Fröschen
Fröschen war eine Gemeinde in Rheinland-Pfalz, die bis 1959 existierte und aus dem Gebiet der Ortsgemeinde Höhfröschen und dem Ortsteil Thalfröschen der Ortsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen bestand.
Geschichte
Die Gemeinde Fröschen, die 1295 als „Froßauwe“ erstmalig erwähnt wurde, existierte ab dem Mittelalter und war als Teil der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und deren Amt Lemberg Sitz der Amtsschultheißerei Fröschen.[1] Ab dem späten 17. Jahrhundert entstand weiter südwestlich eine weitere Siedlung im Gemeindegebiet, die anfangs „Oberfröschen“, „Neufröschen“ oder „Bergfröschen“ genannt wurde und später den Namen „Höhfröschen“ erhielt.[2] Die ältere Siedlung im Tal wurde daraufhin zur Unterscheidung wahlweise Unter-, Alt- oder „Thalfröschen“ genannt.
Von 1798 bis 1814, als die Pfalz ein Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend ein Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war die Gemeinde in den Kanton Pirmasens eingegliedert und unterstand der Mairie Thaleischweiler. 1815 wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte Fröschen in das Königreich Bayern. Ab 1818 war die Gemeinde, die seinerzeit wahlweise „Fröschen“ oder „Höhefröschen und Thalfröschen“ genannt wurde, Bestandteil des Landkommissariats Pirmasens, das 1862 in ein Bezirksamt umgewandelt wurde.[3]
1925 hatte die Gemeinde 1295 Einwohner, die in 180 Wohngebäuden lebten.[4] 1959 wurde die Gemeinde aufgelöst und die beiden Ortsteile wurden selbständige Gemeinden.
Einzelnachweise
- ↑ Geschichte 1 c) Innere Geschichte des Ortes. In: heimatlexikon-thaleischweiler-froeschen.de. 23. November 2025, abgerufen am 23. November 2025.
- ↑ Friedrich Knöpp: Territorialbestand der Grafschaft Hanau-Lichtenberg hessen-darmstädtischen Anteil. Hrsg.: Hessisches Staatsarchiv Darmstadt. Darmstadt 1962, S. 9 (Signatur: N 282/6).
- ↑ Michael Frey: Versuch einer geographisch-historisch-statistischen Beschreibung des kön. bayer. Rheinkreises, Vierter Theil, Anhang, Speier: Neidhard, 1837, S. 49 (Google Books)
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 777 (Digitalisat).