Bahnhof Hachenburg
| Hachenburg | |
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Straßenseitige Ansicht des Bahnhofs Hachenburg, 2025
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| Daten | |
| Lage im Netz | Zwischenbahnhof, ehem. Anschlussbahnhof |
| Bauform | Durchgangsbahnhof |
| Bahnsteiggleise | 2 |
| Abkürzung | KHAC |
| Eröffnung | 1. April 1885 |
| Profil auf bahnhof.de | Hachenburg |
| Lage | |
| Stadt/Gemeinde | Hachenburg |
| Land | Rheinland-Pfalz |
| Staat | Deutschland |
| Koordinaten | 50° 39′ 50″ N, 7° 49′ 22″ O |
| Eisenbahnstrecken | |
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| Bahnhöfe in Rheinland-Pfalz | |
Der Bahnhof Hachenburg liegt an der Bahnstrecke Limburg–Altenkirchen (Oberwesterwaldbahn) in Hachenburg im Westerwaldkreis in Rheinland-Pfalz. Von 1901 bis 1951 war er Anschlussbahnhof der stillgelegten Kleinbahn Selters–Hachenburg. Das Empfangsgebäude steht unter Denkmalschutz.[1]
Geschichte
Der Bahnhof Hachenburg wurde zusammen mit dem Abschnitt Altenkirchen–Hachenburg der Oberwesterwaldbahn am 1. April 1885 in Betrieb genommen, die Fortsetzung Hachenburg–Westerburg–Hadamar folgte am 1. Oktober 1886, 1901 wurde die Kleinbahn Selters–Hachenburg eröffnet.
Der Normalspurbahnhof besaß ursprünglich vier parallele Gleise, zwei Laderampen, das Empfangsgebäude mit angebautem Güterschuppen und eine Lokstation als Außenstelle von Altenkirchen. Der vermutlich 1884/85 erbaute Lokschuppen befand sind an der Bahnhofsausfahrt Richtung Altenkirchen und wurde wohl bis nach dem Ersten Weltkrieg genutzt.[2] Ebenso waren zwei Wasserkräne vorhanden.
Der Bahnhof der meterspurigen Kleinbahn lag südlich des Bahnhofes, es war auch eine Güterumladung möglich,[3] diese wurde aber kaum genutzt. Nach der Stilllegung der Schmalspurbahn 1951 wurden alle Anlagen entfernt, die Fläche ist überbaut. Nur das Empfangsgebäude der Kleinbahn blieb erhalten.
Heute sind nur noch zwei Gleise mit zwei ebenerdig erreichbaren Bahnsteigen in Betrieb, der Bahnhof ist ein Kreuzungsbahnhof der eingleisigen Oberwesterwaldbahn. Güterverkehr findet nicht mehr statt. Das denkmalgeschützte Empfangsgebäude mit angebautem Güterschuppen wird mittlerweile privat genutzt, das mechanische Stellwerk ist immer noch in Betrieb.[4]
Anbindung
Der Bahnhof wird von Zügen der Hessischen Landesbahn GmbH (HLB) in Richtung Limburg (Lahn) und Siegen durch die Linie RB 90 (Westerwald-Sieg-Bahn) täglich annähernd im Stundentakt bedient.
| Linie | Zuglauf | Takt |
|---|---|---|
| RB 90 | Westerwald-Sieg-Bahn: (Kreuztal – Siegen-Geisweid – Siegen-Weidenau –)* Siegen Hbf – Eiserfeld (Sieg) – Niederschelden Nord – Niederschelden – Mudersbach – Brachbach – Freusburg Siedlung – Kirchen – Betzdorf (Sieg) – Scheuerfeld (Sieg) – Niederhövels – Wissen (Sieg) – Etzbach – Au (Sieg) – Geilhausen – Hohegrete – Breitscheidt (Kr Altenkirchen Ww) – Kloster Marienthal (wochentags zweistdl.) – Obererbach – Altenkirchen (Westerwald) – Ingelbach – Hattert – Hachenburg – Unnau-Korb – Nistertal-Bad Marienberg (– Büdingen (Westerw) – Enspel – Rotenhain) (zweistündlich) – Langenhahn – Westerburg – Willmenrod – Berzhahn – Wilsenroth – Frickhofen – Niederzeuzheim – Hadamar – Niederhadamar – Elz (Kr Limburg/Lahn) – Staffel – Diez Ost – Limburg (Lahn) * einzelne Züge an Werktagen Stand: Fahrplanwechsel Dezember 2025 |
60 min 30 min (Siegen-Betzdorf) |
Literatur
- Willi Merzhäuser: Die Kleinbahn Selters – Hachenburg. Schweers + Wall, Aachen 1992, ISBN 3-921679-72-9.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler – Westerwaldkreis (pdf). 7. August 2005, abgerufen am 10. November 2025.
- ↑ Willi Merzhäuser / Hans-Jürgen Wenzel: Eisenbahnen im Westerwald : zwischen Sieg und Lahn. EK-Verlag, Freiburg 1996, ISBN 978-3-88255-579-0, S. 314.
- ↑ Willi Merzhäuser / Hans-Jürgen Wenzel: Eisenbahnen im Westerwald : zwischen Sieg und Lahn. EK-Verlag, Freiburg 1996, ISBN 978-3-88255-579-0, S. 222.
- ↑ www.stellwerke.de: Hachenburg Hf. Abgerufen am 10. November 2025.