück im Gespräch mit dem Maler Michael Triegel. Abgerufen am 14. November 2025.
Rezensionen
- Zur Habilitationsschrift Gabe der Gegenwart. Theologie und Dichtung der Eucharistie.[29][30][31]
- Zum Sammelband Erinnerung an die Zukunft. Das Zweite Vatikanische Konzil.[32]
- Zu A Gift of Presence. Theology and Poetics of the Eucharist in Thomas Aquinas. von Reinhard Hütter.[33] und Joseph Wawrykow.[34]
- Zu »Feuerschlag des Himmels«. Gespräche im Zwischenraum von Literatur und Religion.[35]
Mitgliedschaften
- Theologische Kommission der Österreichischen Bischofskonferenz
- Glaubenskommission der Deutschen Bischofskonferenz
- Preparatory Group der Lutherisch-Katholischen Kommission im Auftrag des römischen Dikasteriums für die Förderung der Einheit der Christen
- Arbeitsgemeinschaft Dogmatik und Fundamentaltheologie
- Salzburger Kreis – Forum für den Austausch zwischen Kirche, Politik, Wirtschaft und Medien
- St. Hildegard-Akademie Eibingen – Zentrum für Wissenschaft, Forschung und Europäische Spiritualität
- Förderverein der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien
- Verein der Freunde und Förderer der Internationalen Katholischen Zeitschrift COMMUNIO
- Wissenschaftlicher Beirat der Theologischen Quartalschrift Tübingen
- Wissenschaftlicher Beirat der Zeitschrift Ephemerides Theologiae Diacovenses
- Internationale Castellio Gesellschaft Basel
- Theologisches Terzett mit Dr. h.c. Annette Schavan bei der Katholischen Akademie in Bayern
Weblinks
- Literatur von und über Jan-Heiner Tück im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Profilseite der Universität Wien mit Lebenslauf und detaillierter Publikationsliste. Abgerufen am 13. November 2025.
- Google Scholar. Abgerufen am 13. November 2025.
- Aufsatz zur Einzigartigkeit der Shoa in der Zeitschrift communio (PDF)
- Artikel von Jan-Heiner Tück (PDF) zur Kontroverse um die Verleihung des Hessischen Kulturpreises an Navid Kermani
- Vortrag von Jan-Heiner Tück zu Martin Walser: Rechtfertigung, am 13. März 2013 in Wien (PDF)
- Jan-Heiner Tück: Gedanken für den Tag. Jan-Heiner Tück über Dante Alighieri. In: ORF1. 15. September 2021, abgerufen am 13. November 2025.
- Jan-Heiner Tück: Ein Gastbeitrag von Dogmatiker Jan-Heiner Tück: Lernverweigerung: Brandmüller hätte zum Konzil besser geschwiegen. In: katholisch.de. 14. November 2025, abgerufen am 10. November 2025.
Einzelnachweise
- ↑ Jan-Heiner Tück: Wie kann man nach Auschwitz noch beten? In: Neue Zürcher Zeitung. 5. Dezember 2019, abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Mit Beiträgen von Kurt Appel, Michael Bünker, Albert Gerhards, Ernst Fürlinger, Ingeborg Gabriel, Helmut Hoping, Peter Hünermann, Martin Jäggle, Walter Kasper, Kurt Koch, Roman Kühschelm, Rudolf Langthaler, Ioan Moga, Ludger Müller, Sebastian Pittl, Johann Pock, Regina Polak, Rudolf Prokschi, Thomas Prügl, Johann Reikerstorfer, Hans Schelkshorn, Marianne Schlosser, Eberhard Schockenhoff, Ludger Schwienhorst-Schönberger, Thomas Söding, Christoph Theobald, Jan-Heiner Tück, Hans-Jürgen Feulner, Johann Figl und Ottmar Fuchs.
