Bahāʾī-Gärten (Haifa)
Koordinaten: 32° 48′ 52,1″ N, 34° 59′ 13,2″ O
| Bahāʾī-Gärten הַגַּנִּים הַבַּהָאִיּיִם HaGannīm haBahaʾjjīm الْحَدَائِق الْبَهَائِيَّة, DMG Al-Ḥadāʾiq al-Bahāʾiyya Hängende Gärten von Haifa Eigenschreibung: Bahá’í-Gärten englisch Baháʼí Terrace | |
|---|---|
| Park in Haifa | |
| Blick über die Gärten mit Bahāʾī-Archiv (Dach in Türkis) und Schrein des Bab (Kuppel in Beige) | |
| Basisdaten | |
| Ort | Haifa |
| Ortsteil | Moschavah Germanit, Maʿarav Hadar |
| Angelegt | 1909 |
| Neugestaltet | 1987–2001 |
| Umgebende Straßen | Rechov haGefen, Rechov ʿAbbas (quert überbrückt), Sderot haZijjonut (quert im Tunnel), Rechov Jefeh Nof |
| Bauwerke | Schrein des Bab, Bahāʾī-Archiv, Universales Haus der Gerechtigkeit |
| Nutzung | |
| Parkgestaltung | durch Fariborz Sahba |
| Nutzergruppen | geführte Besucher |
| Technische Daten | |
| Parkfläche | über 200.000 m²[1] |
| Höhe | 45–270 Meter[2] |
| Gärten von Norden (rechts) nach Süden (links) mit Untertor am Kikkar UNESCO (№ 1), Rechov ʿAbbas (№ 2), Schrein des Bab (), Sderot Zijjonut (№ 3), Studienzentrum Heiliger Schriften () und Obertor am Rechov Jefeh Nof (№ 4) | |
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| Bahāʾī-Gärten, Haifa | |
|---|---|
| UNESCO-Welterbe
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| Blick bergan über die Bahāʾī-Gärten | |
| Vertragsstaat(en): | Israel |
| Typ: | Natur |
| Kriterien: | iii und vi
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| Fläche: | 62,58 ha |
| Pufferzone: | 254,7 ha |
| Referenz-Nr.: | 1220rev
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| UNESCO-Region: | Europa und Nordamerika |
| Geschichte der Einschreibung | |
| Einschreibung: | 2008 (Sitzung 32) |
Die Bahāʾī-Gärten in Haifa, Israel, sind eine Grünanlage des Weltzentrums der Glaubensgemeinschaft der Bahāʾī (Baháʼí) am Nordosthang des Karmels, der den Bahāʾī heilig ist. Das Gelände dient als spirituelles Zentrum des Bahāʾī-Glaubens und als Pilgerstätte für Gläubige aus aller Welt. Zu geregelten Zeiten stehen die Gärten allen offen. Die Gärten umfassen Grabstätten wichtiger Personen der Religionsgemeinschaft, Einrichtungen von deren Weltleitung, sowie weitläufige Gartenanlagen, die in der Mittelachse stark durch Zierbauten (Freitreppen, Brunnen, Estraden) gestaltet sind und zu den Seiten hin in naturbelassene Vegetation des Hang übergeht. Die Gärten in Haifa sind die zweitheiligste Stätte des Bahāʾī-Glaubens nach den Bahāʾī-Gärten al-Bahǧī (Bahjí) mit der Villa Bahjī in Akkon.[3.1]
Namen
Zur Umschrift arabischer und persischer Lettern nutzt die Glaubensgemeinschaft der Bahāʾī eine Eigentranskription. Da diese Schreibung für bestimmte arabische Buchstaben Apostrophe setzt, welche im lateinischen Schriftgebrauch aber Worttrenner sind und folglich Worte zergliedern, folgt dieser Artikel der Umschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft (DMG), die diakritische Zeichen nutzt, die Schriftsysteme wie jenes der Wikipedia als Buchstaben und nicht als Trenner erkennen. Im Artikel folgen den Namen gemäß DMG-Schreibweise je die Eigenumschriften der Bahāʾī (Baháʼí gemäß diesem Usus).
So steht neben Bahāʾī-Gärten als deutsche Übersetzung der Gartennamen die an der Eigenschreibung abgepasste Übersetzungsvariante Bahá’í-Gärten. In den Landessprachen heißt die Grünanlage HaGannim haBahaʾijjim (hebräisch הַגַּנִּים הַבַּהָאִיּיִם HaGannīm haBahaʾijjīm) und AlChadaʾiq alBahaʾiyya (arabisch الْحَدَائِق الْبَهَائِيَّة, DMG Al-Ḥadāʾiq al-Bahāʾiyya). Der Garten ist im Eigentum der Bahāʾī-Religionsgemeinschaft, birgt Heiligtümer des Glaubens, Gräber von Persönlichkeiten des Glaubens und Verwaltungsgebäude für Gremien und Einrichtungen desselben.
Lage
Die Gärten liegen am nordöstlichen Hang des Karmels in zentraler Lage der Stadt Haifa, etwas westlich vom Stadtzentrum. Sie haben ihren unteren Zugang (Untertor) an der Kikkar UNESCO (hebräisch כִּכַּר אוּנֶסְק״וֹ לְסוֹבְלָנוּת וּלְשָׁלוֹם Kikkar ʾŪNESQŌ lɘSōvlqnūt ūlɘSchalōm, deutsch ‚UNESCO-Platz für Toleranz und Frieden‘ in vollständiger Lautung) auf knapp unter 50 Meter über See. Die zentrale Achse der Bahāʾī-Gärten erstreckt sich über eine Länge von 850 Metern, besteht aus 19 Höhenetappen (18 Terrassen und die Mittellage um den Schrein des Bab) und steigt von unter 50 auf 270 Meter über See an.[2] Auf dieser Höhe befindet sich das Obertor am Rechov Jefeh Nof (רְחוֹב יְפֵה נוֹף ‚Straße der Schönen Aussicht‘), der den Park am seinem Höhepunkt im Süden begrenzt.
