Bloskülb
| Bloskülb | ||
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| Baum – fälschlich als „Brandbuche“ gekennzeichnet – auf dem Bloskülb im Dezember 2020 | ||
| Höhe | 570,1 m ü. NHN | |
| Lage | Landkreis Bad Dürkheim, Rheinland-Pfalz | |
| Gebirge | Pfälzerwald | |
| Dominanz | 2,1 km → Schindhübel (571 m)[1] | |
| Koordinaten | 49° 20′ 0″ N, 7° 54′ 0″ O | |
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| Typ | Rückenberg | |
| Gestein | Buntsandstein | |
| Besonderheiten | * Naturdenkmal Kurfürstenstuhl * Naturdenkmal Bloskülbrundsicht * Naturdenkmal Stammingerbrunnen * abgegangenes Naturdenkmal Brandbuche | |
Der Bloskülb ist ein 570,1 m ü. NHN[2] hoher Berg im mittleren Pfälzerwald. Er befindet sich vollständig auf der Gemarkung der Gemeinde Elmstein.
Geographie
Lage
Der Berg liegt im Südwesten der Ortsgemeinde Elmstein nordwestlich des Ortsteils Iggelbach, dessen Bebauung an seinem Südostfuß beginnt und sich am unmittelbar anschließenden Bergsattel fortsetzt.[3] An seinem Nordostfuß entspringt der Haselbach und an seinem Südfuß der Iggelbach. Umliegende Berge sind der Möllberg im Nordosten, das Kurze Eck im Osten und der Bragberg im Süden.
Naturräumliche Zuordnung
- Großregion 1. Ordnung: Schichtstufenland beiderseits des Oberrheingrabens
- Großregion 2. Ordnung: Pfälzisch-saarländisches Schichtstufenland
- Großregion 3. Ordnung: Pfälzerwald
- Region 4. Ordnung (Haupteinheit): Mittlerer Pfälzerwald
- Region 5. Ordnung: Frankenweide
Natur
Mehrere Objekte auf dem Berg sind als Naturdenkmale eingestuft. Darunter befindet sich die sogenannte Bloskülbrundsicht in Gipfelnähe, ein ursprünglich freies Plateau. Durch den Baumwuchs der vergangenen Jahrzehnte ist diese Rundsicht inzwischen jedoch nicht mehr gegeben.[4]
Der Stammingerbrunnen – alternativ „Stamminger Brunnen“ geschrieben – ist die gefasste Quelle des Haselbachs und wurde nach Johann Stamminger (1869–1923) benannt, der von 1911 bis 1916 das Forstamt Elmstein-Süd leitete.[5][6]
Am Nordhang befindet sich die Felsformation Kurfürstenstuhl.
Ein weiteres Naturdenkmal war die Brandbuche am Westhang.[7] Sie wurde 1994 gefällt und ihr „Namensschild“ auf einen anderen Baum in der unmittelbaren Nähe umgehängt.[8]
Geschichte
Bereits zu Zeiten der Kurpfalz war der Bloskülb Namensgeber eines Reviers, das zusätzlich einige benachbarte Berge umfasste. Ab 1822 gehörte der Berg zum neu gegründeten Forstamt Elmstein; das gleichnamige Revier existierte weiterhin. Seit 1838 befindet sich auf dem Berg ein Bayerischer Niveaustein.[4] Ab 1885 unterstand er dem neu gebildeten Forstamt Elmstein-Süd.[9] Ab 1996 wurde er vom wieder gebildeten Forstamt Elmstein verwaltet; seit 1. Januar 2004 untersteht er als Teil des Staatsforstes Johanniskreuz dem Forstamt Johanniskreuz und ist dort Teil des Forstreviers Elmstein.[10][11][12]
Verkehr und Wanderwege
Entlang des Bloskülb-Südhangs verläuft die Kreisstraße 17, die von der Bundesstraße 48 über Iggelbach in das Helmbachtal führt.
Entlang des Nord- und Westhangs verlaufen die dritte Etappe des Prädikatsfernwanderwegs Pfälzer Hüttensteig und ein mit einem gelb-roten Balken gekennzeichneter Weg, der von der Burg Lichtenberg nach Wachenheim führt.[13] Unweit des Standortes der einstigen Brandbuche befindet sich eine Schutzhütte.[8] Zudem führt der Rundwanderweg 16 über den Berg.[14]
Rezeption
Neben dem erwähnten Revier war der Berg Namensgeber für das abgegangene Jagdhaus Bloskülb, das jedoch auf dem benachbarten Bragberg stand.[10][15]
Einzelnachweise
- ↑ Bloskülb 570 m. In: deine-berge.de. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Kartendienst des Landschaftsinformationssystems der Naturschutzverwaltung Rheinland-Pfalz (LANIS-Karte) (Hinweise)
- ↑ Ortsteile. Abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ a b ND-7332-235 Himmelsbuche. In: pwv-elmstein.de.tl. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Wolfgang Ross: Viel Steine gab's und wenig Brot. Anmerkungen zur Siedlungsgeschichte Elmsteins. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 15.
- ↑ Stamminger Brunnen. In: pfalz.de. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Verordnung zur Sicherung von Naturdenkmalen im Landkreis Bad Dürkheim vom 25. Oktober 1971, hier Nr. 48
- ↑ a b Schutzhütte an der Stelle Brandbuche. In: pwv-elmstein.de.tl. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Werner Moser: Der Elmsteiner Wald und seine Verwaltung. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 120.
- ↑ a b Werner Moser: Der Elmsteiner Wald und seine Verwaltung. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 121.
- ↑ Herzlich Willkommen auf der Internetseite des Forstamtes Johanniskreuz! In: wald.rlp.de. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Übersichtskarte Johaninskreuz Reviere. In: wald.rlp.de. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Rundwanderweg 16 - Elmstein - Bloskülb - Iggelbach - Schafhof - Elmstein. In: tourenplaner-rheinland-pfalz.de. 15. November 2025, abgerufen am 15. November 2025.
- ↑ Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 82.