Sückau

Sückau
Gemeinde Amt Neuhaus
Koordinaten: 53° 19′ N, 10° 57′ O
Einwohner: 121 (2017)[1]
Eingemeindung: 30. Juni 1993
Eingemeindet nach: Neuhaus
Postleitzahl: 19273
Lage von Sückau in Niedersachsen

Sückau (niederdeutsch Sückau[2]) ist ein Dorf im Ortsteil Dellien der Gemeinde Amt Neuhaus in Niedersachsen.

Geographie

Sückau liegt drei Kilometer nördlich von Neuhaus, am Zusammenfluss von Sude und Rögnitz.

Geschichte

Für das Jahr 1844 wird angegeben, dass Gülstorf 45 Wohngebäude hatte, in denen 440 Einwohner lebten.[3] Zu der Zeit war der Ort Kapellendorf und nach Neuhaus eingepfarrt[3] und hatte eine Schule.[4] Am 1. Dezember 1871 hatte Sückau 394 Einwohner in 43 Wohngebäuden mit 88 Haushalten, nachdem für das Jahr 1867 noch 442 Einwohner angegeben werden.[5]

Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte fast das gesamte ehemalige Gebiet des Amtes Neuhaus zum Landkreis Lüneburg und damit zur Provinz Hannover; nur das Dorf Niendorf gehörte damals zum Land Mecklenburg. Nach dem Krieg gehörte das ehemals hannoversche Gebiet zunächst kurzzeitig zur britischen Besatzungszone. Wegen der fehlenden Brücke über die Elbe mit entsprechend zu erwartenden Versorgungsschwierigkeiten erfolgte aus praktischen Gründen im Juli 1945 eine Übergabe an die sowjetische Besatzungszone und daraus folgend die spätere Zugehörigkeit Sückaus zur DDR.

Nach der deutschen Wiedervereinigung wechselte der Ort am 30. Juni 1993 aus Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen in den Landkreis Lüneburg zurück.[6]

Baudenkmale

Siehe: Liste der Baudenkmale in Sückau

Commons: Sückau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Demographiegutachten für den Landkreis Lüneburg September 2018. (PDF; 7 MB) Amt Neuhaus, S. 159, abgerufen am 1. November 2025.
  2. Günther Wagener: Verzeichnis der Städte, Samtgemeinden, der Mitgliedsgemeinden und Ortsteile in der Hansestadt und dem Landkreis Lüneburg mit dem Eintrag der plattdeutschen Ortsnamen. (PDF) In: www.landkreis-lueneburg.de. 27. August 2015, S. 3, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2020; abgerufen am 1. November 2025.
  3. a b Ringklib, Heinrich: Statistisch-topographisches Hand- und Wörter-Buch über den Landdrostei-Bezirk Lüneburg. E. H. C. Schulze, Celle 1844, S. 138 (digitale-sammlungen.de).
  4. Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 213 (digitale-sammlungen.de).
  5. Königlich Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Verl. d. Königl. Statist. Bureaus, Berlin 1873, S. 118 f. (digitale-sammlungen.de).
  6. Staatsvertrag zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen über die Umgliederung der Gemeinden im ehemaligen Amt Neuhaus und anderer Gebiete nach Niedersachsen. GrÄndStVtr MV/ND. 9. März 1993, abgerufen am 28. Dezember 2018.