Bahnstrecke Ribérac–Parcoul-Médillac
| Ribérac–Parcoul-Médillac | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bahnhof Bourg-du-Bost, um 1920. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckennummer (SNCF): | 619 000 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kursbuchstrecke (SNCF): | 10 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 30,5 km | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 1435 mm (Normalspur) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die Bahnstrecke Ribérac–Parcoul-Médillac war eine 30,5 km lange, normalspurige, eingleisige Eisenbahnstrecke in Südfrankreich. Sie ist das westliche Teilstück der ca. 60 km langen Strecke, die in Ribérac mit der Bahnstrecke Ribérac–La Cave ihre Fortsetzung findet. Sie wurde von der Chemin de fer de Paris à Orléans (PO) gebaut und betrieben, bevor sie 1938 verstaatlicht wurde und in der SNCF aufging.
Geschichte
Streckenbau
Am 17. Juni 1892 wurde eine Konzession für die PO ausgestellt, die per Gesetz vom 20. März 1893 Rechtskraft erlangte. Gleichzeitig wurde die Strecke auch für den Personenverkehr zugelassen. An der Bahnstrecke Paris–Bordeaux wurde der Abzweigbahnhof Parcoul als Ausgangspunkt für diese Strecke festgelegt.[1.1] „Was die Eisenbahnstrecken angeht, sind die Ingenieure der Ansicht, dass das Departement nach Fertigstellung der Eisenbahnstrecke von Ribérac nach Parcoul über eine angemessene Verkehrsanbindung verfügen wird“, hieß es im Jahr 1900 zusammenfassend in einem Bericht des Generalrats der Dordogne.[1.2]
Schon 1880 bis 1882 wurden Studien für die beste Trasse durchgeführt, Trassierungsarbeiten an der zu erwartenden Streckenführung begonnen und auch Vorarbeiten für den Bau des Bahnhofs Bourg-du-Bost durchgeführt. Nach der Konzessionserteilung wurden diese Studien 1897 bestätigt und am 13. September 1898 durch den Minister für öffentliche Arbeiten ein entsprechender Entwurf genehmigt. Damit konnten die endgültigen Erdarbeiten zur Herstellung der Trasse veranlasst werden.[1.1] Auch die Anzahl und die Lage der Zwischenbahnhöfe erforderten einen Ministerialbeschluss. Dieser legte am 22. Juni 1899 die Bahnhöfe in Petit-Bersac, Aubeterre-sur-Dronne, Bonnes (Charente), Saint-Aulaye und Chenaud an einem Ort namens Barbenègre (Dordogne) fest. Von den 290 betroffenen Grundstückseigentümern, über die die Trasse laufen sollte und die somit ihr Land an die PO verkaufen sollten, gab es mit 260 gütliche Einigungen, für die restlichen gab es entsprechende Gerichtsbeschlüsse.[1.3] Eröffnung der Strecke war der 1. Juli 1906.[2]
Streckenschließung
Von Beginn an war der Verkehr nicht rentabel. Am 10. Juni 1940, also weniger als 34 Jahre nach ihrer Eröffnung und eineinhalb Jahre in der Verantwortlichkeit der SNCF, wurde der Personenverkehr eingestellt. Der Güterverkehr folgte im östlichen Abschnitt Ribérac–Saint-Aulaye am 17. Dezember 1951 auf 20,6 km Länge, also mehr als die Hälfte der Strecke. 1980 bzw. in den 1980er Jahren stellte die SNCF dann auch den Güterverkehr zwischen Saint-Aulaye und Parcoul-Médillac und auf dem Anschlussgleis ein.[2] Jeweils wenige Jahre später wurden die beiden Abschnitte entwidmet, nämlich am 12. November 1954 den Abschnitt Ribérac–Saint-Aulaye (BK 514,341 bis 534,580) und am 12. September 1985 den westlichen Teil Saint-Aulaye–Parcoul-Médillac (BK 534,580 bis 542,957), wie das Ministère des Travaux Publics, du Logement et de la Reconstruction (Ministerium für Öffentliche Arbeiten, Wohnungswesen und Wiederaufbau) am 13. November 1954 beziehungsweise der Ministere de l’urbanisme, du logement et des transports (Minister für Stadtentwicklung, Wohnungswesen und Verkehr), der ministre de l’environnement et le secrétaire d’Etat auprés du ministre des affaires sociales et de la solidarité nationale (Umweltminister und der Staatssekretär beim Minister für Soziales und nationale Solidarität) sowie der porte-parole du Gouvernemenent, chargé de la santé (Regierungssprecher, zuständig für Gesundheit) am 18. Juli 1985 bekannt gaben.[3][4]
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Rapports et délibérations. Conseil général de la Dordogne. Dordogne. Conseil général, 1900.
- ↑ a b Ligne Ribérac - Parcoul-Médillac, in: Infrastructure ferroviaire française, Nouvelle-Aquitaine, Charente (16), Dordogne (24). WikiSara, Fandom, 21. März 2020.
- ↑ Décret n° 54-1099 du 12 novembre 1954 portant déclassement de certaines lignes et sections de lignes de chemin de fer dintérét général. Journal officiel de la Republique Française, 13. November 1954, S. 10676–10677.
- ↑ Décret du 12 septembre 1985 portant retranchement et déclassement do cing sactions de lignes dépendant du réseau ferré national g6r6 par la Société nationale des chemins de for frangais {S.N.C.F.). Journal officiel de la Republique Française, 17. September 1985, S. 10854.