- ↑ „Abgestufte Verbindlichkeit? Walter Brandmüller, der von 1998 bis 2009 Präsident des Päpstlichen Komitees für Geschichtswissenschaften war und 2010 zum Kardinal ernannt worden ist, hofft wie Papst Benedikt XVI. auf eine Rückkehr der schismatisch orientierten Piusbruderschaft in die katholische Kirche. Jüngst hat er darauf verwiesen, dass die Dokumente des Konzils einen abgestuften Verbindlichkeitsgrad besässen, die Erklärungen «Nostra Aetate» und «Dignitatis humanae» daher von geringerem Gewicht seien. Der Hinweis ist formal zutreffend, inhaltlich aber höchst bedenklich. Das Zweite Vatikanische Konzil (19621965) hat sechzehn Dokumente verabschiedet, darunter vier Konstitutionen, einige Dekrete und Erklärungen. Die traditionelle Stufung der Verbindlichkeit, die Brandmüller geltend macht, geht am lehramtlichen Diskurs des Konzils insofern vorbei, als dieses auf dogmatische Definitionen und Verurteilungen von Irrtümern ausdrücklich verzichtet hat.“ Jan-Heiner Tück: Ist die katholische Kirche in der Moderne angekommen? Die Verbindlichkeit des Konzils und die Frage der Aussöhnung mit den Traditionalisten. In: Neue Zürcher Zeitung. 2. Juni 2012, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ „Um im Blick auf diesen Dissens weiterzukommen, hat nun Erzbischof Pozzo erneut ein fragwürdiges Instrument der Konzilsauslegung ins Spiel gebracht. Er spricht von einer «abgestuften Verbindlichkeit» im Textkorpus des Konzils und unterscheidet zwischen doktrinellen und pastoralen Dokumenten. Die Dokumente zur Ökumene, zum Gespräch mit den anderen Religionen, zur Religionsfreiheit seien bloss pastoral und daher von lehramtlich geringem Gewicht. Man könne von ihnen im Gespräch mit der Piusbruderschaft getrost absehen. Dieser Vorschlag ist kirchenpolitisch fragwürdig und konzilshermeneutisch falsch.“ Jan-Heiner Tück: Trojanisches Pferd in der katholischen Kirche. Will Papst Franziskus die traditionalistische Piusbruderschaft ohne Vorbedingung anerkennen? In: Neue Zürcher Zeitung. 23. Mai 2016, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Poetikdozentur Literatur und Religion ( vom 23. April 2016 im Internet Archive) auf der Website der Universität Wien
- ↑ Jan-Heiner Tück, Sibylle Lewitscharoff: Mit Dante über Dante hinaus. Zum Verhältnis zwischen Literatur und Religion. Erste Poetikvorlesung an der Universität Wien, mit einer 12-minütigen Einführung von Jan-Heiner Tück zu dieser Veranstaltungsreihe. In: YouTube. 13. Mai 2016, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Sibylle Lewitscharoff: „Wir alle leben in zwei Welten!“ Sibylle Lewitscharoff im Gespräch über Literatur und Religion. In: feinschwarz Theologisches Feuilleton. 14. April 2016, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Thomas Hürlimann: "Feuerschlag des Himmels" - Das Kreuz in der modernen Literatur - Teil 1/4. Poetikvorlesung an der Universität Wien. In: YouTube. 6. Juni 2017, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Die Anwesenheit des Abwesenden. Thomas Hürlimann über das Kreuz. In: Neue Zürcher Zeitung vom 11. Mai 2016 (Nr. 108) S. 23. Abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Felicitas Hoppe: "Und schrieb in den Sand... Mündlichkeit und Schriftlichkeit in Religion und Literatur". Poetikvorlesung an der Universität Wien. In: YouTube. 17. Januar 2017, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Michael Köhlmeier: SATAN UND MADONNA. EIN PLOT Über die Nähe von Gut und Böse in den Märchen "Das Mädchen ohne Hände". Poetikvorlesung an der Universität Wien. In: YouTube. 5. November 2017, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Christian Lehnert: "Feuerschlag des Himmels" - Das Kreuz in der modernen Literatur - Teil 1/4. Poetikvorlesung an der Universität Wien. In: YouTube. 5. April 2022, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Grundkräfte meines Schreibens sind das Staunen und die Bejahung. In: Neue Zürcher Zeitung vom 25. November 2016. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Martin Mosebach: Was ist ein katholischer Roman? Poetikvorlesung an der Universität Wien. In: YouTube. 8. November 2022, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ „Poetikdozenturen sind der Ort, an dem der Dichter in die Rolle des Dozenten schlüpft und einem interessierten Publikum darlegt, was ihn zum Schreiben anstachelt, welche Motive ihn bestimmen, aber auch welche Quellen und biografischen Hintergrunderfahrungen bei seiner literarischen Produktion leitend sind. [...] Poetikdozenturen gibt es inzwischen an vielen Universitäten, aber noch keine, die sich dem Verhältnis von Literatur und Religion widmet. Dabei möchte ich Ihre Aufmerksamkeit auf das kleine Wörtchen "und" lenken. "Und" ist ein Brückenwort. Anders als das Wörtchen "oder", das eine Alternative anzeigt, oder das Wörtchen "gegen", das eine Reviermarkierung setzt, meint "und" eine Verbindung. Mögliche Verbindungslinien zwischen Literatur und Religion in einem weiten Sinne zu ziehen, ist eine der Absichten der Wiener Poetikdozentur.“ Jan-Heiner Tück: Präludium zur ersten Wiener Poetikdozentur. In: YouTube. 13. Mai 2016, abgerufen am 10. November 2025. (3'22"-4'35", Transkription)
- ↑ Jan-Heiner Tück: Wenn die metaphysischen Antennen ins Leere zappeln. Über das Interesse der Theologie an der Gegenwartsliteratur. In: Neue Zürcher Zeitung. 14. April 2016, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ Die Jesus-Trilogie von Joseph Ratzinger (Benedikt XVI.) ist das dreiteilige Werk Jesus von Nazareth, das sich chronologisch und thematisch mit dem Leben und Wirken Jesu Christi befasst und aus drei Bänden besteht: dem Prolog über die Kindheitsgeschichten und zwei weiteren Bänden über das öffentliche Wirken Jesu.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Papst gegen Papst. Während Franziskus schweigt, äussert sich Benedikt XVI. in einem Buch zum Zölibat. In: Neue Zürcher Zeitung. 16. Januar 2020, abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Christian Feldmann: Benedikt XVI. Sein Leben, sein Denken, seine Botschaft. Regensburg 2023. S. 180.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Benedikt zieht Bilanz. In: Neue Zürcher Zeitung. 15. September 2016, abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Worte und Taten, Glaube und Vernunft. In: Neue Zürcher Zeitung. 13. Februar 2013, abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Benedikt XVI. ein Theologenpapst. In: Neue Zürcher Zeitung. 12. Februar 2013, abgerufen am 10. September 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück, Walter Kasper: A Conversation With Cardinal Kasper: "This Can't End Well". 9. Januar 2024, abgerufen am 9. November 2025 (englisch).
