Maltern (Gemeinde Hochneukirchen-Gschaidt)

Maltern (Dorf)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt (WB), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Wiener Neustadt
Pol. Gemeinde Hochneukirchen-Gschaidt  (KG Hochneukirchen)
Koordinaten 47° 25′ 44″ N, 16° 12′ 31″ Of1
Höhe 470 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 121 (1. Jän. 2025)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06592

Das an der L4108 stehende Feuerwehrhaus
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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121

Maltern ist eine Ortschaft in der Marktgemeinde Hochneukirchen-Gschaidt im Bezirk Wiener Neustadt in Niederösterreich mit 121 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025).[1]

Geografie

Das über die Landesstraße L4108 erreichbare Dorf befindet sich südlich von Hochneukirchen an der Grenze zum Burgenland und entwässert über den Tauchenbach. Am 1. April 2020 umfasste die Ortschaft 44 Adressen.[2]

Geschichte

Im frühen 19. Jahrhundert beschrieb Schweickhardt die Einwohner als Bergbauern, die Viehzucht betrieben und daneben nur Hafer, Gerste und etwas Getreide ernteten. Weiters bestanden im Ort zwei Mühlen. Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 14 Häusern genannt, das nach Hochneukirchen eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Krumbach besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus, besorgte die Konskription und hatte die Grundherrschaft inne.[3]

Filialkirche Maltern

Zum jährlich abgehaltenen „Großen Malterner Kirchtag“ strömten stets so viele Gläubige, dass an diesem Tag gleich mehrere Messen gelesen wurden. Die alte Kapelle mit dem wundertätigen „Margaretenbründl“ wurde mit den hohen Opfergeldern durch eine neue, um 1720 errichtete Filialkirche ersetzt, die 1741 dem Hl. Mauritius geweiht wurde (Denkmalschutz, Listeneintrag).

Literatur

  • Friedrich Wilhelm Weiskern: Topographie von Niederösterreich, in welcher alle Städte, Märkte, Dörfer, Klöster, Schlößer, Herrschaften, Landgüter, Edelsitze, Freyhöfe, namhafte Oerter u.d.g. angezeiget werden, welche in diesem Erzherzogthume wirklich angetroffen werden, oder sich ehemals darinnen befunden haben. Band 1: A–M. Druckerei Joseph von Kurzböck, Wien 1768, S. 374 (Ausgabe 1769; Maltern in der Google-Buchsuche).
  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 156 (MalternInternet Archive).
  • Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 111, Sektion Gschaid, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,0 MB]).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 365.
Commons: Maltern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
  3. Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 6 (Maltern in der Google-Buchsuche).