Die Sderot Ben-Gurion, einst Hauptstraße oder Carmelstraße genannt durch die auslandsdeutschen Bewohner,[3.2] die sie als Innerortsstraße des 1869 neu gegründeten deutschen Viertels, anfangs namens Templerkolonie (heute: HaMoschava haGermanit) anlegten,[4.1] gibt den Gärten die Achse vor, die seit 1909 sukzessive entstanden. Zwei Straßen queren die Gärten, der Rechov ʿAbbas (רְחוֹב עָבָּאס ‚ʿAbbāsstraße‘) auf Höhe von 100 Metern im Stadtteil (hebräisch מַעֲרַב הָדָר Maʿarav Hadar, deutsch ‚Westen des Hadar‘, arabisch بَابُ الْمَنَاظِرِ, DMG Bāb al-Manāẓir ‚Tor der Aussichten‘) und die Sderot haZijjonut (שְׂדֵרוֹת הַצִּיּוֹנוּת ‚Zionismusallee‘) auf Höhe von 150 Metern über See.[2]
Karmel als heiliger Berg der Bahāʾī
Der Karmel ist ein heiliger Berg der Bahāʾī und die Gärten sind seine Zier. Bahāʾullāh, Gründer des Glaubens, beschreibt den Karmel, insbesondere im Lawḥ-i-Karmil (persisch ﻟﻮﺡ ﻛﺮﻣﻞ Tafel vom Karmel) von 1891, als Gegenstand frommer Verehrung. Ein geoffenbarter Dialog zwischen Gott und dem Berg verdeutlicht die Bedeutung des Berges für die Religion. Im Lawḥ-i-Karmil heißt es unter anderem:
„Frohlocke, denn Gott hat an diesem Tage Seinen Thron auf dir errichtet[3.3] und dich zum Ort der Offenbarung Seiner Zeichen und zum Anbruch des Zeugnisses Seiner Offenbarung gemacht … und liebe wahrhaftig und aufrichtig den Ort, der der Thron Seines Reiches war, wo Er wandelte, wo Seine Herrlichkeit erklang, von wo Er Seinen Ruf erhob und auf dem Er Seine Tränen vergoss.“[5]
Auch ʿAbdul-Bahāʾ (bürgerlich: ʿAbbas Afendi; 1844–1921), Bahāʾullāhs (Bahá’u’lláh) Sohn und Nachfolger, spricht von der Heiligkeit des Berges und von seinen Reisen dorthin mit seinem Vater. Er erläutert auch die Gründe für die Wahl dieses Berges und stützt seine Ausführungen auf biblische Ereignisse:
„In jenem Jahr wurde das Tabernakel Bahāʾullāhs, das ‹Tabernakel der Herrlichkeit›, auf dem Berg Karmel errichtet, ‹dem Berg Gottes und seiner Weinberge›, dem Haus Elijas, den Jesaja als ‹den Berg Gottes› beschrieb, ‹und zu dem alle Völker strömten›.“[6]
Der Standort der Gärten wurde vom Gründer des Glaubens, Bahāʾullāh, gewählt, der ihn als die Heimat des Propheten Elijas und als den vom Propheten Jesaja als Berg Gottes beschriebenen Ort ansah, zu dem die Völker in der Endzeit strömen würden.
Gliederung
Die Grünanlage gliedert sich in fünf Bereiche: Zentral und als erstes angelegt wurde (1) der Schrein des Bab mit Garten in der Mittellage westlich flankiert vom Bahāʾī-Pilgerhospiz Reception Centre (Sderot haZijjonut 82) und östlich durch das Orientalische Pilgerhospiz (Rechov Schifra 14). Daran schließt sich südöstlich oberhalb der ab 1932 angelegte (2) Grabmalgarten an, wo Mitglieder der Familie Bahāʾullāhs ihre letzte Ruhestätte fanden. Darüber erstreckt sich (3) der Bahāʾī-Bogen vierer im Halbkreis errichteten Einrichtungen der Bahāʾī-Weltleitung, die von 1953 bis erbaut wurden. (4) Oberhalb und (5) unterhalb der Mittellage um den Schrein entstanden zwischen 1987 und 2001 je neun Terrassen, wurde als jüngste und best zu erkennende Ergänzung der Grünanlage namensgebend, als Bahāʾī-Terrassen und Hängende Gärten.
Schrein des Bab mit Garten
Nachdem Anhänger die sterblischen Überreste des hingerichteten Seyyed ʿAli Muhammad Schirazis (1819–1850), genannt der Bāb (Báb), Vorbote des Bahāʾītums, jahrelang vor seinen Häschern verborgen gehalten hatten,[7.1] war sein Leichnam Ende des 19. Jahrhunderts schon aus Täbris nach Akkon überführt worden.[8][9] Um ihn zur ewigen Ruhe zu betten, ließ ihm ʿAbdul-Bahāʾ (bürgerlich: ʿAbbas Afendi; 1844–1921), Sohn und Nachfolger Bahāʾullāhs (Stifter des Bahāʾī-Glaubens), in Mittellage des nordöstlichen Karmelhangs 1909 ein Mausoleum erbauen, Schrein des Bab genannt.[8]
Den Garten am Schrein (Zugang von den Sderot haZijjonut 75) gestaltete Shoghi Effendi[7.1] nach der Manier des Nishat Bagh in Jammu und Kashmir.[10] Er ließ Zypressen und Orangenbäume pflanzen, wie in Schiras, der Heimat des Bab.[10] Shoghi Effendi weilte oft im Gartenhaus 100 Meter südöstlich des Schreins und schmügte den Garten drum herum mit Skulpturen, wie Vasen, Pfauen, Adler und anderen Motiven.[11] Während Pfauen für ewiges Leben stehen und Adler die Überwindung des Irdischen sowie die Unsterblichkeit symbolisieren,[3.4] haben viele andere Motive keine spezifisch religiöse Bedeutung, sondern fanden just Gefallen in den Augen Shoghi Effendis.[7.2] Über die Jahre entwickelte sich daraus eine Sammlung von Skulpturen. Im östlichen Teil der Mittellage um das Mausoleum wurde die Anlage um einen artenreichen Kakteengarten erweitert.[3.5]
Shoghi Effendi, Enkel und Nachfolger ʿAbdul-Bahāʾ, beauftragte seinen Schwiegervater William Sutherland Maxwell den Schrein prächtig auszubauen, was dann von 1949 bis 1953 geschah. Maxwell umbaute das ursprüngliche Mausoleum im Erdgeschoss mit einem Arkadengang von 28 rosafarbenen Granitsäulen aus Baveno,[9] worüber sich ein flachgedecktes Dach erhebt. Die Beschaffung und Vorbereitung der italienischen Natursteine besorgte Ugo Giachery.[12] In der Mitte des Flachdachs erhebt sich ein achteckiges Zwischengeschoss, das acht schlanke minarettartike Spitztürmchen aus Chiampo-Marmor zieren,[3.6] ebenfalls durch Giachery beschafft. Darauf setzt der elf Meter hohe Tambour mit 18 Fenstern auf. Auf ihm thront die vergoldete Kuppel des Schreins, die aus 12.000 feuerglasiert vergoldete Ziegel in fünfzig verschiedenen Formen und Größen aus den Niederlanden besteht.[13.1] Die statischen Arbeiten dieser diffizilen Konstruktion veranwortete Alfred Neumann, Professor des Technions, den erkrankten Maxwell löste Leroy Ioas (1896–1965) ab.[12] Zum Andenken an den Architekten Maxwells wurde das seewärtige Mittelportal des Schreins nach ihm benannt.
Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichteten Bahāʾī-Gebäude – wie jene im persischen Viertels um den Rechov haParsim in Haifa und die erste Bauphase des Schreins des Bab – zeigen deutlich Formen lokalen orientalischen Stils.[14] Das so genannte zweite Westliche Pilgerhospiz im Rechov haParsim 10 diente unter anderem folgenden Gremien: Internationaler Bahāʾī-Rat (1951–1963),[15.1] Universales Haus der Gerechtigkeit (1963–1983) und Internationales Lehrzentrum (1983–2000). Die ab 1944 entworfenen Baupläne und errichteten Gebäude, wie der Oberbau des Schreins des Bab, kombinieren klassizistische und orientalische Elemente. Klassizismus wurde gewählt, da er als Inbegriff vollkommener Schönheit gilt, die ihre Werte auch im Wandel architektonischer Moden bewahrt, während die Integration architektonischer und stilistischer Elemente verschiedener Kulturen in den Bauwerken und Gärten Ausdruck des Bahāʾī-Universalismus sind.[14] Der Schrein des Bab mit seiner vergoldeten Kuppel ist schon von Weitem zu erkennen und wird nachts beleuchtet.
