Weißenhaider Mühle
Weißenhaider Mühle Stadt Bad Weißenstadt
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 5′ N, 11° 51′ O |
| Höhe: | 664 m ü. NHN |
| Einwohner: | 0 (31. Dez. 2020)[1] |
| Postleitzahl: | 95163 |
| Vorwahl: | 09253 |
Die Mühle
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Weißenhaider Mühle ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Weißenhaider Mühle liegt in der Gemarkung Voitsumra.[3]
Geographie
Die Einöde liegt im Weißenstadter Forst-Süd am Fuße des Schneeberges (1051 m ü. NHN). Durch den Ort fließt der Zinnbach. Ein Anliegerweg führt zur Kreisstraße WUN 1 bei Weißenhaid (0,4 km nordöstlich). Südwestlich der Weißenhaider Mühle liegt ein asymmetrisches Tal, das unter gleichem Namen als Geotop ausgezeichnet ist.[4]
Geschichte
Die Weißenhaidermühle wurde im Jahr 1681 von Zobel von Wunsiedel errichtet. Sie wurde bei der Erzeugung von Frischfeuer genutzt, um das im benachbarten Hochofen geschmolzene Roheisen weiter verarbeiten zu können. 1787 wurde das Anwesen als Mahl- und Sägmühle genutzt. Die Mühle lag im Fraischbezirk des brandenburg-bayreuthischen Sechsamtes Weißenstadt.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Weißenhaider Mühle dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Voitsumra und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Voitsumra zugeordnet. 1919 erwarb die Stadt Hof das Gebäude und bautes 1929 zu einem Ferienhaus um.[6] Am 1. Januar 1978 wurde Weißenhaider Mühle im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weißenstadt eingemeindet.[7]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 18 | 9 | 5 | 3 | 2 | 4 | 3 | 0 |
| Häuser[8] | 3 | 3 | 1 | 1 | 1 | 1 | ||
| Quelle | [9] | [10] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [1] |
Religion
Weißenhaider Mühle ist evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Bad Weißenstadt) gepfarrt.[13]
Literatur
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 750.
Weblinks
- Weißenhaider Mühle in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 30. Oktober 2025.
- Weißenhaider Mühle in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 30. Oktober 2025.
- Weißenhaider Mühle im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 30. Oktober 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Einwohnerzahlen aus der Bestandsstatistik zum 31.12.2020. (PDF) Abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Stadt Weißenstadt, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 30. Oktober 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 215.
- ↑ D. Herrmann, H. Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land, Sp. 750.
- ↑ Bad Weißenstadt > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 30. Oktober 2025.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1076 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1136 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1173 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1010 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 742 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 166 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 321 (Digitalisat).