Gülstorf
Gülstorf Gemeinde Amt Neuhaus
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| Koordinaten: | 53° 16′ N, 10° 51′ O | |
| Einwohner: | 11 (2017)[1] | |
| Postleitzahl: | 19273 | |
Lage von Gülstorf in Niedersachsen
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Gülstorf (niederdeutsch Gülstörp[2]) ist ein Weiler im Ortsteil Sumte der Gemeinde Amt Neuhaus in Niedersachsen.
Geographie
Gülstorf liegt fünf Kilometer südöstlich von Bleckede im Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue an der Elbe. Neuhaus, der Sitz der Gemeinde, befindet sich fünf Kilometer nordöstlich des Ortes.
Geschichte
Am 12. Mai 1401 verkaufte Ludolf Moltzan Gülstorf für 112 Mark an Herzog Erich von Sachsen-Lauenburg.[3][4] Für das Jahr 1844 wird angegeben, dass Gülstorf 6 Wohngebäude hatte, in denen 52 Einwohner lebten.[5] Zu der Zeit war der Ort nach Barskamp eingepfarrt.[5] Die Schule befand sich zu der Zeit im Nachbarort Viehle.[6] Am 1. Dezember 1871 hatte Gülstorf 48 Einwohner in 6 Wohngebäuden mit 9 Haushalten, nachdem für das Jahr 1867 noch 77 Einwohner angegeben werden.[7]
Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges gehörte fast das gesamte ehemalige Gebiet des Amtes Neuhaus zum Landkreis Lüneburg und damit zur Provinz Hannover; nur das Dorf Niendorf gehörte damals zum Land Mecklenburg. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte das ehemals hannoversche Gebiet zunächst kurzzeitig zur britischen Besatzungszone. Wegen der fehlenden Brücke über die Elbe mit entsprechend zu erwartenden Versorgungsschwierigkeiten erfolgte aus praktischen Gründen im Juli 1945 eine Übergabe an die sowjetische Besatzungszone und daraus folgend die spätere Zugehörigkeit Gülstorfs zur DDR.
Nach der deutschen Wiedervereinigung wechselte der Ort am 30. Juni 1993 aus Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen in den Landkreis Lüneburg zurück.[8]
Baudenkmale
Siehe: Liste der Baudenkmale in Gülstorf
Einzelnachweise
- ↑ Demographiegutachten für den Landkreis Lüneburg September 2018. (PDF; 7 MB) Amt Neuhaus, S. 150, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Günther Wagener: Verzeichnis der Städte, Samtgemeinden, der Mitgliedsgemeinden und Ortsteile in der Hansestadt und dem Landkreis Lüneburg mit dem Eintrag der plattdeutschen Ortsnamen. (PDF) In: www.landkreis-lueneburg.de. 27. August 2015, S. 3, archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 25. September 2020; abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Georg Christian Friedrich Lisch (Hrsg.): Urkunden-Sammlung zur Geschichte des Geschlechtes von Maltzan. Stiller, Schwerin 1844, S. 433 (digitale-sammlungen.de).
- ↑ Sudendorf, Hermann (Hrsg.): Urkundenbuch zur Geschichte der Herzöge von Braunschweig und Lüneburg und ihrer Lande. Hirschheydt, Hannover-Döhren 1877, S. 162 (digitale-sammlungen.de).
- ↑ a b Ringklib, Heinrich: Statistisch-topographisches Hand- und Wörter-Buch über den Landdrostei-Bezirk Lüneburg. E. H. C. Schulze, Celle 1844, S. 103 (digitale-sammlungen.de).
- ↑ Friedrich W. Harseim, C. Schlüter (Hrsg.): Statistisches Handbuch für das Königreich Hannover. Schlüter, Hannover 1848, S. 213 (digitale-sammlungen.de).
- ↑ Königlich Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Verl. d. Königl. Statist. Bureaus, Berlin 1873, S. 118 f. (digitale-sammlungen.de).
- ↑ Staatsvertrag zwischen den Ländern Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen über die Umgliederung der Gemeinden im ehemaligen Amt Neuhaus und anderer Gebiete nach Niedersachsen. GrÄndStVtr MV/ND. 9. März 1993, abgerufen am 28. Dezember 2018.