Zentralbank von Guinea

Zentralbank von Guinea
Banque Centrale de la République de Guinée
Land Guinea
Hauptsitz Conakry, Guinea
Gründung 1. März 1960
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Präsident {{{präsident}}}
Währung Franc Guinéen
ISO 4217 GNF
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Website www.bcrg-guinee.org
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Liste der Zentralbanken

Die Zentralbank von Guinea (Französisch: Banque Centrale de la République de Guinée, BCRG; N'Ko: ñKo: ñKo: ؖیجأ؍و ۞ۊ۲ۓۍ۲ ەۊ۲ۓ̈۱۵ ۜۍۓ۲۱۱۵۵) ist die Zentralbank von Guinea.[1] Der Hauptsitz der Bank befindet sich in der Hauptstadt Conakry. Der derzeitige Gouverneur ist Dr. Karamo Kaba.[2]

Geschichte

Vorkolonialzeit

In der vorkolonialen Zeit unterschied sich die Entwicklung des Geldwesens in Guinea kaum von der anderer westafrikanischer Regionen. In der Gegend der südlichen Flüsse (dem Gebiet des heutigen Guinea), auf den Märkten der von Kankan dominierten Ostregion sowie in der Waldzone und entlang der Achse Labé–Timbi–Timbo dienten verschiedene Waren als Tauschmittel. Zu diesen gehörten Salz, Kolanüsse, Palmöl, Stoffstreifen, Silber, Gold, Kaurimuscheln und Guinze.[3]

Auch wenn diese Güter keine eigentlichen Währungen im modernen Sinne waren, erleichterten sie doch den Binnenhandel sowohl zwischen den unterschiedlichen Regionen Guineas als auch mit den Nachbarländern.

Kolonialzeit

Mit Beginn der Kolonialisierung wurden neue Zahlungsmittel eingeführt. In Guinea errichteten die französischen Kolonialherren ein Währungssystem, das eng an das des französischen Mutterlandes angelehnt war. Sie brachten vom französischen Schatzamt ausgegebene Metropolmünzen in Umlauf und machten deren Verwendung verbindlich. Gleichzeitig untersagten sie den Gebrauch ausländischer Münzen und entwerteten die einheimischen Zahlungsmittel.[3]

Im Jahr 1944 gab das französische Schatzamt spezielle Münzen für die Überseegebiete aus, darunter auch für Guinea. Diese trugen die Aufschriften „AOF“ (Französisch-Westafrika) bzw. „AEF“ (Französisch-Äquatorialafrika).

Frankreich richtete in Guinea zudem unter seiner Aufsicht ein Emissionsinstitut sowie Primärbanken ein. Die Aufgabe der Geldemission übernahmen nacheinander die Bank von Senegal, die Bank von Westafrika und schließlich die Emissionsbank von Französisch-Westafrika und Togo – bis Februar 1960.[3]

Seit der Unabhängigkeit

Nach dem Erreichen der politischen Unabhängigkeit sah sich Guinea mit erheblichen Schwierigkeiten konfrontiert. Dazu gehörten die Zerstörung von Archiven, die Einstellung laufender Infrastrukturprojekte, das Einfrieren guineischer Vermögenswerte, Handelsblockaden für guineische Waren im Ausland sowie der Wegfall internationaler Subventionen.

Im Gegensatz zu vielen Nachbarstaaten der WAEMU, die am CFA-Franc festhielten, entschied sich Guinea 1960 für einen eigenen, unabhängigen geldpolitischen Weg. Das Land gründete eine Zentralbank und führte seine nationale Währung, den Guinea-Franc, ein.[3]

Die Ausgabe der neuen Währung erfolgte durch die Bank der Republik Guinea (BRG), die eigens zu diesem Zweck gegründet wurde. Am 27. Juli 1961 wurde sie per Dekret Nr. 276/PRG/61 in die Zentralbank der Republik Guinea (BCRG) umgewandelt.

Nach ihrer Einführung stand die neue Währung jedoch vor großen Herausforderungen. In der Folge wurde der Guinea-Franc fünfmal reformiert, was jeweils mit der Einführung neuer Banknotenserien und Änderungen der Währungssymbole einherging. Die erste Reform fand am 1. März 1960 statt, als der Guinea-Franc zum gleichen Kurs wie der CFA-Franc eingeführt wurde. Die ersten Banknoten erschienen in den Nennwerten 10.000, 5.000, 1.000, 500, 100 und 50 Francs sowie als Münzen.[3]

Siehe auch

Commons: Zentralbank von Guinea – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Afdb: At a glance. Abgerufen am 11. Oktober 2025 (englisch).
  2. Largest And Global Sovereign Wealth Fund Institute | SWFI. Abgerufen am 11. Oktober 2025.
  3. a b c d e Histoires de la monnaie – BCRG. Abgerufen am 11. Oktober 2025.