Grabmalgarten
Der Grabmalgarten[16] bildet einen Parkfriedhof für Mitglieder der Familie Bahāʾullāhs (Baha’u’llahs). Der halbkreisförmige Grabmalgarten ist an seiner Südseite halbrund umschlossen vom Bogen (siehe dort) und nördlich begrenzt von einer Stützmauer oberhalb der am Hang darunter verlaufenden Hauptstraße Sderot haZijjonut.[3.5] Begraben sind dort Asiyih Chanum Navvab (Ásíyih Khánum Navváb / persisch آسيه خانم نواب, DMG ʾĀsiyih Ḫānum Nawwāb; 1820–1886), erste Gattin Bahāʾullāhs, und beider jüngster Sohn, Mirsa Mihdi (Mirzá Mihdí / persisch میرزا مهدی, DMG Mīrzā Mihdī; 1848–1870), in zwei benachbarten Grabmalen in Form siebensäuliger Monopteroi aus weißem Carrara-Marmor.[3.4]
Einzeln stehende Grabmale zieren die Ruhestätten der Schriftstellerin Bahiyyih Chanum (Bahíyyih Khánum / persisch بهیه خانم; 1846–1932), beider einzige Tochter, Munīrih Chanum (Munirih Khánum / persisch منیره خانم, geb. فاطمه نهری, DMG Fāṭimih Nahrī; 1847–1938), Gattin ʿAbdul-Bahāʾs, und Rūḥiyyih Chanum Rabbānī (Rúhíyyih Khánum / persisch روحية ربّاني, DMG Rūḥiyyih Ḥānum Rabbānī, geb. Mary Sutherland Maxwell; 1910–2000), Witwe Shoghi Effendis. Das Grab Bahiyyih Chanums ziert ein neunsäuliger[17] Monopteros aus weißem Carrara-Marmor.[3.7] Die Grabmale befinden sich im Mittelpunkt des Grabmalgartens nördlich vom Universalen Haus der Gerechtigkeit. Shoghi Effendi, Urenkel Bahāʾullāhs, ließ sie zwischen 1932 und 1939 anlegen.[15.2] Die Grabmale sind herausragende Beispiele der Bahāʾī-Architektur.
Bahāʾī-Bogen
Im Südosten der Grünanlage befindet sich der Bahāʾī-Bogen, ein Weg in Form eines Kreisbogens. Er verbindet im Halbrund südlich angeordnet vier Verwaltungsbauten der Weltleitung der Bahāʾī. Diese Anordnung der Gebäude geht auf eine Entscheidung Shoghi Effendis, 1922–1957 Hüter der Bahāʾī-Religion, zurück. Der Name hat jedoch auch eine symbolische Bedeutung, die mit dem Lawḥ-i-Karmil (persisch ﻟﻮﺡ ﻛﺮﻣﻞ Tafel vom Karmel) von 1891 in Verbindung steht, in dem es heißt, Gott werde am Karmel seine Arche (seinen Bund, seinen Bundesschrein mit Schrein als Dokumentenkasten bzw. heilige Lade), den Sitz seines Thrones errichten.[18][5] Die Begrifflichkeiten in diesem Sinne findet sich in Arche Noah und Bundeslade wieder und die anglophonen Homophone von Ark (Arche) und Arc (Bogen) gaben vielleicht den Anlass die Arche der Bahāʾī-Leitungsgremien in einem Halbkreis anzuordnen. Die Ausführungen der Gebäude im Bogen sind sämtlich von klassisch griechischer Architektur beeinflusst. Sie ragen nicht hoch empor, sondern fügen sich in den Hang des Karmels und die umliegenden Gärten und sind im Boden verankert.
Die im Bogen (Zufahrt von den Sderot Golomb 14) angesiedelten Bahāʾī-Institutionen sind, von West nach Ost, das Internationale Bahāʾī-Archiv[19] (1954–57 von Mason Remey[20]), das Studienzentrum Heiliger Texte (1999–2001 von Hossein Amanat[21]), das Universale Haus der Gerechtigkeit[22] (1974–1983 von Hossein Amanat) und das Internationale Lehrzentrum[23] (1992–2000 von Hossein Amanat).[24]
Das Universale Haus der Gerechtigkeit bezog 1983 einen Neubau als seinen Sitz. Den Bau zieren korinthische Säulen und Kapitelle in strahlend weißem Pentelikon-Marmor[3.4] Alle fünf Jahre wählen über 1000 Vertreter aus Bahāʾī-Landesorganisationen (Nationale Geistige Räte) die Weltleitung (Universales Haus der Gerechtigkeit).[3.6] Erstmals wählten die Bahāʾī-Vertreter das Universale Haus der Gerechtigkeit 1963. Im Jahre 1978 bestanden 112 Nationale Geistige Räte,[11] im Jahre 1992 waren es 130.[7.3] Die vier Bahāʾī-Einrichtungen zählen zum Bahāʾī-Weltzentrum. Geplant ist seit 1994 ferner der Bau eines fünften Gebäudes am Bogen, die Internationalen Bibliothek, die die im Laufe der Jahre gesammelten Bücher und Schriften des Glaubens beherbergen soll.[25] Aufgrund der Lage des gewünschten Bauplatzes in einem Wohngebiet Haifas wird mit einem Bau in naher Zukunft nicht gerechnet.
Untere Terrassen
Die Bahāʾī erwarben in der Zwischenkriegszeit von den auslandsdeutschen Eigentümern die Weinberge zwischen dem Mausoleum und dem deutschen Viertel, die diese im 19. Jahrhundert angelegt hatten.[3.8] entsprechend prägten große Zypressen, Ölbäume und Obstpflanzungen den Hang und dessen zentralen Pfad zwischen deutschem Viertel und Schrein des Bab. Im Zuge der durchgreifenden Umgestaltung des unteren Hangs zu neun Terrassen entstand auch deren oberste Terrasse 9 (Zählung vom Untertor aufwärts). Dort wachsen zwei Orangenbäume, die aus Samen eines Apfelsinenbaums gezogen wurden, der einst im Hof des Hauses des Bab in Schiras stand, bevor schiitische Eiferer im Glaubenshass es als Bahāʾī-Glaubensstätte während der Iranischen Revolution 1979 zerstörten.[1] Die bis 2001 in einheitlicher Formgebung terrassierte Etappen des unteren Hangs verbinden Treppen in der Mittelachse, die in elegantem Bögen linker- und rechterhand Serpentinen säumen. Diese bilden einen Zweidrittelkreis, der an der offenen Oberseite jeweils an die Terrasse darüber anschließt.
Obere Terrassen
Den Hang oberhalb des Schreins des Bab prägte bis 1990 im Wesentlichen sich selbst überlassene, wildwüchsige Vegetation. Zwischen 1990 und 2001 modellierte der Architekt Fariborz Sahba im Auftrag des Bahāʾī-Weltzentrums den oberen Hang komplett um in die oberen neun Terrassen. Die Steigung des steileren, oberen Hangs gleichen die Terrassen aus, indem sie offene Treppenpartien mit zweidrittelrunden Serpentinen kombinieren. Die Serpentinen sind bergab hin offen, mit den unteren neun Terrassen, die sich bergan zum Schrein des Bab hin öffnen, entsteht der Eindruck als würden die Terrassen vom Schrein des Bab in der Mittellage ausstrahlen.
