Valerian Hüffener
Valerian Hüffener (* in Crostewitz; † nach 1540) war ein deutscher Kirchenmusiker und Thomaskantor.
Leben
Zum Wintersemester 1521 immatrikulierte sich Hüffener an der Universität Leipzig.[1][2] Von 1526 bis 1530 war er Thomaskantor in Leipzig, wohl als letzter Kantor des Thomasklosters vor der Einführung der Reformation 1539 in Sachsen.[3] Noch im Mai 1540 ist er als Konventuale des Klosters nachgewiesen.[4][5] Das Kloster wurde 1541 säkularisiert, und die Chorherren verließen bis 1543 die Stadt.
Literatur
- Gerhard Dietzsch: Zur Pflege der Musik an den deutschen Universitäten bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts: Leipzig. In: Archiv für Musikforschung, Band 3, 1938, S. 302–330, hier S. 319; Textarchiv – Internet Archive.
- Stefan Altner, Martin Petzoldt, Marina Täschner: Lebensdaten der Thomaskantoren, Rektoren, Konrektoren und Direktoren. In: Stefan Altner, Martin Petzoldt (Hrsg.): 800 Jahre Thomana, Festschrift zum Jubiläum von Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule. In Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft, Helmut Loos, und dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Eszter Fontana. Stekovics, Wettin-Löbejün 2012, ISBN 978-3-89923-238-7, S. 436–439.
- Michael Maul: Die Frühgeschichte des Thomaskantorats und die Entwicklung des Chores bis zum Amtsantritt Johann Sebastian Bachs. In: Stefan Altner, Martin Petzoldt (Hrsg.): 800 Jahre Thomana, Festschrift zum Jubiläum von Thomaskirche, Thomanerchor und Thomasschule. In Zusammenarbeit mit der Universität Leipzig, Lehrstuhl für Historische Musikwissenschaft, Helmut Loos, und dem Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, Eszter Fontana. Stekovics, Wettin-Löbejün 2012, ISBN 978-3-89923-238-7, S. 78–103.
- Michael Maul: „Dero berühmbter Chor“: die Leipziger Thomasschule und ihre Kantoren (1212–1804). Lehmstedt, Leipzig 2012, ISBN 978-3-942473-24-8.
Einzelnachweise
- ↑ Georg Erler (Hrsg.): Die Matrikel der Universität Leipzig. Band 1: Die Immatrikulationen von 1409–1559 (= Codex diplomaticus Saxoniae regiae. 2. Hauptteil, Band 16). Giesecke & Devrient, Leipzig 1895, S. 580; hhu.de.
- ↑ Georg Buchwald: Die Matrikel des Hochstifts Merseburg, 1469 bis 1558. Böhlau, Weimar 1926, S. 156 u. 251; eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche.
- ↑ Rudolf Wustmann: Musikgeschichte Leipzigs. In drei Bänden. Erster Band: Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Teubner, Leipzig 1909. Reprint: Springer, Wiesbaden 2013, ISBN 978-3-663-15295-8, S. 41; Textarchiv – Internet Archive.
- ↑ Carl Friedrich von Posern-Klett (Hrsg.): Urkundenbuch der Stadt Leipzig. Band 2 (= Codex diplomaticus Saxoniae Regiae. 2. Hauptteil, Band 9). Giesecke & Devrient, Leipzig 1870, S. 427 f., 436; Digitalisat in der Google-Buchsuche.
- ↑ Richard Sachse: Beiträge zur Geschichte des Thomasklosters und der Thomasschule. In: Programm der Thomasschule in Leipzig: für das Schuljahr 1879/80. Leipzig 1880, S. 35; Digitalisat in der Google-Buchsuche.