Höhfröschen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Koordinaten: | 49° 15′ N, 7° 34′ O | |
| Bundesland: | Rheinland-Pfalz | |
| Landkreis: | Südwestpfalz | |
| Verbandsgemeinde: | Thaleischweiler-Wallhalben | |
| Höhe: | 344 m ü. NHN | |
| Fläche: | 4,17 km² | |
| Einwohner: | 864 (31. Dez. 2024)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 207 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 66989 | |
| Vorwahl: | 06334 | |
| Kfz-Kennzeichen: | PS, ZW | |
| Gemeindeschlüssel: | 07 3 40 024 | |
| Adresse der Verbandsverwaltung: | Hauptstraße 52 66987 Thaleischweiler-Fröschen | |
| Website: | www.vgtw.de | |
| Ortsbürgermeister: | Gerhard Hoffmann (BfH) | |
| Lage der Ortsgemeinde Höhfröschen im Landkreis Südwestpfalz | ||
Höhfröschen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben an. Seit 1959 ist sie eine selbständige Gemeinde.
Geographie
Höhfröschen liegt im zum Zweibrücker Hügelland gehörenden Pirmasenser Hügelland. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Thaleischweiler-Fröschen, Petersberg, Höheischweiler und Rieschweiler-Mühlbach. Durch den Westen der Gemeindegemarkung fließt der Mohrbach. Am nordöstlichen Rand der Bebauung entspringt der Höhfröschener Bach.
Geschichte
Frühe Neuzeit
Der Ort entstand um 1685 als Ausbausiedlung von Thalfröschen an Stelle der Wüstung Schonenbach (Schönbach). Er wurde zunächst „Oberfröschen“, „Neufröschen“ oder „Bergfröschen“ genannt. Später kam die Benennung „Höhfröschen“ auf. Das Dorf gehörte zum Amt Lemberg der Grafschaft Hanau-Lichtenberg und dort zur Amtsschultheißerei Fröschen.[2]
1736 starb mit Graf Johann Reinhard III. der letzte männliche Vertreter des Hauses Hanau. Durch die Ehe seiner einzigen Tochter, Charlotte (* 1700; † 1726), mit dem Erbprinzen Ludwig (VIII.) (* 1691; † 1768) von Hessen-Darmstadt fiel die Grafschaft Hanau-Lichtenberg nach dort.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts
Im Zuge der Französischen Revolution fiel dann der linksrheinische Teil der Grafschaft Hanau-Lichtenberg – und damit auch das Amt Lemberg und Höhfröschen – 1794 an Frankreich. Nach dem Ende der napoleonischen Herrschaft kam Höhfröschen zum bayerischen Rheinkreis, der späteren Pfalz (Bayern).[3] Thalfröschen, Höhfröschen und Biebermühle bildeten die Gemeinde Fröschen. 1928 hatte Höhfröschen 724 Einwohner, die in 105 Wohngebäuden lebten.[4] 1959 wurde die Gemeinde Fröschen aufgelöst.
Im Zuge der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform wurde die Gemeinde 1972 der neugeschaffenen Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen zugeordnet. Seit 2014 gehört sie zur Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben.
Bevölkerung
Einwohnerentwicklung
Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Höhfröschen (die Werte von 1939 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen):[5]
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Religion
Die Katholiken gehören zum Dekanat Pirmasens im Bistum Speyer, die Evangelischen zur Protestantischen Landeskirche Pfalz.
Die protestantische Kirche steht an der Hauptstraße am Ortsausgang Richtung Pirmasens. Der Grundstein des Gebäudes wurde 1957 gelegt; 1958 wurde es als Pauluskirche eingeweiht.[6] Im selben Jahr wurde das Geläut angeschafft; 1959 folgte mit der endgültigen Fertigstellung die Anschaffung einer Orgel.[7] Eine eigene katholische Kirche gibt es in Höhfröschen nicht.
Politik
Bei Bundestagswahlen gehört Höhfröschen zum Wahlkreis Pirmasens. Bei Landtagswahlen war die Gemeinde von 1991 bis 2016 Bestandteil des Wahlkreises Pirmasens-Land. Aufgrund des Bevölkerungsrückgangs der Region wurde er aufgelöst, sodass Höhfröschen ab 2021 zum Wahlkreis Zweibrücken gehört.
Gemeinderat
Der Gemeinderat in Höhfröschen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.
Die Sitzverteilung im Gemeinderat:
| Wahl | SPD | CDU | FWG | BfH (WGH) |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | – | 4 | 3 | 5 | 12 Sitze[8] |
| 2019 | – | 4 | 3 | 5 | 12 Sitze[9] |
| 2014 | 2 | 5 | 3 | 2 | 12 Sitze |
| 2009 | 3 | 5 | 4 | – | 12 Sitze |
| 2004 | 4 | 8 | – | – | 12 Sitze |
- FWG = Freie Wählergemeinschaft Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen e. V., Ortsverband Höhfröschen
- BfH = Bürger für Höhfröschen e. V., entstanden aus der ehemaligen WGH = Wählergruppe Hoffmann (2014)
Bürgermeister
Gerhard Hoffmann (BfH) wurde am 1. Juli 2019 Ortsbürgermeister von Höhfröschen.[10] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 war er mit einem Stimmenanteil von 53,88 % gewählt worden.[11] Bei der Direktwahl am 9. Juni 2024 wurde er als einziger Bewerber mit 71,9 % für weitere fünf Jahre wiedergewählt.[12]
Hoffmanns Vorgänger waren Jörg Schneider (CDU, 2014–2019), Peter Sammel (FWG, 2009–2014) und Manfred Hunsicker (CDU, bis 2009).[13]
Wappen
| Blasonierung: „In Gold auf grünem Dreiberg, erhöht ein grüner Frosch, überhöht in drei roten Sparren.“ | |
| Wappenbegründung: Die Sparren entstammen dem Wappen der Grafschaft Hanau. Der Frosch verweist redend auf den Ortsnamen. Der Dreiberg symbolisiert die Höhenlage des Ortes.
