Hart (Gemeinde Wullersdorf)

Hart (Dorf)
Ortschaft
Katastralgemeinde Hart
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Hollabrunn (HL), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Hollabrunn
Pol. Gemeinde Wullersdorf
Koordinaten 48° 36′ 20″ N, 16° 9′ 24″ Of1
Höhe 254 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 70 (1. Jän. 2025)
Fläche d. KG 3,16 km² (31. Dez. 2023)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 03778
Katastralgemeindenummer 09025
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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70

BW

Hart (früher auch Hard) ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Wullersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 70 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].

Geografie

Das Dorf, das im Westen unmittelbar an Aschendorf angrenzt, wird von der Landesstraße L1066 erschlossen, an der die Häuser beidseitig aneinander gereiht stehen. Der zum Gmoosbach abfließende Harter Bach entwässert den Ort. Die Ortschaft umfasst 58 Adressen.[2]

Geschichte

Die mit 9, 18 oder 27 Joch bestifteten Landbauern ernteten auf ihren Gründen Weizen, Korn und Hafer, beschrieb Schweickhardt im 19. Jahrhundert die Ortsbewohner, allerdings waren deren Böden nur von mäßiger Güte. Erwähnenswert ist noch der Weinbau, unbedeutend hingegen der Obstbau und die Viehzucht.

Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 43 Häusern genannt, das nach Maria Roggendorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Immendorf besaß die Ortsobrigkeit und besorgte die Konskription. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Kreutzenstein ausgeübt und die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Immendorf, Guntersdorf, Weyerburg und Oberstockstall.[3]

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Hart zwei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändler, ein Landesproduktehändler und ein Schuster ansässig.[4]

Um 1850 konstituierte sich Hart als selbständige Ortsgemeinde, die mit Wirkung von 1. Jänner 1970 zusammen mit Aschendorf die Gemeinde Hart-Aschendorf bildete.[5] Am 1. Jänner 1972 vereinigte sich diese mit der Gemeinde Wullersdorf.

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 240 (Ausgabe 1769; Hart in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 2. Band: Fatzihof bis Herrnlois. Mechitaristen, Wien 1834, S. 245 (HardInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 134.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Erster Band: A–L. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 266 (Hard in der Google-Buchsuche).
  4. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 279
  5. Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 26. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3  MB; Inhalt PDF); abgerufen am 10. Oktober 2025.