Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien

Das Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien ist eine topographische Buchreihe von Hans Lutsch, die von 1886 bis 1903 erschien.

Geschichte

Der aus Pommern stammende Regierungsbaumeister Hans Lutsch begann 1886 mit der Veröffentlichung des ersten Bandes des Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien. Er wurde dabei von Fachleuten, meist aus dem Verein für die Geschichte der Provinz Schlesien, unterstützt, die er im Vorwort zu den einzelnen Bänden dankend erwähnte.

Aufgenommen wurden historische Bauwerke bis 1800, darunter auch Bürgerhäuser, und einige bedeutende historische Kunstwerke. Auf Anordnung des Landtages der Provinz Schlesien durften aus Kostengründen zunächst keine Abbildungen angefertigt werden.[1][2] 1894 erschien der letzte Textband. 1901 wurde Hans Lutsch zum Provinzialkonservator für die Provinz Schlesien ernannt. 1902 konnte ein Ergänzungsband mit mehreren Landkarten veröffentlicht werden; und 1903 wurde ein vierbändiges Bilderwerk schlesischer Kunstdenkmäler mit 232 Tafeln veröffentlicht.

Bände

Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien, 6 Bände 1886–1902

  • Band 1 Die Stadt Breslau, 1886
  • Band 2 Die Landkreise des Regierungs-Bezirks Breslau, 1889
  • Band 3 Der Regierungs-Bezirk Liegnitz, 1891
  • Band 4 Der Regierungs-Bezirk Oppeln, Breslau 1894
    • Teil A Fürstentum Neisse, Anteile der Fürstentümer Brieg, Öls, Troppau und Jägerndorf, 1890
    • Teil B: Fürstentümer Oppeln und Ratibor, Freie Standesherrschaften Beuthen und Pless, 1894
  • Band 5 Register zu den Bänden 1 – 4, 1903
  • Band 6: Denkmäler-Karten, 1902.

Bilderwerk Schlesischer Kunstdenkmäler, 1903

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Wikisource: Kunstdenkmäler#Schlesien – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Hans Lutsch, Verzeichnis der Kunstdenkmäler der Provinz Schlesien, Band I, 1886, S. VII, Vorwort
  2. Ernst Polaczek: Die Denkmäler-Inventarisation in Deutschland. In: Deutsche Geschichtsblätter, 1, 1900, S. 270–290, hier S. 275–276; mit einer kurzen Einschätzung der ersten vier Bände bemängelte er, dass die Angaben verhältnismäßig kurz und durch viele Fachbegriffe für Laien schwer verständlich seien