Das Wappen wurde 1971 von der Bezirksregierung Rheinhessen-Pfalz verliehen. |
Kulturdenkmäler
Höhfröschen hat vier Objekte, die unter Denkmalschutz stehen: einen Glockenturm aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, eine Villa der 1920er-Jahre und das Kriegerdenkmal zum Gedenken an die Gefallenen des Ersten Weltkriegs sowie nordwestlich der Gemeinde die Schonenbacher Tränke, angeblich eine Viehtränke des wüstgefallenen Dorfes Schonenbach.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Durch Höhfröschen führt die Landesstraße 474, die nach Thaleischweiler-Fröschen und nach Pirmasens führt. Über sie besteht ein direkter Anschluss an die A 62, die unmittelbar südöstlich der Bebauung verläuft. Die Kreisstraße 15 stellt eine Verbindung nach Rieschweiler-Mühlbach her und die Kreisstraße 17 eine solche nach Höheischweiler.
Tourismus
Mitten durch Höhfröschen führen der Pirminius-Radweg und der mit einem rot-weißen Balken gekennzeichnete Höcherbergweg. Im Westen der Gemarkung steht die vom Pfälzerwald-Verein betriebene Stockwieser Hütte.
Persönlichkeiten
Söhne und Töchter der Gemeinde
- Lisa Schwab (* 1989), Fußballspielerin
Personen, die mit Höhfröschen verbunden sind
- Bernd Kriebel (* 1964), Politiker (Tierschutzpartei), wohnt in Höhfröschen.
Literatur
- Beamtenverzeichniß und Statistik des Königlich Bayerischen Regierungsbezirkes der Pfalz. Speyer 1870 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
- Fritz Eyer: Das Territorium der Herren von Lichtenberg 1202–1480. Untersuchungen über den Besitz, die Herrschaft und die Hausmachtpolitik eines oberrheinischen Herrengeschlechts. In: Schriften der Erwin-von-Steinbach-Stiftung. 2. Auflage. Band 10. Pfaehler, Bad Neustadt an der Saale 1985, ISBN 3-922923-31-3 (268 Seiten, Im Text unverändert, um eine Einführung erweiterter Nachdruck der Ausgabe Strassburg, Rhenus-Verlag, 1938).
- Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteils. Hrsg.: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt. Darmstadt 1962 (Signatur: N 282/6).
- Alfred Matt: Bailliages, prévôté et fiefs ayant fait partie de la Seigneurie de Lichtenberg, du Comté de Hanau-Lichtenberg, du Landgraviat de Hesse-Darmstadt. In: Société d’Histoire et d’Archaeologie de Saverne et Environs (Hrsg.): Cinquième centenaire de la création du Comté de Hanau-Lichtenberg 1480–1980 = Pays d’Alsace 111/112 (2, 3 / 1980). 1980, S. 7–9.
Weblinks
- Die Ortsgemeinde Höhfröschen auf den Seiten der Verbandsgemeinde Thaleischweiler-Wallhalben
- Turmaufnahme mit Vollgeläut der protestantischen Pauluskirche in Höhfröschen (Video mit Ton)
- Literatur über Höhfröschen in der Rheinland-Pfälzischen Landesbibliographie
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Bevölkerungsstand von Land, Landkreisen, Gemeinden und Verbandsgemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2022) (Hilfe dazu).
- ↑ Knöpp, S. 9; Matt, S. 9.
- ↑ Beamtenverzeichniß.
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 28. Januar 2020.
- ↑ Website der Kirchengemeinde Thaleischweiler. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
- ↑ [https:// heimatlexikon-thaleischweiler-froeschen.de/index.php/gemeinde/kirchen/585-4-c-pfarrer-reihe-der-ev-pfarrei-thaleischweiler.html Heimatlexikon Thaleischweiler-Fröschen]. Abgerufen am 28. Dezember 2025.
- ↑ Höhfröschen, Gemeinderatswahl 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Höhfröschen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 2. März 2025.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
- ↑ Philipp Jung: Hoffmann nun offiziell im Amt. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 4. Juli 2019, abgerufen am 28. März 2020.
- ↑ Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Thaleischweiler-Fröschen-Wallhalben, Verbandsgemeinde, vierte Ergebniszeile. Abgerufen am 28. März 2020.
- ↑ Höhfröschen, Ortsbürgermeisterwahl (Gemeinde) 09.06.2024. In: Kommunalwahlergebnisse Höhfröschen. Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz, abgerufen am 2. März 2025.
- ↑ Atmosphärische Störungen trüben den Start. In: Die Rheinpfalz. Rheinpfalz Verlag und Druckerei GmbH & Co. KG, Ludwigshafen, 2. August 2014, abgerufen am 28. März 2020.