Geschichte
Der damals in osmanisch angeordneter Verbannung im Sandschak Akkon des osmanischen Vilâyets Beirut,[3.9] konkret in der Stadt Akkon wohnhafte Bahāʾullāh (Bahá’u’lláh, bürgerlich: Mirzā Husain-ʿAli Nuri; 1817–1892), Religionsstifter und Leiter der Bahāʾīs, wies seinen Sohn ʿAbdul-Bahāʾ (‘Abdu’l-Bahá; 1844–1921) während einer gemeinsamen, dreimonatigen Einkehr am Nordosthang des Karmels in Haifa 1891 auf die Stätte hin,[3.3] wo als Mausoleum für Seyyed ʿAli Muhammad Schirazis (1819–1850), genannt der Bāb (Báb), Vorbote des Bahāʾītums, der Schrein des Bab errichtet werden sollte.[8] Sein Leichnam war Ende des 19. Jahrhunderts schon aus Täbris nach Akkon überführt worden.[8][9] Bahāʾullāh hatte Haifa zum künftigen Sitz der Religionsgemeinschaft bestimmt, das als aufstrebene Stadt das ältere und einst bedeutendere Akkon überflügelte.[8]
ʿAbdul-Bahāʾ zog 1908 nach Haifa im heutigen Rechov haParsim 7 (hebräisch רְחוֹב הַפַּרְסִים Rəchōv haParsīm, deutsch ‚Straße der Perser‘, arabisch شَارِع الْفُرْس, DMG Šāriʿ al-Furs),[3.10][8] wo damit die Leitung der Bahāʾī ihren Sitz nahm. ʿAbdul-Bahāʾ war eine überragende Persönlichkeit seiner Zeit,[26] wie Haifa sie bis dahin vielleicht nicht gekannt hatte.[27] Von seiner neuen Wirkungsstätte aus wandelte ʿAbdul-Bahāʾ die Bahāʾī-Gemeinschaft von einem kleinen Kreis in eine Religionsgemeinschaft Hunderttausender Anhänger vor allem in Nordamerika.[8] Viele suchten ihn Haifa auf und Bahāʾī ließen sich in der Stadt nieder, die so bis 1918 ein Zentrum der Glaubensgemeinschaft wurde.[8]
Die Bahāʾī waren so bekannt, wie die Gefährdung jener unter ihnen, die zuvor Muslime gewesen waren, als Häretiker im Osmanischen Reich Opfer von Nachstellungen zu werden, dass der britische Stab in Kairo über Baron Lamington Feldmarschall Edmund Allenby auftrug, die Sicherheit der Zivilisten Haifas, insbesondere der Anhänger ʿAbdul-Bahāʾs zu gewährleisten, dass es nicht zu Feindseligkeiten gegen sie komme, bevor die letzten Osmanen Haifa verlassen müssten. ʿAbdul-Bahāʾ hatte den universalistischen Werten des Bahāʾī-Glaubens entsprechend[28] in der Versorgungs- und Hungerkrise des Ersten Weltkriegs in vorbildlicherweise Unterstützung für Hilfsbedürftige ohne Ansehen der Religion organisiert, während andere Bevölkerungsgruppen ethnische und religiöse Trennlinien nicht zu überwinden wussten. Dafür ernannte das Stadtparlament ihn zum Ehrenbürger der Haifas und benannte eine Straße nach ihm, den Rechov ʿAbbas, seinen bürgerlichen Namen nutzend.[4.2] Während die Wirkung der Bahāʾīs in Haifa weit ausstrahlte, war ihre Zahl eher übersichtlich. Der Zensus 1922 zählte 1152 Bahāʾīs, derjenige von 1931 auch erst 196 Glaubensgenossen am Ort.[4.2]
Bemühen von ʿAbdul-Bahāʾ und weiteren Bahāʾī-Anhängern den ihnen heiligen Karmel als Stätte für ihre Glaubensgenossen zu gewinnen und zu nutzen, trugen erste Früchte mit dem Bau des Sockelgeschoss des Schreins aus lokalem Kalkstein.[9] Nach dessen einstweiliger Herrichtung als Mausoleum fanden die sterblichen Überreste Seyyed ʿAli Muhammad Schirazis darin am 21. März 1909 ihre letzte Ruhestätte,[8] was Haifa zu einer heiligen Stätter der Bahāʾī machte.[4.3] In den folgenden Jahren wurde das Grundstück um das Mausoleum gärtnerisch gestaltet. Es wurden Zypressen und Pinien angepflanzt. In dem sechskammerigen Mausoleum setzten Bahāʾī-Anhänger im November 1921 auch den Leichnam des jüngst verstorbenen ʿAbdul-Bahāʾs bei. Tausende gaben ihm das letzte Geleit hinauf zum Mausoleum, darunter auch Hochkommissar Herbert Samuel und der melkitisch-katholische Bischof Gregorius Haǧǧar (غريغوريوس حجار, DMG Ġrīġūryūs Ḥaǧǧār).[3.11]
Shoghi Effendi Rabbani (persisch شوقی اَفَندی رَبّانی, DMG Šūqī Afandī Rabbānī; 1897–1957), Enkel ʿAbdul-Bahāʾs, folgte diesem als Oberhaupt der Bahāʾī, der den Berg Karmel nicht nur als Ruhestätte der verstorbenen Oberhäupter und ihrer Angehörigen, sondern auch als künftiges Zentrum der entstehenden Leitungsorgane des Bahāʾī-Glaubens bestimmte. Shoghi Effendi ließ zwischen 1932 und 1939 etwas bergan vom bisherigen Garten ums Mausoleum den Grabmalgarten als Familienfriedhof für Mitglieder der Gründungsgeneration des Bahāʾī-Glaubens anlegen und nach Anfall mit Grabmälern belegen.[15.2] Shoghi Effendi interpretierte die Worte aus der heiligen Schrift Tafel vom Karmel als Aussage, dass die Institutionen der weltweiten Glaubensleitung auf dem Berge Karmel zu errichten seien, und somit als Aufruf, dort das Universale Haus der Gerechtigkeit, das Leitungsgremium des Bahāʾī-Glaubens, zu gründen.[18] Die Bahāʾī erwarben in der Zwischenkriegszeit (in den 1930er Jahren) von den auslandsdeutschen Eigentümern die Weinberge zwischen dem Mausoleum und der deutschen Viertel,[11] die diese im 19. Jahrhundert angelegt hatten.[3.8]
Am 23. Mai 1944, hundert Jahre nach der Verkündung Seyyed ʿAli Muhammad Schirazis als Bab (Öffnung, Tor [des Bahāʾītums]), präsentierte Shoghi Effendi das 60 cm hohe Modell des Endausbaus des Schreins des Bab, das sein Schwiegervater William Sutherland Maxwell (1874–1952) entworfen hatte, der seit 1941 in Haifa lebte. Der Entwurf vereint Glanzpunkte römischer und islamischer Architektur.[29] Während des Zweiten Weltkriegs war an die Verwirklichung nicht zu denken, denn durch Ressourcennutzung vorrangig für die Kampfanstrengungen war das zivile Bauwesen praktisch eingestellt. Mit seinen mit der jüdischen Einwanderung entstandenen modernen Industrien, seinen vorbildlichen Stätten der Erholung und medizinischen Versorgung war das Mandatsgebiet Palästina, zu dem Haifa 1920 bis 1948 gehörte, als Teil des britischen Weltreiches in die alliierten militärischen Anstrengungen als Aufmarsch-, Manöver- und Trainingsgebiet britischer, jüdisch-palästinensischer und polnischer Formationen, als Erholungsort und Krankenpflegeort für verwundete Soldaten eingebunden.
