Amtsgericht Krefeld
Das Amtsgericht Krefeld ist ein Gericht der ordentlichen Gerichtsbarkeit in Krefeld. Der Gerichtsbezirk umfasst die kreisfreie Stadt Krefeld und die Stadt Willich im südöstlichen Kreis Viersen. In dem 206 km² großen Bezirk leben rund 280.000 Menschen.
Übergeordnete Gerichte
Das dem Amtsgericht Krefeld übergeordnete Landgericht ist das Landgericht Krefeld, das wiederum dem Oberlandesgericht Düsseldorf untersteht.
Geschichte
Bis 1879 bestand in Krefeld das Friedensgericht Crefeld. Das königlich preußische Amtsgericht Crefeld wurde mit Wirkung zum 1. Oktober 1879 als eines von zwölf Amtsgerichten im Bezirk des Landgerichtes Düsseldorf im Bezirk des Oberlandesgerichtes Köln gebildet. Der Sitz des Gerichtes war Krefeld. Sein Gerichtsbezirk umfasste den Stadtkreis Krefeld und den Landkreis Krefeld außer dem Teil, der dem Amtsgericht Uerdingen zugeordnet war.[1] Am Gericht bestanden 1880 vier Richterstellen. Das Amtsgericht war damit das größte Amtsgericht im Landgerichtsbezirk. Am Amtsgericht wurde eine Kammer für Handelssachen gebildet. Sie war für die Amtsgerichte Crefeld, Neuss und Uerdingen zuständig.[2]
Im Jahre 1906 wurde das Landgericht Crefeld gebildet und das Amtsgericht Crefeld diesem zugeordnet. Im Jahre 1925 änderte sich der Name der Stadt Crefeld auf Krefeld und damit auch der Name des Amtsgerichtes. Mit dem Ruhrgebiet-Gesetz wurde 1974 das Amtsgericht Krefeld-Uerdingen aufgehoben und sein Sprengel dem Amtsgericht Krefeld zugeordnet.
Siehe auch
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Verordnung, betreffend die Bildung der Amtsgerichtsbezirke vom 5. Juli 1879, GS Nr. 30, S. 560, Digitalisat
- ↑ Carl Pfafferoth: Jahrbuch der deutschen Gerichtsverfassung. 1888, S. 414 online
Koordinaten: 51° 20′ 5,3″ N, 6° 33′ 4″ O