Santa Domenica GR
| GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz. Es wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Santa Domenica zu vermeiden. |
| Santa Domenica | ||
|---|---|---|
| Staat: | Schweiz | |
| Kanton: | Graubünden (GR) | |
| Region: | Moesa | |
| Politische Gemeinde: | Rossa | |
| Postleitzahl: | 6548 | |
| frühere BFS-Nr.: | 3809 | |
| Koordinaten: | 729644 / 134771 | |
| Höhe: | 1035 m ü. M. | |
| Fläche: | 8,60 km² | |
| Einwohner: | 23 (1980) | |
| Einwohnerdichte: | 3 Einw. pro km² | |
| Website: | www.rossa.ch | |
| Karte | ||
Santa Domenica ist eine Ortschaft und war eine selbständige politische Gemeinde im ehemaligen Bezirk Moesa im italienischsprachigen Teil des Kantons Graubünden in der Schweiz.
Geographie
Das Dorf liegt auf einer Höhe von 1035 m ü. M. am Ost-Fuss des Piz da Termin (2903 m ü. M.) und am rechten Ufer der Calancasca. Santa Domenica befindet sich an der engsten Stelle des Calancatals fast senkrecht über der Calancasca, zweieinhalb Kilometer südlich von Rossa und 25 Kilometer nördlich von Bellinzona.
Geschichte
Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1414. Bis 1796 gehörte Santa Domenica zur Gemeinde Calanca, von 1796 bis 1851 zur Inneren Calanca. 1851 wurde das Dorf selbständig, seither ist es eine selbständige Gemeinde. 1851 wurde das Dorf selbstständig.[1]
Die Pfarrkirche S. Domenica gehört zu den bedeutendsten Barockkirchen Graubündens. Sie wurde 1664 bis 1672 vom Architekten Giovanni Serro auf einem Vorgängerbau von 1414 errichtet und ist reich ausgestattet u. a. mit Fresken von Francesco Antonio Giorgioli. Die Kapelle der Madonna Addolorata (Schmerzensmutter) stammt aus dem 17. Jahrhundert, jene der Immacolata (Unbefleckte Empfängnis) aus dem 19. Jahrhundert. Die Häuser bestehen aus einem steinernen Sockel und einem oberen Teil aus Holz, einige weisen Fresken aus dem 17. und 18. Jahrhundert auf.[1]
1982 fusionierten Santa Domenica und die ehemals selbständige Gemeinde Augio mit der Gemeinde Rossa zur neuen politischen Gemeinde Rossa.
Wappen
| Blasonierung: «In Grün das Brustbild der Heiligen Domenica mit goldenem gelbem Nimbus und schwarzem Ordensgewand» | |
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Das Wappen enthält einen Hinweis auf den Namen des Ortes und das Patrozinium der Pfarrkirche. |
Bevölkerung
| Bevölkerungsentwicklung | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jahr | 1733 | 1808 | 1850 | 1900 | 1950 | 1980[1] |
| Einwohner | 191 | 280 | 102 | 110 | 41 | 23 |
Sehenswürdigkeiten
- Katholische Pfarrkirche Santa Domenica und Beinhaus (1672) mit Barockfresken. Die Pfarrkirche gehört zu den bedeutendsten Barockkirchen Graubündens; sie wurde 1664–1672 vom Architekten Giovanni Serro auf einem Vorgängerbau von 1414 errichtet und ist reich ausgestattet mit Fresken von Francesco Antonio Giorgioli[2][3]
Literatur
- Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 520–521.
- Erwin Poeschel: Die Kunstdenkmäler des Kantons Graubünden, Band VI: Die italienischbündnerischen Talschaften Puschlav, Misox und Calanca. (= Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 17). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte GSK. Bern 1945, ISBN 978-3-906131-55-9.
- Balser Puorger: Santa Domenica. In: Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz, Band 6, Saint Gelin – Schaffer. Attinger, Neuenburg 1921, S. 80, 81 (Digitalisat).
- Cesare Santi: Santa Domenica. In: Historisches Lexikon der Schweiz. 13. Dezember 2011.
- Verschiedene Autoren: Santa Domenica. In: Storia dei Grigioni, 3 Bände, Collana «Storia dei Grigioni», Edizioni Casagrande, Bellinzona 2000.
Weblinks
- Internetauftritt der Gemeinde Rossa
- Santa Domenica auf rossa.ch/il-comune
- Santa Domenica auf propatria.ch (abgerufen am: 5. März 2018.)
Einzelnachweise
- ↑ a b c Cesare Santi: Santa Domenica. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
Diese Abschnitte basieren weitgehend auf dem Eintrag im Historischen Lexikon der Schweiz (HLS), der gemäss den Nutzungshinweisen des HLS unter der Lizenz Creative Commons – Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International (CC BY-SA 4.0) steht. - ↑ Simona Martinoli u. a.: Guida d’arte della Svizzera italiana. Hrsg. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Edizioni Casagrande, Bellinzona 2007, S. 520–521, ISBN 978-88-7713-482-0
- ↑ Kantonsbibliothek Graubünden. Katholische Pfarrkirche S. Domenica (Foto) ( vom 13. Februar 2022 im Internet Archive)