Sulgenbach (Berner Quartier)

Sulgenbach
Gebräuchliches Quartier von Bern
Koordinaten 599670 / 198506
Höhenbereich 510–550 m ü. M.
Fläche 0,489 km²
Einwohner 6327 (31. Dez. 2024)[1]
Ausländeranteil 19.96 % (31. Dez. 2024)[2]
Arbeitsstätten 510 (31. Dez. 2023)[3]
Quartiernummer 308
Postleitzahl 3007
Statistischer Bezirk Weissenbühl
Stadtteil Mattenhof-Weissenbühl

Sulgenbach ist ein Quartier der Stadt Bern. Es gehört zu den 2011 bernweit festgelegten 114 gebräuchlichen Quartieren und liegt im Stadtteil Stadtteil III Mattenhof-Weissenbühl, dort im statistischen Bezirk Weissenbühl. Es grenzt an die Quartiere Steinhölzli/Weissenbühl, Mattenhof, Monbijou, Marzili und Sandrain/Schönau. Im Südwesten bildet es die Stadtgrenze von Bern zu Wabern.[4]

Im gebräuchlichen Quartier betrug die Wohnbevölkerung am 31. Dezember 2024 insgesamt 6327 Personen. Davon waren 47,8 Prozent Männer und 52,2 Prozent Frauen. 2024 wurden 38 Personen eingebürgert. 75 Geburten standen 26 Todesfällen gegenüber. Es wurden 62 Ehen geschlossen und es gab 12 Scheidungen. 5064 Personen hatten die Schweizer Staatsbürgerschaft, 1263 waren Ausländer (die Ausländerquote beträgt 19.96 %).[2]
Es befanden sich dort 510 Arbeitsstätten[3] (Stand:31. Dezember 2023)

Die Gesamtbevölkerung ist nach Altersklassen in Jahren wie folgt aufgeteilt:[1]

Altersklasse Anz. Einw. Anteil in %
0–6 (Vorschule) 374 5.91
7–15 (Schule) 369 5.83
16–19 (Ausbildung) 133 2.10
20–64 (Berufsphase) 4721 74.62
ab 65 (Rentner) 730 11.54

Name

Das Gebiet ist benannt nach dem Sulgenbach, der – aus dem Köniz- oder Gurtental kommend – hier an der tiefsten Stelle zwischen dem Stadtzentrum von Bern und dem ansteigenden Gurten ungefähr an Stelle der heutigen Eigerstrasse verlief.

Der Name von Bach und Dorf leitet sich vermutlich ab von althochdeutsch sulaga oder solaga, was so viel wie Lache, Pfütze bedeutet. Der Bach ist heute auf Stadtgebiet kanalisiert. Am Ufer des Bachs zwischen dem heutigen Eigerplatz und der Sulgeneck lag das Dorf Sulgen mit den Teilen Ober- und Untersulgen, 1346 in Stadtrecht aufgenommen und im 18. Jahrhundert auch Sulden genannt. An den Sulgenbach erinnern heute noch die Strassennamen Sulgenauweg, Sulgenbachstrasse, Sulgeneckstrasse, Sulgenheimweg und Sulgenrain.

Entwicklung und Beschaffenheit des Quartiers

Die Gegend ist heute geprägt von Bauten aus dem 19. und 20. Jahrhundert (u. a. Sulgenbach-Schulhaus von 1867) und die verkehrsreichen Strassen Eigerstrasse, die in west-östlicher Richtung vom Mattenhof-Quartier zur Monbijoubrücke über die Aare ins Kirchenfeld-Quartier führt, und Monbijoustrasse, die in nord-südlicher Richtung vom Bahnhof Bern nach Wabern führt. Über die Eigerstrasse führt die Buslinie 28 von Bernmobil, über die Monbijoustrasse die Buslinie 19 und die Tramlinie 9. Für den Bau der Monbijoustrasse wurde im Bereich Giessereiweg eine Gruppe von verbleibenden Häusern des alten Dorfs am Sulgenbach, darunter die Stockmühle, 1911 abgebrochen. An der Kreuzung von Monbijou- und Eigerstrasse wurde zwischen 1992 und 1997 für das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation das Gebäude Titanic II[5] erstellt.

Literatur

  • Fritz Brechbühl: Mattenhof – Sulgenbach Chronik, Bern 1956.
  • Michael Stettler: Sulgenbach, Bern 1992. ISBN 3-7272-9715-8

Einzelnachweise

  1. a b Polizeiinspektorat Stadt Bern, Einwohnerdatenbank; Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten, Ordipro (einige online)
  2. a b Schweizer und Ausländer gemäss Die Wohnbevölkerung der Stadt Bern 2024
  3. a b Bundesamt für Statistik, Statistik der Unternehmensstruktur STATENT
  4. Interaktiver Stadtplan der Stadt Bern (Auswahl unter «Themen»).
  5. Fotos auf der Website der Architekten.