Bankiersvilla
Die Bankiersvilla ist kein architekturhistorisch einzuordnender Villentypus, sondern ein soziologisches Phänomen. Die Villa diente dem Wohnen, der Repräsentanz, geschäftlichen und gesellschaftlichen Aktivitäten. Sie stellt auch einen Nachhall auf den Architekten Andrea Palladio dar, der im 16. Jahrhundert im venezianischen Gebiet um die 50 Landsitze baute, etwa die Villa La Rotonda.[1] Hervorzuheben sind zwei Zeiträume des Villenbaus durch Bankiers, nämlich die Zeit um 1800, in der die Villenkultur in Deutschland eingeführt wurde, sowie eine zweite Blüte zwischen 1880 und 1914.[1]
Beispiele
- Stourhead House, Stourton, 1721
- Elsa-Brändström-Haus, vormals Weißes Haus, von Martin Haller für Moritz M. Warburg, Blankenese, 1889
- Villa Gogel (heute Sommerhoffpark), Frankfurt am Main, etwa 1803
- Untermainkai 15, Frankfurt am Main, 1820
- Bockenheimer Landstraße 10, Frankfurt am Main, 1832
- Villa Günthersburg, Frankfurt am Main, 1845
- Neues Palais an der grünen Burg, Frankfurt am Main, 1845
- Villa Andreae, Königstein, 1891
- Villa Riesser in Frankfurt am Main, 1893
- Villa Bonn, Frankfurt am Main, 1897
Einzelnachweise
- ↑ a b Historische Gesellschaft der Deutschen Bank (Hrsg.): Reichtum in Schönheit verwandeln – zur Soziologie von Bankiersvillen in Hamburg, Frankfurt und Berlin. 2016