Meierhof (Bad Weißenstadt)
Meierhof Stadt Bad Weißenstadt
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|---|---|
| Koordinaten: | 50° 4′ N, 11° 54′ O |
| Höhe: | 664 m ü. NHN |
| Einwohner: | 165 (31. Dez. 2020)[1] |
| Postleitzahl: | 95163 |
| Vorwahl: | 09253 |
Meierhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern).[2] Meierhof liegt in der Gemarkung Franken.[3]
Geographie
Die Anwesen des Dorfes liegen in einem Radius von 400 Metern verstreut an der Westseite des Rudolfsteins (866 m ü. NHN), einer bewaldeten Anhöhe des Fichtelgebirges. Durch den Ort fließt der Birkenbach, ein rechter Zufluss der Eger. Die Kreisstraße WUN 7 führt zur Staatsstraße 2180 (2,4 km nördlich) bzw. nach Vordorf (2,5 km südlich).[4]
Geschichte
Das Anwesen war ursprünglich der Meierhof der Burg Rudolfstein. 1386 wurde der Ort als „Meierhöflein“ erstmals schriftlich erwähnt. Das wüst gefallene Anwesen wurde in diesem Jahr von der Burggrafschaft Nürnberg erworben. In deren Rechtsnachfolge gelangte es an Brandenburg-Kulmbach. Es lag im Fraischbezirk des Sechsamtes Weißenstadt. Zwischen 1688 und 1722 entstanden zehn Reutgüter. 1740 kam ein Tropfhaus hinzu, 1759 ein Gemeindehirtenhaus. Die Anwesen zählten noch im Jahre 1737 zu Birk, erst danach wurden sie wieder Meierhof genannt. Ab 1787 gab es einen Hochofen.[5]
Von 1797 bis 1810 unterstand Meierhof dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel.[6] Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißenstadt[7] und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Franken zugeordnet.[5] Am 1. Januar 1978 wurde Meierhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weißenstadt eingemeindet.[8]
Ehemalige Baudenkmäler
- Ehemaliges Hammerwerk, auch Waffenschmiede genannt. Das Hammerwerk ist schon seit Jahrzehnten eingegangen.[9]
- Bauernhöfe. Der im ganzen Bezirk einst vorherrschende Haustyp mit Fachwerk-Obergeschoss, häufig einhüftig gestaltet, begegnet hier wiederholt, aber meist in verputztem Zustand, so dass eine Altersbestimmung sehr erschwert ist; wohl 18. bis frühes 19. Jahrhundert.[9]
Einwohnerentwicklung
| Jahr | 1818 | 1861 | 1871 | 1885 | 1900 | 1925 | 1950 | 1961 | 1970 | 1987 | 2020 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 117 | 175 | 195 | 242 | 171 | 164 | 157 | 154 | 144 | 157 | 165 |
| Häuser[10] | 27 | 29 | 29 | 35 | 37 | 48 | |||||
| Quelle | [7] | [11] | [12] | [13] | [14] | [15] | [16] | [17] | [18] | [19] | [1] |
Religion
Meierhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Bad Weißenstadt) gepfarrt.[17]
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Meyerhof. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 3: I–Ne. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1801, DNB 790364301, OCLC 833753092, Sp. 592 (Digitalisat).
- Dietmar Herrmann, Helmut Süssmann: Fichtelgebirge, Bayerisches Vogtland, Steinwald, Bayreuther Land. Lexikon. Ackermannverlag, Hof (Saale) 2000, ISBN 3-929364-18-2, Sp. 426 f.
- Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel. 2. Auflage. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner GmbH, Hof (Saale) 1975, DNB 760334978, S. 178.
- Josef Maria Ritz, Bernhard Hermann Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz (= Die Kunstdenkmäler von Bayern. Oberfranken 1). R. Oldenbourg, München 1954, DNB 457322578, S. 191.
Weblinks
- Meierhof in der Ortsdatenbank von bavarikon, abgerufen am 28. Oktober 2025.
- Meierhof in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 28. Oktober 2025.
- Meierhof im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie, abgerufen am 28. Oktober 2025.
Fußnoten
- ↑ a b Einwohnerzahlen aus der Bestandsstatistik zum 31.12.2020. (PDF) Abgerufen am 28. Oktober 2025.
- ↑ Stadt Weißenstadt, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 28. Oktober 2025.
- ↑ Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Oktober 2025.
- ↑ Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 28. Oktober 2025 (Entfernungsangaben entsprechen Luftlinie).
- ↑ a b Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 178.
- ↑ Addreßhandbuch für die Fränkischen Fürstenthümer Ansbach und Bayreuth. Verlag der beiden Waisenhäuser, Ansbach und Bayreuth 1801, OCLC 869860275, S. 287 (Digitalisat).
- ↑ a b A. H. Hoenig (Hrsg.): Topographisch-alphabetisches Handbuch über die in dem Ober-Mainkreise befindlichen Städte, Märkte, Dörfer, Weiler, Mühlen und Einöden. Bayreuth 1820, OCLC 165644543, S. 76 (Digitalisat). Dort als Meyerhof aufgelistet.
- ↑ Bad Weißenstadt > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 28. Oktober 2025.
- ↑ a b J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 191.
- ↑ Es sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet.
- ↑ Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, OCLC 457951812, Sp. 960, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
- ↑ Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, OCLC 183234026, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 1133, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1888, OCLC 1367926131, Abschnitt III, Sp. 1073 (Digitalisat).
- ↑ K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, DNB 361988931, OCLC 556534974, Abschnitt II, Sp. 1133 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, DNB 361988923, OCLC 215857246, Abschnitt II, Sp. 1170 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, DNB 453660975, OCLC 183218794, Abschnitt II, Sp. 1005 (Digitalisat).
- ↑ a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 739 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, DNB 740801384, OCLC 220710116, S. 164 (Digitalisat).
- ↑ Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 321 (Digitalisat).