Wagenborg-D-Klasse
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Die D-Klasse ist eine Klasse von Mehrzweckschiffen der niederländischen Reederei Wagenborg Shipping. Von dem Schiffstyp wurden vier Einheiten auf der niederländischen Werft Scheepswerf Gebr. van Diepen gebaut.
Geschichte
Die Schiffe wurden auf der Werft Scheepswerf Gebr. van Diepen in Waterhuizen für die Reederei Wagenborg Shipping in Delfzijl gebaut. Zunächst waren zwei Einheiten des Typs bestellt, später wurde noch zweimal eine weitere Einheit bestellt.[1][2][3]
Beschreibung
Die Schiffe werden von einem Viertakt-Achtzylinder-Dieselmotor des Typs Wärtsilä 8L38 mit 5.280 kW Leistung angetrieben. Der Motor wirkt über ein Untersetzungsgetriebe auf einen Verstellpropeller. Die Schiffe sind mit einem elektrisch mit 500 kW Leistung angetriebenen Bugstrahlruder mit Verstellpropeller ausgestattet. Für die Stromerzeugung stehen ein vom Hauptmotor mit 500 kW Leistung angetriebener Stamford-Wellengenerator sowie zwei von Scania-Dieselmotoren mit jeweils 260 kW Leistung angetriebene Stamford-Generatoren mit jeweils 305 kVA Scheinleistung zur Verfügung. Weiterhin wurde ein von einem Sisu-Valmet-Dieselmotor mit 80 kW Leistung angetriebener Stamford-Generator mit 102 kVA Scheinleistung als Notgenerator verbaut.
Die Schiffe verfügen über zwei Laderäume. Laderaum 1 ist 41,99 m lang, 13,20 m breit und 10,48 m hoch, Laderaum 2 ist 53,61 m lang, 13,20 m breit und 10,48 m hoch. Laderaum 1 verjüngt sich im vorderen Bereich auf einer Länge von 14,25 m, Laderaum 2 verjüngt sich im hinteren Bereich auf einer Länge von 12,38 m. Die Kapazität der Laderäume beträgt 12.681 m³, davon entfallen 5.430 m³ auf Laderaum 1 und 7.251 m³ auf Laderaum 2. Die Tankdecke kann mit 15 t/m², die Lukendeckel können mit 1,75 t/m² belastet werden. Die Laderäume können mithilfe von Getreideschotten unterteilt werden. Diese können im Laderaum 1 an zwei Positionen und im Laderaum 2 an drei Positionen errichtet werden. Die Laderäume sind mit sechs bzw. acht Stapellukendeckeln verschlossen. Die Lukendeckel können mithilfe eines Lukenwagens bewegt werden. Vor Laderaum 1 befindet sich ein Wellenbrecher zum Schutz vor überkommendem Wasser.
Die Schiffe sind für den Transport von Containern vorbereitet. Die Containerkapazität beträgt 578 TEU. 258 TEU können in den Räumen und 320 TEU an Deck geladen werden. In Laderaum 1 können sechs 20-Fuß-Container und in Laderaum 2 acht 20-Fuß-Container hintereinander, bis zu fünf nebeneinander und vier übereinander geladen werden. An Deck können bis zu 16 20-Fuß-Container hintereinander, bis zu sechs nebeneinander und bis zu vier übereinander geladen werden. Für Kühlcontainer stehen 46 Anschlüsse zur Verfügung.
Die Decksaufbauten befinden sich im hinteren Bereich der Schiffe. Für die Schiffsbesatzung stehen zehn Einzelkabinen zur Verfügung. Weiterhin stehen unter anderem Büroräume, eine Messe, eine Kombüse und weitere Räume, darunter Lager und verschiedene technische Betriebsräume, zur Verfügung.
Am Heck der Schiffe befindet sich auf der Backbordseite ein Freifallrettungsboot. Der Rumpf der Schiffe ist eisverstärkt (Eisklasse 1A).
Schiffe
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| Bauname | Baunummer | IMO-Nummer | Kiellegung Stapellauf Ablieferung |
Umbenennungen und Verbleib |
| Dintelborg[4] | 1041 | 9163685 | 30. Oktober 1996 27. November 1998[2] 4. März 1999 |
2001: MSC Dardanelles, 2004: Dintelborg |
| Dongeborg[5] | 1042 | 9163697 | 30. Juli 1999 24. September 1999 |
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| Drechtborg[6] | 1044 | 9196163 | 29. Juni 1998 25. Februar 2000 26. April 2000 |
2000: MSC Skaw, 2002: Drechtborg, 2003: Normed Rotterdam, 2005: Drechtborg, 2014: Svetlana, 2020: Alexandra |
| Diezeborg[7] | 1045 | 9225586 | 1. Juni 1998 18. Oktober 2000 4. Dezember 2000 |
2001: MSC Marmara, 2003: Diezeborg |
Die Schiffe fahren bzw. fuhren bei Wagenborg Shipping unter der Flagge der Niederlande mit Heimathafen Delfzijl.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Van Diepen bouwt twee D'borgen. In: Schip & Werf de Zee, März 1997, S. 4, ISSN 0926-4213.
- ↑ a b Dintelborg. In: Schip & Werf de Zee, Januar 1999, S. 5, ISSN 0926-4213.
- ↑ Diezeborg. In: Schip & Werf de Zee, Dezember 2000, S. 8, ISSN 0926-4213.
- ↑ Dintelborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Dongeborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Drechtborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.
- ↑ Diezeborg, Stichting Maritiem-Historische Databank. Abgerufen am 5. Januar 2026.