Ulrichsdorf (Hochneukirchen-Gschaidt)
| Ulrichsdorf (Rotte) Ortschaft | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Wiener Neustadt | |
| Pol. Gemeinde | Hochneukirchen-Gschaidt (KG Gschaidt) | |
| Koordinaten | 47° 26′ 37″ N, 16° 8′ 28″ O | |
| Höhe | 700 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 68 (1. Jän. 2025) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 06594 | |
| Ortsansicht | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Ulrichsdorf (früher auch Ullringsdorf oder Olleringsdorf) ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich. Die Ortschaft hat 68 Einwohner (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geografie
Die ganz an der Grenze zur Steiermark liegende Rotte befindet sich südwestlich von Gschaidt und ist nur über Nebenstraßen erreichbar; die westlich der Kammlinie liegendem Gebäude zählen bereits zur Ortschaft Elsenau der steirischen Gemeinde Schäffern. Der Ort entwässert großteils über den Willersbach. Zur Ortschaft zählen weiters die im Norden gelegenen Lagen Grünbauer und Wieser, die damit insgesamt 22 Adressen umfasst (Stand: 1. April 2020).[2]
Geschichte
Die Bewohner waren gut bestiftete Waldbauern, die neben Weizen besonders Korn und Hafer zogen, beschrieb Schweickhardt den Ort. Aufgrund der Grenzlage bestand in Ulrichsdorf damals auch ein k.k. Grenzzollamt. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit acht Häusern genannt, das nach Gschaidt eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Ziegersberg besaß die Ortsobrigkeit, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne. Die Landgerichtsbarkeit wurde von der Herrschaft Aspang ausgeübt.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Ulrichsdorf ein Gastwirt, ein Stechviehhändler, zwei Viktualienhändler und mehrere Landwirte ansässig.[4]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 4. Band: Neusiedl bis Pottendorf. Mechitaristen, Wien 1832, S. 219 (Olleringsdorf in der Google-Buchsuche).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 111, Sektion Gschaid, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,0 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 365.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 92 (Olleringsdorf in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 479