Nach 1945 nahmen die Spannungen zwischen arabischer und jüdischer Volksgruppe gewalttätige Formen an. Aus Spendengeldern aus aller Welt finanziert beauftragte Shoghi Effendi 1948 eine Baufirma, das Mausoleum wie geplant mit Kuppel auszubauen. Doch nach der Gründung Israels am 14. Mai 1948 eröffneten tags darauf seine feindlich gesonnenen Nachbahrstaaten den Krieg um Israels Unabhängigkeit, die es im Kampf gegen die Invasoren bis 1949 behaupten und durchsetzen konnte. So kam es erst 1949 dazu, dass Shoghi Effendi den Grundstein legen konnte für den Ausbau des Mausoleums, zu dem Schrein wie er heute bekannt ist. Der Bau war im Oktober 1953 mit Gesamtkosten über 750.000 US-Dollar abgeschlossen.[12] Diese religiös motizierte Spendenfreude beschrieb Haifas Bürgermeister Amram Mitzna als Glücksfall für die Stadt.[30]
↓ und künstlich neu terrassiert, 2005
Wiederum südlich oberhalb des Gedenkgartens begann Mason Remey 1954 am so genannten Bogen den Bau des Internationalen Bahāʾī-Archivs, des ersten Gebäudes des entstehenden Weltzentrums der Bahāʾī-Leitung. Das Archiv bildete den Auftakt der Errichtung von Amtbauten und öffnete 1957, es folgten das Universale Haus der Gerechtigkeit (1974–1982), das Internationale Lehrzentrum (1992–2000) und als vorerst letzte Institution das Studienzentrum Heiliger Texte (1999–2001), alle drei von Hossein Amanat.
Die Bahāʾī-Leitung beauftragte 1987 Fariborz Sahba die Bahāʾī-Gärten nach Süden hangaufwärts zu erweitern und die so verlängerte Längsachse neu zu gestalten, wozu er umgehend begann, die Pläne zu entwickeln.[7.4] Im Jahr darauf zog er mit Familie nach Haifa, wo seine Frau an der Neugestaltung mitwirkte und die Sahbas die nächsten 13 Jahre wohnen blieben.[1] Sahba holte sich die Ingenieure, Vater und Sohn, Jaʿaqov und Michaʾel Qarban aus Haifa mit ins Team.[31] Die Bauarbeiten, die Sahba leitete, begannen 1990,[7.4] die bislang letzte Bauphase der Gärten. Sahbas Plänen gemäß gliedert sich die zentrale Achse der Grünanlage in 19 Höhenetappen, einmal die Mittellage mit dem zentralen Bahāʾī-Heiligtum, dem Schrein des Bab auf 140 Metern Höhe,[2] und die je neun Terrassen ober- und unterhalb derselben. Für Fußgänger wurden die von Osten nach Westen querenden Straßen Sderot haZijjonut per tunnel (oberhalb) und Rechov ʿAbbas per Brücke (unterhalb des Schreins) überwunden.
Oberhalb der Mittellage um den Schrein des Bab war die Vegetation am Hang bis 1990 weitgehend sich selbst überlassen. Sahba ließ den Hang oberhalb des Schreins zu neun Stufen terrassieren.[11] An deren oberen Ende entstand das Obertor am Rechov Jefeh Nof, das per Fußgängertunnel zur darüber gelegenen Louis Promenade und dem Kaiserobelisk anschließt. Ein noch von einem Bewohner des deutschen Viertels angelegtes Zypressenwäldchen gleich südlich oberhalb des Schreins fiel für die Terrasse über dem Sderot-Zijjonut-Tunnel.[3.7][3.8] Auch der Weg und die Gärten zwischen Schrein des Bab und deutschem Viertel wurden völlig umgestaltet, wofür der alte Baumbestand einschließlich der schönen Zypressenallee in der Achse gefällt wurde.[3.7] Sie standen der Idee entgegen, das geplante System von Terrassen am Hang zu errichten. Die Zahl 18 bezieht sich auf die 18 Buchstaben des Lebendigen, Ehrentitel für die frühen Anhänger des Bahāʾī-Glaubens.[1][10] Der Ausbau der Terrassen ging mit erheblichen Eingriffe in den Baumbestand und die Hangstruktur einher. Die Terrassen wurden am 22. Mai 2001, gemäß Bahāʾī-Kalender der Vorabend des 158. Jahrestages der Verkündung des Bab, feierlich eröffnet. Dabei wurden die Kantate O Queen of Carmel von Tolib Schahidij sowie das Oratorium Traces of Light des norwegischen Komponisten Lasse Thoresen uraufgeführt.[32]
Gartenanlage
Das komplett eingefriedete Gelände dient als spirituelles Zentrum des Bahāʾī-Glaubens und als Pilgerstätte für Gläubige aus aller Welt.[1] Ihre Lage rund um den Schrein des Bab als Mausoleum desselben (1819–1850), Vorbote des Bahāʾītums, und ʿAbdul-Bahāʾs (bürgerlich: ʿAbbas Afendi; 1844–1921), Sohn und Nachfolger des Religionsstifters Bahāʾullāh, verleiht den Gärten den besonderen Status als zweitheiligste Stätte der Bahāʾī.[13.2] Gemäß dem Bahāʾī-Glauben repräsentieren die beiden im Schrein ruhenden Persönlichkeiten Vollkommenheit und Güte, die die Welt anzieht, weshalb Schrein und Gartenanlagen äußerlich schön und vollkommen zu halten sind.[33] Gläubige als aller Welt, der Bahāʾī-Glaube zählte 2006 etwa 6,5 Millionen Anhänger,[1] zeigen ihre Zustimmung zu diesen Ideen, indem sie spenden, womit sie das Bahāʾī-Weltzentrum mit allen seinen Einrichtungen finanzieren.[34]
Die Gärten sind Teil einer Stätte lebendiger Verehrung und unterliegen deren sich wandelnden Ausdrucksformen. Die Gestaltung folgt der Typologie Persischer Garten. Dementsprechend sind die Anlagen der Bahāʾī-Gärten sorgfältig gestaltet, wobei ein besonderes Augenmerk auf Schönheit, Ästhetik und Landschaftsgestaltung liegt. Diese Aspekte gelten als wichtige Prinzipien des Bahāʾī-Glaubens und symbolisieren Frieden, Wohlstand, die Zukunft und die Sorge um die gesamte Menschheit.[34] Die eingehende Spenden der Bahāʾī-Gläubigen investiert die Bahāʾī-Weltleitung kontinuierlich in die Landschaftsgestaltung der Gärten.
Die malerische Lage am Nordosthang des Karmels mit seiner Steigung zwischen Unter- und Obertor über 225 Meter Höhe verschafft dem Park eine große Sichtbarkeit auch dank der unverstellbaren Sicht aufs Mittelmeer und umgekehrt trägt der freie Blick vom Golf von Haifa aus auf den Park zu seiner Bekanntheit bei.[1] Obwohl Bahāʾīs den Schrein und die umgebenden Gärten als zweitheiligste Stätte nach den Bahāʾī-Gärten al-Bahǧī in Akkon, eine Grünanlagen in der Phönikischen Küstenebene, verehren, ist der hier thematisierte Park zweifellos unter allen Einwohnern und Besuchern des Landes die bekannteste Bahāʾī-Stätte in Israel und die Landmarke der Stadt Haifa.
