Gefecht bei El Bodon
| Gefecht bei El Bodon | |||||||||||||||||
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| Teil von: Napoleonische Kriege auf der Iberischen Halbinsel | |||||||||||||||||
Stellung der Truppen am Beginn des Gefechts | |||||||||||||||||
| Datum | 25. September 1811 | ||||||||||||||||
| Ort | El Bodón 40° 29′ 0″ N, 6° 34′ 0″ W | ||||||||||||||||
| Ausgang | französischer Sieg | ||||||||||||||||
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| Battle Honour für das 1. Husaren-Regiment KGL | |||||||||||||||||
Bailén – Roliça – Vimeiro – Saragossa (1808) – Burgos (Gamonal) – Medina de Rio Seco – Espinosa – Tudela – Somosierra – Molins de Rei –
Saragossa (1809) – La Coruña – Torres Vedras – Valls – Braga – Medellín – Oporto – María – Talavera – Ocaña – Gerona –
Ciudad Rodrigo (1810) – Buçaco –
Gévora – Barrosa – Badajoz (1811) – Fuentes de Oñoro – La Albuera – Tarragona (1811) – El Bodon – Sagunt (Murviedro) – Arroyo de Molinos
Ciudad Rodrigo (1812) – Badajoz (1812) – Majadahonda – Salamanca – García Hernández – Venta del Pozo –
Pamplona (1813) – Vitoria – Sorauren – San Sebastián – Bidassoa – Pyrenäen
Das Gefecht bei El Bodon am 25. September 1811 war der Versuch Lord Wellingtons, einen Versorgungskonvoi für die belagerte Festung Ciudad Rodrigo zu verlangsamen.
Epilog
Der französische Marschall Marmont hatte einen massiven Vorstoß gegen die Belagerungstruppen geplant. Der Konvoi umfasste 54.000 Mann Infanterie, dazu 6.000 Mann Kavallerie und 100 Kanonen. Wellingtons Armee war dagegen noch um Ciudad Rodrigo verteilt. Er konnte nur versuchen, schnell Truppen zu sammeln, um den Anmarsch der Franzosen zu verlangsamen.
Battle
Im folgenden Gefecht bei El Bodon standen dann im Zentrum die 3. Division (Sir Thomas Picton) mit britischer Infanterie, fünf Schwadronen Kavallerie (Brigade Alten, ca. 340 Mann), die drei Schwadronen des 1. Husaren-Regiments KGL und die Schwadronen der Rittmeister Poeten und Bergmann. Ferner standen zwei Batterien portugiesische Artillerie (Major Viktor von Arentsschildt) zur Verfügung. Dahinter in zweiter Linie befand sich beim Dorf Fuenteguinaldo das britische 11. Dragoner-Regiment (General Cole). Der rechte Flügel unter Oberst Crawford stand hinter dem Fluss Agueda, gebildet aus der leichten Division, etwas Kavallerie und 6 Kanonen. In vorgeschobener Position im Dorf Pastores sicherte eine Einheit des 60. Infanterie-Regiments unter Oberstleutnant Williams.
Der linke Flügel wurde von General Graham kommandiert. Die Kavallerie-Brigade Anson stand am unteren Azava, die 6. Division in Espeja und die 1. Division in Nava d'Aver. Sir Stappleton Cotton stand mit zwei Kavallerie-Brigaden an der oberen Azava, die Infanterie-Brigade von General Pack in Campillo. Im Umland bewachte die 5. Division den Pass bei Perales und die 7. Division stand in Reserve in Armadillas. Die Spanier unter Don Carlos d'Espagna beobachteten die untere Agueda mit Kavallerie, verstärkt durch Infanterie unter Don Julian Sanchez. Die Truppe war fächerartig verteilt. Das Zentrum stand auf einer kleinen Anhöhe, welche die Zugangstraße überblickte.
Gefecht
Das Gefecht begann am frühen Morgen. Nach einem kurzen Gefecht mit dem linken Flügel schickte Marmont den General Montbrun mit 30 Schwadronen (ca. 3000 Mann), gefolgt von 14 Bataillonen und 12 Kanonen der kleinen Truppe entgegen. Dann befahlt der Kommandeur des 1. Husaren-Regiments Oberst Arentsschildt den Angriff. Die Spitze der Kavallerie wurde zersprengt, die Schwadron des Rittmeisters von Gruben kam nun ebenfalls aus der Deckung und konnte den rechten Flügel der Franzosen zurückwerfen. Das britische 77. Infanterie-Regiment bildete eine Linie und feuerte auf die Franzosen. Auf der linken Flanke gelang es den Franzosen aber trotz des Feuerns der Artillerie, die Kanonen zu erreichen und zu erobern, wobei die Mannschaften getötet wurden. Das 2. Bataillon des 5. britischen Infanterie-Regiments unter Major Ridge ging nun in Linie gegen die Kavallerie der Franzosen vor und konnte nur mit dem Bajonett diese tatsächlich wieder vertreiben (Es war das erste Mal, dass so etwas gelang) und die Kanonen zurückerobern. Oberst Arentsschildt sammelte seine Reiter und ließ erneut angreifen. Das 5. und 77. Infanterie-Regiment bildeten ein Karree und konnten so die französischen Husaren zurückhalten. Die französische Infanterie beschoss sie aber bis die Truppe die britischen Stellungen bei Guinaldo erreichte. Insgesamt wurden 40 Angriffe geritten, bis Wellington das Gefecht gegen 15:00 Uhr abbrach, da nun auch die französische Infanterie in der Masse vorging.
In Erinnerung an das Gefecht wurden dem 1. Husaren-Regiment KGL die Battle Honour El Bodon verliehen. Später wurde noch ein Denkmal für das Gefecht errichtet, wo sich nun auch eine Informationstafel befindet.
Literatur
- Linsingen-Gestorff: Aus Hannovers militärischer Vergangenheit. S. 272f.
- Dehnel: Erinnerungen deutscher Officiere in britischen Diensten aus den Kriegsjahren 1805 bis 1816. S. 110f.
- North Ludlow Beamish: Geschichte der koeniglich deutschen Legion. Band 2, S. 13f.
- Leben und Feldzüge des Herzogs von Wellington. Band 4, S. 308f.
- Burnham, Robert; McGuigan, Ron: The British Army against Napoleon. Barnsley, South Yorkshire: Frontline Books, 2010. ISBN 978-1-84832-562-3.
Weblinks
- Denkmal bei El Bodon auf YouTube (englisch; ca. 2min).
- Battle of El Bodón 1811, with Redcoat History, The Peninsular War auf YouTube (englisch; 2:42).