Wagenborg-L-Klasse

L-Klasse
Loireborg
Schiffsdaten
Land Niederlande Niederlande
Schiffsart Mehrzweckfrachtschiff
Reederei Wagenborg Shipping, Delfzijl
Bauwerft Koninklijke Niestern Sander, Delfzijl
Bauzeitraum 2006 bis 2008
Gebaute Einheiten 4
Schiffsmaße und Besatzung
Länge 122,34 m (Lüa)
115,97 m (Lpp)
Breite 14,40 m
Seitenhöhe 8,10 m
Tiefgang (max.) 6,51 m
Vermessung 4695 BRZ / 2558 NRZ
Maschinenanlage
Maschine 1 × Caterpillar-Dieselmotor (MaK 9M25C)
Maschinen­leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat 2.970 kW (4.038 PS)
Dienst­geschwindigkeit

13 kn (24 km/h) Vorlage:Infobox Schiff/Antrieb/Geschwindigkeit_B

Propeller 1 × Verstellpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 7350 tdw
Container 304 TEU
Rauminhalt 9163 m³
Sonstiges
Klassifizierungen Bureau Veritas

Die L-Klasse ist eine Klasse von Mehrzweckschiffen der niederländischen Reederei Wagenborg Shipping. Die Schiffe wurden auf der niederländischen Werft Koninklijke Niestern Sander gebaut und dort als Typ KNS MP7350 geführt.

Geschichte

Die Schiffe der L-Klasse wurden von 2006 bis 2008 auf der Werft Koninklijke Niestern Sander in Delfzijl für die Reederei Wagenborg Shipping in Delfzijl gebaut. Insgesamt entstanden vier Einheiten. Der Schiffstyp ist eine Weiterentwicklung des von 2004 bis 2006 gebauten Typs KNS MP6100. Die nach Flüssen benannten Schiffe kamen unter der Flagge der Niederlande mit Heimathafen Delfzijl in Fahrt.

Beschreibung

Die Schiffe werden von einem Viertakt-Neunzylinder-Dieselmotor des Motorenherstellers Caterpillar (Typ MaK 9M25) mit 2970 kW Leistung angetrieben. Der Motor wirkt über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Verstellpropeller. Die Schiffe sind mit einem elektrisch mit 350 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlruder ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen ein von der Hauptmaschine angetriebener Stamford-Wellengenerator mit einer Scheinleistung von 510 kVA sowie zwei von Sisu-Dieselmotoren mit jeweils 200 kW Leistung angetriebene Leroy-Somer-Generatoren mit einer Scheinleistung von jeweils 231 kVA zur Verfügung. Als Notgeneratorsatz wurde ein von einem Sisu-Dieselmotor mit 110 kW Leistung angetriebener Leroy-Somer-Generator mit einer Scheinleistung von 120 kVA verbaut. Die Abwärme der Motoren wird unter anderem für die Heizung an Bord genutzt.

Die Schiffe verfügen über zwei kastenförmige Laderäume. Laderaum 1 ist 45,18 m lang, 11,71 m breit und 8,98 m hoch, Laderaum 2 ist 44,48 m lang, 11,71 m breit und 8,98 m hoch. Die Laderäume können mithilfe von zwei Getreideschotten unterteilt werden. Die Schotten können jeweils an vier Positionen errichtet werden. Die Laderäume sind mit jeweils sieben Stapellukendeckeln verschlossen, die mithilfe eines Lukenwagens bewegt werden können. Die Tankdecke kann mit 15 t/m², die Lukendeckel können mit 1,5 t/m² belastet werden.

Die Schiffe sind für den Transport von Containern vorbereitet. Die Containerkapazität beträgt 304 TEU.

Die Decksaufbauten befinden sich im hinteren Bereich der Schiffe. Hier sind unter anderem neun Kabinen eingerichtet, in denen insgesamt zehn Personen untergebracht werden können.

Am Heck befindet sich auf der Steuerbordseite ein Freifallrettungsboot.

Der Rumpf der Schiffe ist eisverstärkt (Eisklasse 1A).

Schiffe

L-Klasse
Bauname Baunummer IMO-Nummer Kiellegung
Stapellauf
Ablieferung
Lauwersborg[1] 834 9399387 20. November 2006
22. Juni 2007
29. September 2007
Lingeborg[2] 835 9399399 20. November 2006
13. Dezember 2007
25. April 2008
Loireborg[3] 836 9399404 20. November 2006
13. Mai 2008
4. Juli 2008
Laganborg[4] 837 9407419 20. Dezember 2006
9. Oktober 2008
5. Dezember 2008

Literatur

  • Lauwersborg. In: HSB International, Oktober 2007, S. 29–34 (PDF, 223 kB).
Commons: L-Klasse – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Lauwersborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
  2. Lindeborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
  3. Loireborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
  4. Laganborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.