Die Gärten erstrecken sich über gut 850 Meter Länge den Nordosthang des Karmels hinauf, zwischen deutschem Viertel im Nordosten an der See und hohem Karmel im Viertel Merkas haKarmel (מֶרְכַּז הַכַּרְמֶל ‚Zentrum des Karmels‘[35]) im Südwesten der Anlage. Zwischen Unter- und Obertor besteht ein Höhenunterschied von 225 Metern.[2][10] Durch den Park ziehen sich drei Kilometer an Wegen,[7.5] die zentrale Achse bilden die 18 Terrassen, deren Höhenunterschied die Gartenbesucher über Treppen und Serpentinen bewältigen können. Bahāʾī-Gläubigen gilt das Besteigen der 19 Höhenetappen (18 Terrassen und die Mittellage des Schreins) symbolisch als Aufstieg der Seele in den Himmel.[10] Die weitläufigen Anlagen schirmen den Schrein des Bab von Lärm der Stadt umher ab und verbindet die verschiedenen Bahāʾī-Einrichtungen des Bahāʾī-Weltzentrums miteinander.[14]
Sonnenuhr, Marmorsplit vor Balustraden aus italienischer und gemauerten Brüstungen aus israelischer Fertigung vor Reception Centre ↓, 2008
Diese 19 Höhenetappen führen über mehr als 1500 Stufen[30] von 60 Metern bis auf 270 Meter über See. Die Treppen sind gepflastert mit Naturstein aus Sadschur (ساجور, DMG Sāǧūr) und Januch-Dschatt (يانوح-جت, DMG Yānūḥ-Ǧatt), der in Nazareth bearbeitet wurde. Das Material ist in den warmen Tönen Beige und Gelb gehalten, die schon beim Bau des Mausoleums 1909 und seiner Erweiterung zum Schrein mit Turm und Kuppel (1949–1953) schon dominiserten.[7.6] Wie Shoghi Effendi schon im Garten der Mittellage um den Schrein des Bab ihn anpflanzte,[7.1] säumen Hecken grünen Thymians,[11] Balustraden und andere gemauerte Brüstungen Treppen und Serpentinen, um steile Abschüsse abzuschirmen. Die im Park verbauten Balustraden bilden die Form der Tambourfenster des Schreins nach.[7.2] Minder belaufene Pfade mit wenig Steigung sind in rotem Marmorsplit geplastert.[11] Der Garten misst in der Breite zwischen 60 und 400 Metern.[13.3]
Fariborz Sahba experimentierte fünf Jahre lang mit in Israel heimischen Blumen und anderen Pflanzen, wann sie blühen, welche Pflanzen sich miteinander vertragen und dem Betrachter als harmonische Paarung erscheinen. Der Hang ist stark mineralisiert mit Kalken und Kreiden, was bestimmte Pflanzen ausschließt.[1] Jede Terrasse verfügt über drei Arten parallel liegender Pflanzzonen. Die mittige Zone ist in strengen Formen angelegt und mit hitzeresistenten Zoysia-Gras, einjährigen Blumenbeeten, Heiligenkraut- und Duranta-Hecken, Sträuchern und sorgfältig beschnittene Bäume (Pflaumen) besetzt, die flankierenden Zonen sind freier gestaltet bepflanzt mit blühenden Bäumen und mehrjährigen Sträuchern, heimisch in Israel, wie trockenbeständige, pflegeleichte Sukkulenten, Oleander, Rosmarin, Wandelröschen, Ölbäume, Jacaranda, Korallensträucher und Frangipani. In dieser Vielfalt der Pflanzen liegt ein Teil des Charmes der Bahāʾī-Gärten.[14]
Zu jeder Saison zwischen Dezember und April blühen Wildblumen und Zwiebelblumen, während in Frühling und Sommer blühende Bäume und Sträucher die farblichen Tupfer liefern.[1] Bevorzugte Farben sind Grün und Rot, wobei ersteres die Liebelingsfarbe des Babs war, während Rot als Farbe für sein Martyrium steht.[7.7] Die dritten, äußere Zone entwickeln sich natürlich, hin zu Macchie und Wald, womit sie als ökologischer Korridor dient, in dem Tiere wie Igel, Schildkröten und andere Reptilien frei umherstreifen.[1] Die Gärten beherbergen zudem eine vielfältige Vogel- und Insektenwelt. Zur Schädlingsbekämpfung werden einige diesbezüglich wirksame Pflanzenarten gezielt gesetzt, um den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren.[1]
Gärtner pflegen die Grünanlage fortlaufend, unter anderem indem sie die Vegetation saisonal schneiden und formen. Die Gärtner sind Bahāʾī, da die Bahāʾī-Gärten eine religiöse Pilgerstätte sind. Gärtner erhalten vor Ort eine professionelle Schulung und beginnen dort ihre Arbeit. Das Gärtnerteam wechselt regelmäßig, da sie als Voluntäre die Gartenarbeit an sich nur auf Zeit um Gottes Lohn leisten, wenn sie auch für ihre Zeit im Dienst des Bahāʾī-Weltzentrums eine Anerkennungszahlung erhalten. In Absprache mit dem Bahāʾī-Weltzentrum erteilt das israelische Innenministerium spezielle befristete Aufenthaltserlaubnisse, üblicherweise für ein Jahr, die bei Bedarf verlängert werden.[36] So arbeiten jeweils 700 Bahāʾīs als Freiwillige in verschiedenen Bereichen des Bahāʾī-Weltzentrums.[7.3]
Die ab 1990 bereitgestellten, reichlichen Volumina an Spenden finanzierten außer den Terrassen auch die Bewässerung des gesamten Hangs, wodurch Palmen und blühende Pflanzen in allen Lagen im Saft gehalten werden. Die Terrassen sind durch ein System zweier Wasserleitngen versorgt, die die Treppen säumen und ein geschlossenes System bilden, um Wasserverluste zu minimieren.[37] Der Wasserleiter quert den Sderot-haZijjonut-Tunnel auf Terrasse 10 darüber.[1] Israelische Experten des Bewässerungsmanagements berieten bei der Entwicklung des computergesteuerten Bewässerungssystems, das automatisch meteorologische Daten einbezieht und gereinigtes Brauchwasser nutz.[1] Es steuert Hunderte von Ventilen, die das Wasser durch Beregnung und Tröpfchenbewässerung in den Gärten verteilen.
Die Bewässerung erfolgt nachts und in den frühen Morgenstunden, um Wasserverluste durch Verdunstung zu vermeiden. Daneben speist das System auch Wasserspiele, die auf allen Ebenen, deren Plätschern die aus der Stadt vordringenden Geräusche dämpft und deren Verdunstung das Mikroklima verbessert, was den Park in eine Oase wandelt, wie es typisch für die jahrtausendealt persische Gartenkunst ist.[14] Das Wasser lockt Vögel an, deren Gesang ebenfalls Stadtgeräusche übertönen.[7.7][7.8] Ferner erhielten die Bahāʾī-Gärten ein neues Netz von Laternen und Lampen, die sie im Rahmen eines Lichtkonzepts zu verschiedenen Jahres- und Tageszeiten ins rechte Licht setzen.[7.9] Sahba versuchte, durch das Zusammenspiel von Licht, Wasser und Farbe die Spiritualität der religiösen Stätte auszudrücken, die nächtliche Illumination soll den Schrein des Bab als Zentrum der Erleuchtung darstellen.[1]
Um die für seine Pläne gewünschte topografische, symmetrische und optische Harmonie herzustellen, ließ Fariborz Sahba Tausende Kubikmeter Erde vom Berghang abgetragen. Durch diese massiven Eingriffe in die Hangstruktur entstand am Südtor innerhalb der Gartenumfriedung ein nur leicht geneigte Fläche zur Kikkar UNESCO, jener Kreisverkehr, der den Übergang zum deutschen Viertel vermittelt. Die Stadtverwaltung Haifa ließe den Platz und die einmündenden Sderot Ben-Gurion um 1,86 Meter verlegen, so dass sie die Achse der Terrassen exakt fortsetzen.
Die Weitung der Fläche am Untertor ging aber überwiegend zu Lasten der natürlichen, mäßigen Hangsteigung, die weggebaggert wurde, was den Garten- und Landschaftsbau auf den Plan rief, um mit Kunstbauten eine Stützwand in Form einer Freitreppe zu errichten, die den nun gestuften Übergang bergan wiederherzustellt. Die Treppengeländer wurden aus Italien importiert. Zur Treppenanlage gehört eine in Italien gefertigte Marmorkaskade von 14 Stufen. Die gewonnene Freifläche nimmt ein ebenfalls in Italien gefertigter, sternförmiger Brunnen in weißem Carrara-Marmor ein, eingebettet in acht größere und ebensoviele kleinere rautenförmige Zierbassins auf schwarzer Grundlage, in die das Wasser abläuft.
