Schleuse Marklendorf
| Schleuse Marklendorf | ||
|---|---|---|
| Lage | ||
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| Koordinaten | 52° 40′ 57″ N, 9° 42′ 17″ O | |
| Ort: | Buchholz OT Marklendorf | |
| Gewässer: | Aller | |
| Gewässerkilometer: | km 38,25 (Flusskilometer) bzw. 0,55 (Schleusenkanal) | |
| Daten | ||
| Eigentümer: | Bund | |
| Betreiber: | Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes | |
| Zuständiges WSA: | Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser | |
| Planungsbeginn: | vor 1908 | |
| Bauzeit: | 1913–1915 | |
| Sanierung: | 2006 | |
| Schleuse | ||
| Typ: | Schleppzugschleuse | |
| Nutzlänge: | 159,00 m | |
| Nutzbreite: | 10,00 m | |
| Durchschnittliche Fallhöhe: |
3,20 m | |
| Obertor: | Stemmtor | |
| Untertor: | Stemmtor | |
| Sonstiges | ||
| Zugehöriges Wehr: | Schlauchwehr | |
| Zugehöriges Kraftwerk: | Wasserkraftwerk zur Stromerzeugung | |
Die Schleuse Marklendorf ist eine Schiffsschleuse am Flusskilometer 38,25 der Aller, einem 260 Kilometer langem rechtem Nebenfluss der Weser in Sachsen-Anhalt und Niedersachsen. Die Schleppzugschleuse liegt im Schleusenkanal bei Kilometer 0,55. Für die Lage im Schleusenkanal wird eine eigene Kilometrierung angegeben. Die nutzbare Länge der Schleusenkammer beträgt 159 Meter, die Nutzbreite 10,00 Meter.[1]
Geschichte
Im Jahr 1907 beschloss der Preußische Staat die Kanalisierung der Aller auf einer Strecke zwischen Celle und der Leinemündung bei Hademstorf. Für die Schifffahrt wurde zeitgleich mit dem Wehr ein etwa 400 Meter langer Schleusenkanal mit der Schleuse für die Binnenschifffahrt angelegt.
Die Schleuse
Das als Schleppzugschleuse mit schrägen Kammerwänden konzipierte Abstiegsbauwerk entstand von 1913 bis 1915. Die nutzbare Länge beträgt 159 Meter und die nutzbare Breite 10 Meter, wobei die nutzbare Torweite ebenfalls 10 Meter beträgt. Die Drempelhöhe wird mit 2,50 Meter angegeben. Als Schleusenverschlüsse an Ober- und Unterhaupt dienen elektrisch angetriebene Stemmtore. Die Schleuse liegt zwischen Engehausen-Stillenhöfen und Marklendorf. Die Frachtschifffahrt auf der Aller wurde zum Ende 1968 eingestellt. Da seit 1969 auf der Aller keine gewerbliche Schifffahrt mehr betrieben wird, hat die Schleuse heute nur noch Bedeutung für die Sportboot−und Fahrgastschifffahrt.
Wehr mit Wasserkraftwerk und Fischtreppe
Die 1913 bis 1915 errichtete Staustufe in Marklendorf und umfasst neben dem vom Wasserstraßen und Schifffahrtsamt Weser betriebenen Wehr und der Schleuse auch ein Wasserkraftwerk. Das ursprüngliche Wasserkraftwerk aus dem Jahr 1916 wurde 1974 abgerissen. Ende der 1980er Jahre wurde ein neues Wasserkraftwerk gebaut, das noch bis heute Strom erzeugt. Aufgrund des hohen Alters der Wehranlage hat das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt ein umfangreiches Grundinstandsetzungsprogramm eingeleitet, welches neben der Instandsetzung auch einen partiellen Neubau der Wehranlage umfasst. Bereits im Jahr 2006 wurde das neue Schlauchwehr mit einer Fischtreppe in Betrieb genommen, um Fließgewässer-Organismen im Rahmen ihrer Wanderung die Möglichkeit zu geben, Stauwehre und Wasserkraftanlagen zu überwinden.
Literatur
- Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V. div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag, Duisburg-Ruhrort OCLC 48960431
Weblinks
- Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser Schleuse Marklendorf
Einzelnachweise
- ↑ Schriften des Vereins für europäische Binnenschifffahrt und Wasserstraßen e. V. div. Jahrgänge. WESKA (Westeuropäischer Schifffahrts- und Hafenkalender), Binnenschifffahrts-Verlag, Duisburg-Ruhrort OCLC 48960431 S. A 509-10