- ↑ Jan-Heiner Tück - Dogmatiker | Communio. Abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Theologische Zeitschrift Communio hat neues Webportal. Bildungswerk der Erzdiözese Köln e. V., 9. Januar 2024, abgerufen am 9. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Christliches „Beschneidungsfest“ am Neujahrstag - „Jesus ist beschnitten worden“. In: Deutschlandfunk. 1. Januar 2021, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Paul Celan zum 100. Geburtstag. „Den unbestatteten Toten einen Erinnerungsort geben“. In: Deutschlandfunk. 23. November 2020, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Jan-Heiner Tück: Die Anstößigkeit des Kreuzes – dazu der katholische Theologe Jan-Heiner Tück. In: Deutschlandfunk. 17. März 2023, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ „Tück hat mit seiner Habilitationsschrift einen wichtigen Beitrag zur Thomasforschung geleistet […] Seine Untersuchung darf zu den selten gewordenen Arbeiten zählen, die wissenschaftliche Analysen in einer Sprache präsentieren, die nicht nur gut zu lesen, sondern auch schön ist, weil sie begriffliche Klarheit mit geschliffener Formulierung verbindet.“ Quelle: Karl-Heinz Menke, in: Theologische Revue, Nr. 105 (2009), Sp. 470–473.
- ↑ „An dieser Arbeit wird man für lange Zeit nicht vorbeigehen können, wenn man sich mit den Grundaussagen der Eucharistietheologie befasst. Sie ist bewundernswert gut gelungen.“ Quelle: Werner Löser, in: Theologie und Philosophie, Nr. 131 (2009), S. 613–614.
- ↑ „Die Habilitationsschrift Gabe der Gegenwart von Jan-Heiner Tück gehört in meinen Augen zu den interessantesten Veröffentlichungen der systematischen Theologie in der letzten Zeit.“ Erich Garhammer, in: Lebendige Seelsorge, (6/2010) S. 68–69.
- ↑ Hubert Wolf: Jan-Heiner Tück: Erinnerung an die Zukunft: Der Geschmack des Zweiten Vatikanums. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 3. Oktober 2012, abgerufen am 13. November 2025.
- ↑ “Jan-Heiner Tück’s A Gift of Presence offers a lucid and at the same time beautiful re-lecture of Thomas von Aquinas’s theology of the Eucharist. What makes the book in a welcome way unique is Tück’s insightful interpretation of Thomas’s Eucharistic theology through the lens of his Eucharistic hymns and prayers. By way of this fresh interpretive route, Tück leads the reader right to the heart of Aquinas’s Eucharistic vision and from there into a compelling contemporary recovery of an authentic Eucharistic existence. In dialogue with contemporary theology, philosophy, and literature, and with a commendable ecumenical sensitivity, Tück achieves in this insightful work a remarkable fusion of theology, spirituality, poetry, and existential relevance. A Gift of Presence is an enticing invitation to rediscover the dazzling beauty, the unfathomable depth, and the existential relevance of Thomas’s Eucharistic theology.” Reinhard Hütter, Ordinary Professor of Fundamental and Dogmatic Theology, The Catholic University of America.
- ↑ “Tück’s achievement in this wide-ranging and insightful book is remarkable. He describes Aquina’s theology accurately and with sensitivity, playing up its strengths—not least, the underscoring of Christ’s irreducible Eucharistic presence, a presence that is “for us”—while taking into consideration various criticisms coming from different quarters, including from scholars of liturgy. Tück is as adept in the Eucharistic poetry of Aquinas as he is in the systematic writings. Indeed, the second part of this book provides what is tantamount to the finest analysis of all of Aquinas’s Eucharistic hymns—as theology and as poetry—now available. The third and final part of the book is especially stimulating, as Tück offers a modern reformulation of Eucharistic change and presence (arguably more accessible to modern Christians) that strives to be faithful to Aquinas’s core convictions about the Eucharist and its centrality for Christians and practice. […] The book, I think, is a must-read for anyone interested in Eucharistic theology and practice, past and present.” Joseph Wawrykow, University of Notre Dame.
- ↑ Cornelius Hell: Paul Celan – theologisch. Jan-Heiner Tück für die Poetikdozentur. Nr.4/2020. Abgerufen am 14. November 2025.