Zu geregelten Zeiten stehen die Gärten allen offen. Im Zuge des Ausbaus der Terrassen wurde ein Abschnitt der Sderot haZijjonut nahe dem Schrein des Bab in einen Tunnel verlegt, um darüber die Gartenpartien ohne Unterbrechung durch eine Straße zu verbinden. Dabei entstand unter der erhöhten Terrasse 10 auch 2000 Quadratmeter Raum für das unterirdische Besucherzentrum, das von den Sderot haZijjonut 80 aus zugänglich ist. Dort werden Führungen nach Vereinbarung oder je nach Verfügbarkeit angeboten. Außerdem gibt es Broschüren und Audioguides sowie ein Video über die Grundsätze des Bahāʾī-Glaubens und die Bauphasen der Gärten. Hauptaufgabe des Besucherzentrums besteht darin, eine Brücke zwischen den Besuchern und dem Heiligen Land der Bahāʾī zu schlagen, die spirituelle und architektonische Bedeutung der Stätte zu vermitteln und ihre Heiligkeit und ihren Erhalt zu gewährleisten.[38]
Auf Grund ihrer Geologie sind die Bahāʾī-Gärten weithin unzugänglich für Rollstuhlfahrer,[39] Marmorsplit auf vielen Wegen trägt das Seinige dazu bei, weshalb sie für Blinde mit Langstock nur sehr schwer zu belaufen sind. Es gibt keine barrierefreien Toiletten (in einigen nahegelegenen Straßen hat die Stadt Haifa solche Toiletten eingerichtet) und keine Aufzüge zwischen den verschiedenen Ebenen der Gärten oder Gebäude.
Auszeichnungen
Das Bahāʾī-Weltzentrum erhielt für die Bahāʾī-Gärten 1998 den Pras Efraim Lifschitz (פרס אפרים ליפשיץ ‚Preis Efraim Lifschitz‘) und die Mōʿatzah ləJisraʾel Jafah (המוֹעָצָה לְיִשְׂרָאֵל יפה ‚Rat für ein schönes Israel‘) sprach 1999 dem Weltzentrum bereits zum zweiten Mal den Preis Magschim Jisraʾel (מַגְשִׁים יִשְׂרָאֵל ‚Verwirklicher Israels‘) zu, den Ezer Weizmann überreichte.[7.10] Am 8. Juni 2008 wurden 26 Gebäude des Zentrums an elf verschiedenen Standorten in Haifa und Westgaliläa (auch Phönikische Tiefebene genannt) zum Weltkulturerbe erklärt.
Bahāʾī-Gärten in Zahlen
- 2.000 Quadratmeter misst die Grundfläche des Besucherzentrums
- 1.000 Kubikmeter Boden wurde zwischen 1990 und 2001 versetzt
- 60 bis 400 Meter misst die Anlage in der Breite.[13.3]
- 200.000 Quadratmeter beträgt in etwa die Fläche der Gärten[1]
- 225 Meter Höhenunterschied besteht zwischen Unter- und Obertor.[10]
- 14 Stufen zählt die Kaskade am Untertor
- 3 Kilometer messen die Parkwege in der Länge[7.5]
- 917.031 Touristen und 8.000 Bahāʾī-Pilger besuchten die Gärten 2023.[40]
Bibliographie
- Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, ISBN 978-3-9004-4304-7
- Alex Carmel (אָלֶכְּס כַּרְמֶל), Geschichte Haifas in der türkischen Zeit 1516–1918 [‹תּוֹלְדֹוֹֹת חֵיפָה בִּיְמֵי הַתּוּרְכִּים›, Haifa: הוצאת הספרים של אוניברסיטת חיפה, 1969; dt.], Clara Zellermeyer (Übs.), Wiesbaden: Harrassowitz, 1975, (=Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins; Bd. 3). ISBN 3-447-01636-1.
- Seʾev Vilnay (זאב וילנאי, geb. וילֶנְסְקי), Haifa – City of Beauty and Productivity, Stadt Haifa (Hrsg.), Dorothea Schefer-Vanson (Übrs.), Jerusalem: הוצאת שקמונה, 1983.
- Willkommen im Bahá’í-Weltzentrum, Haifa: Baháʼí World Centre, 2001.
- Moscheh Zur Zurich (משה צור צוריך), מקדש הבהאים והגנים על הר הכרמל, חיפה, ישראל: סיור חזותי / Bahá’í Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel: A visiual journey, Stadt Haifa / עֲמֻתָּה לְתַיָּרוּת וְנוֹפֵשׁ חֵיפָה (Hrsg.), Jerusalem: מִשְׂרַד הַבִּטָּחוֹן / הָהוֹצָאָה לְאוֹר, 2001, ISBN 965-05-1105-9.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o NN, “Gardens of Worship”, Jg. 3, Nr. 30 (2006), auf: Recreating Eden; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ a b c d e Die Höhenangaben folgen den Höhenlinien in folgendem Kartenwerk: Haifa – 1:10 000, Survey Department of Palestine, Jaffa: Survey Office, September 1929.
- ↑ Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, Seite wie gesondert angegeben. ISBN 978-3-9004-4304-7.
- ↑ Seʾev Vilnay (זאב וילנאי, geb. וילֶנְסְקי), Haifa – City of Beauty and Productivity, Stadt Haifa (Hrsg.), Dorothea Schefer-Vanson (Übrs.), Jerusalem: הוצאת שקמונה, 1983, Seite wie gesondert angegeben. Keine ISBN.
- ↑ a b Bahāʾullāh, “Tablets of Bahá’u’lláh Revealed After the Kitáb-i-Aqdas”, auf: Welcome to the Bahá’í Reference Library; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Vgl. Jesaja 2,2 ; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Moscheh Zur Zurich (מֹשֶׁה צוּר צוּרִיך), מקדש הבהאים והגנים על הר הכרמל, חיפה, ישראל: סיור חזותי / Bahá’í Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel: A visiual journey, Stadt Haifa / עֲמֻתָּה לְתַיָּרוּת וְנוֹפֵשׁ חֵיפָה (Hrsg.), Jerusalem: מִשְׂרַד הַבִּטָּחוֹן / הָהוֹצָאָה לְאוֹר, 2001, Seite wie gesondert angegeben. ISBN 965-05-1105-9.
- ↑ a b c d e f g h i Alex Carmel (אָלֶכְּס כַּרְמֶל), Geschichte Haifas in der türkischen Zeit 1516-1918 [תּוֹלְדֹוֹֹת חֵיפָה בִּיְמֵי הַתּוּרְכִּים, Haifa: הוצאת הספרים של אוניברסיטת חיפה, 1969; dt.], Clara Zellermeyer (Übs.), Wiesbaden: Harrassowitz, 1975, (=Abhandlungen des Deutschen Palästina-Vereins; Bd. 3), S 138. ISBN 3-447-01636-1.
- ↑ a b c d Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, S. 19. ISBN 978-3-9004-4304-7.
