Immendorf (Gemeinde Wullersdorf)
| Immendorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Immendorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Wullersdorf | |
| Koordinaten | 48° 38′ 42″ N, 16° 7′ 40″ O | |
| Höhe | 236 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 392 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 12,35 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03877 | |
| Katastralgemeindenummer | 09029 | |
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Immendorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde von Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 392 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geschichte
Beim Ort wurde eine Kreisgrabenanlage aus der mittleren Jungsteinzeit ergraben.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 133 Häusern genannt, das über eine Pfarre und eine Schule verfügte. Die Herrschaft Immendorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Guntersdorf ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Immendorf, Mailberg, Wullersdorf und Kadolz.[2] Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Immendorf ein Bäcker, ein Binder, ein Brennstoffhändler, ein Dachdecker, ein Fleischer, ein Friseur, ein Futtermittelhändler, ein Gastwirt, sechs Gemischtwarenhändler, eine Hebamme, ein Klavierbauer, eine Milchgenossenschaft, ein Sattler, ein Schlosser, zwei Schmiede, ein Schneider und eine Schneiderin, zwei Schuster, ein Tischler, ein Wagner und mehrere Landwirte ansässig. Weiters gab es zwei Genossenschaften mit einer Spiritusbrennerei.[3]
Um 1850 konstituierte sich Immendorf zur selbständigen Ortsgemeinde und mit Wirkung von 1. Jänner 1971 traten die damaligen Gemeinden Grund, Hetzmannsdorf und Immendorf der Gemeinde Wullersdorf bei,[4] die bereits aus Kalladorf, Roggendorf, Schalladorf und Oberstinkenbrunn bestand. Später stieß noch die Gemeinde Hart-Aschendorf hinzu.
Öffentliche Einrichtungen
In Immendorf befindet sich ein Kindergarten.[5]
Sehenswürdigkeiten
- Schloss Immendorf, von dem nur noch die Grundmauern, aber auch zahlreiche Nebengebäude erhalten sind
Persönlichkeiten
- Johann Ernst II. von Hätzenberg († 1717), Land-Untermarschall, war Besitzer der Herrschaft
- Georg Wilfinger (* 1949), Benediktiner und Abt des Stiftes Melk
Literatur
- Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 287 (Ausgabe 1769; Immendorf in der Google-Buchsuche).
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Herzogbirbaum bis Kammersdorf. Mechitaristen, Wien 1834, S. 69 (Immendorf – Internet Archive).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 134.
Weblinks
- Immendorf in der Datenbank Gedächtnis des Landes zur Geschichte des Landes Niederösterreich (Museum Niederösterreich)
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 332 (Immendorf in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 299
- ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 35. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Kindergärten in NÖ. NÖ Landesregierung, abgerufen am 9. Juni 2021.