Jagdhaus Speckhenrich

Jagdhaus Speckhenrich

Daten
Ort Elmstein
Baujahr 16. Jahrhundert
Abriss 1833
Koordinaten 49° 20′ 1,9″ N, 7° 53′ 13,9″ O

Das Jagdhaus Speckhenrich – alternativ Jagdhaus am Speckhenrichweg oder Jagdhaus Bloskülb genannt – ist ein abgegangenes Bauwerk in Elmstein, das ursprünglich als Jagdhaus und später als Forsthaus diente.[1]

Lage

Das Haus stand am Nordwesthang des Bragberg rund zwei Kilometer westlich von Iggelbach. An seinem Standort führen die dritte Etappe des Prädikatsfernwanderwegs Pfälzer Hüttensteig sowie ein mit einem gelb-roten Balken gekennzeichneter Weg vorbei, der von Burg Lichtenberg nach Wachenheim verläuft.[2]

Geschichte

Das Bauwerk entstand im 16. Jahrhundert als Jagdhaus des Pfalzgrafen Johann Kasimir. Später diente es seinen Nachfolgern, darunter gegen Ende des Jahrhunderts seinem Neffen Kurfürst Friedrich IV. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde es als Forsthaus umgenutzt. Einer der letzten Förster war Philipp Guckenbiehl, der 1825 ins Haus einzog. Ein paar Jahre später wurde er versetzt, da seine Vorgesetzten mit seiner Arbeit unzufrieden waren. Während seiner Amtszeit entstand die „Sage vom Bordehut“, nachdem seine Dienstmagd behauptet hatte, in der Nähe von Napoleon erschrocken worden zu sein.[3] 1833 wurde das Gebäude abgebrochen. Das Forsthaus Iggelbach wurde sein funktioneller Nachfolger.[1]

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Standort mit dem Ritterstein 97 gekennzeichnet.[4]

Einzelnachweise

  1. a b Werner Moser: Der Elmsteiner Wald und seine Verwaltung. In: Elmstein (Hrsg.): Die Gemeinde Elmstein in alten Bildern. Geiger-Verlag, Horb am Neckar 2006, ISBN 3-86595-096-5, S. 121.
  2. Waymarked Trails: Wanderwege. In: hiking.waymarkedtrails.org. 7. November 2025, abgerufen am 8. November 2025.
  3. Felsenkönig Audiotour Infotafel 10. In: pfalz.de. 9. November 2025, abgerufen am 9. November 2025.
  4. Walter Eitelmann: Rittersteine im Pfälzerwald. Neustadt an der Weinstraße 2005, ISBN 3-00-003544-3, S. 82.