St. Oliver (Rhüden)

St. Oliver war die katholische Kirche in Rhüden, einem Ortsteil von Seesen im Landkreis Goslar in Niedersachsen. Die nach dem heiligen Oliver Plunkett benannte Kirche gehörte zur Pfarrgemeinde St. Michael mit Sitz in Bilderlahe, im Dekanat Alfeld-Detfurth des Bistums Hildesheim.

Geschichte

Bereits 1852 erfolgte in Groß Rhüden, das bis dahin zum Amt Bilderlahe gehörte, die Errichtung einer katholischen Kapelle.[1]

1976 erfolgten in Klein Rhüden die Grundsteinlegung und der Bau der St.-Oliver-Kirche. Zuvor fand katholischer Gottesdienst in Rhüden in der evangelischen St.-Martini-Kirche statt.[2]

Am 28. April 2007 erfolgte die Profanierung durch Bischof Norbert Trelle. 2008 wurde sie verkauft, heute wird das Gebäude vom Musikverein Rhüden von 1901 e. V. als Vereinsheim genutzt. Die nächstliegenden katholischen Kirchen befinden sich heute jeweils ca. acht Kilometer entfernt in Bilderlahe, Bockenem und Seesen.

Lage und Architektur

Die St.-Oliver-Kirche stand in Klein Rhüden auf dem Grundstück Maschstraße 17.

Die Kirche wurde als Beton-Fertigteilkirche mit freistehendem Turm und integrierten Gemeinderäumen erbaut und befand sich in rund 132 Meter Höhe über dem Meeresspiegel. Das Turmkreuz und die Glocke wurden nach der Profanierung entfernt, sonst blieb das äußere Erscheinungsbild der Kirche seit der Profanierung weitgehend unverändert. Ihr Kreuzweg kam in die Kirche Maria Königin in Seesen.[3]

Von diesem Kirchentyp wurden im Bistum Hildesheim eine Reihe weiterer Kirchen erbaut, so 1969 in Altenwalde und Sudmerberg, 1970 in Dungelbeck, Meckelfeld und Poggenhagen, 1971 in Afferde, Hohegeiß, Luthe, Meine, Schwanewede und Winsen (Aller), 1972 in Gifhorn, Ronnenberg, Stederdorf und Wittingen, 1974 in Vorwerk, und 1975 in Dransfeld, Münchehof und Rodenberg.

Siehe auch

Literatur

  • Willi Stoffers: Bistum Hildesheim heute. Hildesheim 1987, ISBN 3-87065-418-X, S. 120

Einzelnachweise

  1. Maria Kapp: St. Michael in (Seesen-) Bilderlahe. In: Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart. Jahrbuch des Vereins für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim, 70. Jahrgang, Hildesheim 2002, ISBN 3-39366-535-8, S. 289.
  2. Bischöfliches Generalvikariat (Hrsg.): Katholischer Gottesdienst in der Diözese Hildesheim. Hildesheim 1966, S. 43.
  3. Faltblatt: Maria Königin, Seesen. Katholische Pfarrgemeinde Maria Königin (Hrsg.).

Koordinaten: 51° 56′ 34,3″ N, 10° 7′ 45,5″ O