Frank Taira

Frank Morihiko Taira (* 21. September 1913 in San Francisco, Kalifornien; † 4. Juli 2010 in New York) war ein US-amerikanischer Maler japanischer Herkunft, der zur zweiten Einwanderergeneration (Nisei) gehörte.[1]

Leben

Frank Taira wurde als Sohn japanischer Immigranten in San Francisco geboren. Mit fünfzehn Jahren zog seine Familie nach Japan, während er in den Vereinigten Staaten blieb. Er absolvierte die Highschool und arbeitete zugleich als Diener, um eine künstlerische Ausbildung finanzieren zu können. Durch den Gewinn eines Wettbewerbs einer japanisch-amerikanischen Zeitung, bei dem er eine Cartoon-Zeichnung einreichte, erhielt er ein Stipendium für die California School of Fine Arts in San Francisco. Er erhielt dort ein weiteres Stipendium, das seine gesamte weitere Ausbildung finanzierte. Von 1935 bis 1938 studierte er bei Victor Arnautoff, Otis Oldfield und dem Schulleiter Lee Randolph. Parallel dazu belegte er Unterricht in Gesang und klassischer Gitarre am San Francisco Conservatory of Music. 1939 nahm er an einer jurierten Ausstellung des San Francisco Museum of Art sowie an einer Präsentation in der Oakland Municipal Gallery teil. 1940 gewann er den ersten Preis der Studentenausstellung seiner Kunstschule. Nach dem Eintritt der Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg wurde er aufgrund der Executive Order 9066 zunächst im temporären Lager Tanforan in San Bruno, Kalifornien, und anschließend im Internierungslager Topaz in Utah festgehalten. Dort unterrichtete er gemeinsam mit Chiura Obata, George Matsusaburo Hibi und Miné Okubo an der von Obata gegründeten Topaz Art School.[2] 1943 nahm er an einer Ausstellung japanisch-amerikanischer Künstler in Cambridge, Massachusetts, teil, bei der sein Porträt Bunny ausgezeichnet wurde.[3]

Nach seiner Entlassung aus Topaz zog Frank Taira nach New York City. 1945 setzte er sein Studium an der Columbia University, der Art Students League und der New School for Social Research fort. Beruflich arbeitete er unter anderem als Porzellanmaler für die Charles China Decorating Company und stellte daneben Schmuck her. Gleichzeitig widmete er sich weiterhin der Malerei und der Arbeit mit Bronze. In der Nachkriegszeit war Taira mit zahlreichen Einzelausstellungen vertreten, darunter in der Hudson Guild Gallery (1967 und 2005) und der Caravan House Gallery (1980) in New York, in der Garzoli Gallery (1992) in San Rafael, Kalifornien, in der ArtsForum Gallery (1999), ebenfalls in New York, sowie in der Sullivan Goss Gallery (2011) in Santa Barbara, Kalifornien.[3] Zudem wurden seine Werke in Gruppenausstellungen in den Vereinigten Staaten und Italien gezeigt. Er war Mitglied der Artists Equity Association of New York und der Painters and Sculptors Society of New Jersey.[3] Taira starb am 4. Juli 2010 in New York City.[1]

Literatur

  • Chang, Gordon H., Mark Dean Johnson und Paul J. Karlstrom, (Herausgeber): Asian American Art: A History, 1850–1970. Stanford, Kalifornien: Stanford University Press, 2008.
  • 40 Years of Taira Paintings on Display in San Rafael, in: Nichi Bei Times, 21. Juli 1992.
  • Falk, Peter Hastings (Herausgeber): Who Was Who in American Art: 1564–1975, Sound View Press, 1999.

Einzelnachweise

  1. a b Frank Taira | Densho Encyclopedia. Archiviert vom Original am 12. August 2025; abgerufen am 27. November 2025 (englisch).
  2. Topaz Museum | Chiura Obata and Topaz Camp's Topaz Art School. In: Topaz Museum. Abgerufen am 27. November 2025 (amerikanisches Englisch).
  3. a b c FRANK TAIRA (1913-2010) - Artists - Sullivan Goss Art Gallery. Abgerufen am 27. November 2025 (englisch).