- ↑ a b c d e f Moscheh Zur Zurich (מֹשֶׁה צוּר צוּרִיך), מקדש הבהאים והגנים על הר הכרמל, חיפה, ישראל: סיור חזותי / Bahá’í Shrine and Gardens on Mount Carmel, Haifa, Israel: A visiual journey, Stadt Haifa / עֲמֻתָּה לְתַיָּרוּת וְנוֹפֵשׁ חֵיפָה (Hrsg.), Jerusalem: מִשְׂרַד הַבִּטָּחוֹן / הָהוֹצָאָה לְאוֹר, 2001, S. 28. ISBN 965-05-1105-9.
- ↑ a b c d e f Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, S. 9. ISBN 978-3-9004-4304-7.
- ↑ a b c NN, “Golden anniversary of the Queen of Carmel” (12. Oktober 2003), auf: BWNS Bahá'í World News Service; abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Willkommen im Bahá’í-Weltzentrum, Haifa: Baháʼí World Centre, 2001, Seite wie gesondert angegeben. Keine ISBN.
- ↑ a b c d e Yaʿel Hammerman (יָעֵל הַמֶּרְמָן), “Bahá’í Holy Places in Haifa and the Western Galilee” (Auszug aus ‹Distinctive Design of the Bahai Gardens›), auf: Welcome to the Bahá’í Holy Places and Gardens; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Peter Smith, A Concise Encyclopedia of the Baháʼí Faith, Oxford, Eng.: Oneworld Publications, 2000, Seite wie gesondert angegeben. ISBN 978-1-85168-184-6.
- ↑ Angelehnt an englische Vorlagen lautet die Schreibung Grabmal-Gärten in Veröffentlichungen des Bahāʾī-Weltzentrums. Vgl. Willkommen im Bahá’í-Weltzentrum, Haifa: Baháʼí World Centrem 2001, S. 5.
- ↑ Die Ziffer Neun symbolisiert im Bahāʾītum Vollkommenheit und Vollständigkeit, da sie die höchste im Zahlensystem Abdschad darstellt.
- ↑ a b Peter Smith, An Introduction to the Bahaʾi Faith, Cambrige, Eng.: Cambridge University Press, 2008, S. 45seq. ISBN 978-0-521-86251-6.
- ↑ Das Bahāʾī-Archiv bewahrt die wichtigsten Dokumente des Bahāʾī-Glaubens. Vgl. Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, S. 15. ISBN 978-3-9004-4304-7.
- ↑ Charles Mason Remey (1874–1974) war ab 1957 einer der neun Treuhänder, die den Glauben leiteten bis zur Einsetzug des Universalen Hauses der Gerechtigkeit, sowie eine der Hände der Sache. Das Parthenon stand Remey Pate für diese kleine Version desselben, welches das Bahāʾī-Archiv bildet, dessen gediegenes Intérieur mit Buntglasfenstern, Perserteppichen und raumhohen Büchergalerien beeindruckt, vgl. Eunice Braun und Hugh E. Chance (Mitw.), Krone des Karmel: Die Bahá’í-Religion und das Heilige Land [‹A Crown of Beauty›, 1982; engl.], Oxford, Eng.: George Ronald und ‹Nationaler Geistiger Rat der Bahá’í in Österreich›, 1983, S. 15. ISBN 978-3-9004-4304-7.
- ↑ Das Zentrum wurde im Mai 2001 eingeweiht. Vgl. NN, “Centre for the Study of the Sacred Texts, Haifa” , auf: GPSmyCity Lose Yourself Without Getting Lost; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Es ist das höchste Gremium der Glaubensgemeinschaft, das sie leitet und höchste Beschlüsse trifft.
- ↑ Das Internationale Lehrzentrum verwaltet und pflegt die Beziehungen zwischen dem Weltzentrum und den kontinentalen Räten des Glaubens. Vgl. NN, “The Arc”, auf: Bahaipedia; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Part 3: International Survey of Current Bahaʾi Activities 1979–1983 (Fünfjahres-Bericht), in: The Bahaʾi World: An International Record, Bd.XVIII, 136–140 of The Bahaʾi Era / 1979–1983, The Universal House of Justice (Hrsg.), S. 77–450, hier S. 86. ISBN 0-85398-234-1; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ NN, “Item 23 — International Bahá'í Library Building”, in: Aspects of Bahá'í Teachings (6. August 1997), Universal House of Justice (Hrsg.); abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Vgl. Chavatzelet, 7. Mai 1885, S. 227seqq.
- ↑ Maude Holbach, Bible ways in Bible lands: An Impression of Palestine, London: Kegan Paul, Trench, Trübner & Co., 1912, S. 4seq.
- ↑ Außer dem Universalismus zählen Ästhetik als Ausdruck des menschlichen Geists, die Liebe zum Licht und zur Schönheit der Natur, Egalitarismus, Einfachheit und Demut zu Prinzipien und Traditionen der Bahāʾī-Religion. Vgl. Yaʿel Hammerman (יָעֵל הַמֶּרְמָן), “Bahá’í Holy Places in Haifa and the Western Galilee” (Auszug aus ‹Distinctive Design of the Bahai Gardens›), auf: Welcome to the Bahá’í Holy Places and Gardens; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Ugo Giachery, Shoghi Effendi: Recollections, London: George Ronald, 1973, S. 65. ISBN 978-0-8539-8051-3.
- ↑ a b “Haifa: The Baha’i Gardens”, auf: Jewish Virtual Library; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Jaʿaqov Qarban (יַעֲקֹב קָרְבָּן, auch Ḳarban; gestorben 2009) gründete 1967 in Haifa die Ingenieurfirma Qarban weSchotafim (קָרְבָּן וְשׁוֹטְפִים חֶבְרָה לְהַנְדָּסָה Qarban wəSchōṭafīm Chevrah ləHandassah, deutsch ‚Qarban & Partner Gesellschaft für Ingenieurwesen‘), sein Sohn Michaʾel Qarban (מִיכָאֵל קָרְבָּן) trat später in die Firma ein.
- ↑ BWNS, “With a dramatic flourish, Bahaʾis unveil majestic garden terraces on Mount Carmel” (22. Mai 2001), auf: Bahá'í Library Online; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ NN, “World Centre”, auf: Bahaipedia; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ a b NN, “Reshaping ‹God’s holy mountain› to create a vision of peace and beauty for all humanity” (30. November 2000), auf: BWNS Bahá'í World News Service; abgerufen am 24. November 2025.
- ↑ Den Karmelkamm erschlossen ab 1887, anfangs für Sommerfrischen, allen voran Friedrich Keller, und andere Bewohner des deutschen Viertels, weshalb der Kamm bis in die 1930er Jahre auf deutsch Deutscher Karmel, das entstandene neue Viertel Carmelheim genannt wurde, im Gegensatz zur westlichen Bergpartie Französischen Karmel (כַּרְמֶל צָרְפַתִי ‚Karmel Zarfatī‘) um das Karmelitenkloster Stella Maris und großteils in dessen Eigentum.
- ↑ NN, “A Quick to Visiting the Bahai Gardens, Haifa”, auf: Welcome to Isrotel; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ NN, “Environmental Considerations in the Bahá’í Gardens”, auf: Welcome to the Bahá’í Holy Places and Gardens; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ NN, “Bahá’i Holy Places in Haifa and the Western Galilee” (8. Juli 2008), auf: UNESCO World Heritage Convention; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Yafit Yafit, “הגנים הבהאים בעכו ובחיפה” (27. Mai 2016), auf: Access Israel / נגישות ישראל; abgerufen am 25. November 2025.
- ↑ Noga Collins-Kreiner, Michal Ben Gal und Deborah F. Shmueli, “Understanding conflicts at religious-tourism sites: The Baha'i World Center, Israel”, in: Tourism Management Perspectives, Nr. 16, S. 228–236, hier S. 230. ISSN 2211-9736.