Hetzmannsdorf (Gemeinde Wullersdorf)

Hetzmannsdorf (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Hetzmannsdorf
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Wullersdorf
Koordinaten 48° 36′ 37″ N, 16° 5′ 49″ Of1
Höhe 227 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 138 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 2,3 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03876
Katastralgemeindenummer 09027
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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138

BW

Hetzmannsdorf (früher auch Hötzmannsdorf) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 138 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].

Geografie

Das Dorf wird von der Landesstraße L39 erschlossen, von der die L1070 nach Osten abzweigt. Der Gmoosbach teilt den Ort in zwei Hälften. Die Ortschaft umfasst 61 Adressen.[2]

Geschichte

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 33 Häusern genannt, das nach Wullersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Stein besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Guntersdorf ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Stein, Guntersdorf und Wullersdorf.[3] Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Hetzmannsdorf zwei Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, ein Schmied, ein Schuster, ein Zimmermeister und einige Landwirte ansässig. Weitres gab es nahe beim Ort ein Lagerhaus der Landw. Lagerhaus-Gen. Hetzmannsdorf-Wullersdorf, ein Sägewerk und eine Branntweinbrennerei.[4]

Um 1850 konstituierte sich Hetzmannsdorf als selbständige Ortsgemeinde; mit Wirkung von 1. Jänner 1971 traten die damaligen Gemeinden Grund, Hetzmannsdorf und Immendorf der Gemeinde Wullersdorf bei,[5] die bereits aus Kalladorf, Roggendorf, Schalladorf und Oberstinkenbrunn bestand. Später stieß noch die Gemeinde Hart-Aschendorf hinzu.

Persönlichkeiten

  • Johann Eichinger (1886–1967), Landwirt, Politiker und Abgeordneter zum Nationalrat

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 263 (Ausgabe 1769; Hetzmannsdorf in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Herzogbirbaum bis Kammersdorf. Mechitaristen, Wien 1834, S. 32 (HötzmannsdorfInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 134.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 310 (Hötzmannsdorf in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 285
  5. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 35. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 10. Oktober 2025.