Robert Sutton (Admiral)

Robert Sutton (* um 1942; † 16. November 2020 in Weems, Lancaster County, Virginia) war ein Konteradmiral der United States Navy. Er war unter anderem Kommandeur des United States Naval Forces Central Commands (NAVCENT), der Marinekomponente des United States Central Commands.

Leben

Robert Sutton absolvierte im Jahr 1964 die United States Naval Academy in Annapolis in Maryland. In der US-amerikanischen Marine durchlief er anschließend alle Offiziersränge bis zum Konteradmiral.

Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem die Naval Schools Mine Warfare in Charleston in South Carolina, die Naval Postgraduate School in Monterey in Kalifornien und die Naval Destroyer School in Newport in Rhode Island.

Während seiner militärischen Laufbahn absolvierte er sowohl Aufgaben als Seeoffizier an Bord verschiedener Kriegsschiffe als auch Tätigkeiten als Stabsoffizier auf dem Festland. Als Seeoffizier diente er an Bord verschiedener Schiffe und war dabei unter anderem im Atlantik, im Mittelmeer, im Roten Meer und im Schwarzen Meer eingesetzt. Im Lauf seiner Dienstzeit erhielt er das Kommando über drei Kriegsschiffe. Dabei handelte es sich um den Zerstörer Mitscher, den er in den Monaten Mai und Juni 1978 kommandierte und der dann außer Dienst gestellt wurde. Sein nächstes Kommando übernahm er im Juni 1982 auf dem Zerstörer Preble. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum November 1984. Sein drittes Schiffskommando hatte er in den Jahren 1987 bis 1989 über den Lenkwaffenkreuzer Thomas Gates, mit dem er unter anderem im Mittelmeer und im Schwarzen Meer operierte.

Zu seinen Aufgaben als Stabsoffizier an Land zählten unter anderem eine Verwendung im Hauptquartier der amerikanischen Streitkräfte während des Vietnamkriegs, dem Military Assistance Command, Vietnam. Dort war er in den Jahren 1966 und 1967 Berater der Streitkräfte von Südvietnam für Marineangelegenheiten. Im Dezember 1974 wurde er nach Port Hueneme in Kalifornien versetzt. Dort gehörte er dem Stab einer Einheit an, die mit der Entwicklung von Abwehrwaffen für Langstreckenraketen befasst war (Project Officer for Terrier/Talos long-range anti-air missile systems). Dort verblieb er bis zum Jahr 1977. Ab Januar 1980 war er Stabsoffizier beim Naval Sea Systems Command. Zwischen November 1984 und September 1986 gehörte Robert Sutton dem Stab des Chief of Naval Operations (CNO) an und im November 1989 kehrte er nochmals zum Stab des Naval Sea Systems Commands zurück.

Im Juni 1990 übernahm er als Nachfolger von Philip F. Duffy das Kommando über NAVCENT, das damals noch in Pearl Harbor in Hawaii ansässig war. Dieses Amt bekleidete er nur bis zum August 1990, als er von Henry H. Mauz Jr. abgelöst wurde. Noch vor seiner Amtsübergabe an Maux wurde er Anfang August 1990 mit seinem Hauptquartier nach Ausbruch des Zweiten Golfkriegs nach Bahrein versetzt. In der Folge erhielt Sutton das Kommando über die U.S. Naval Logistics Support Force. Im August 1991 wurde er zum Flottillenadmiral befördert. Zwischen August 1991 und Juli 1993 leitete er das Training Command der Atlantikflotte. Danach kommandierte er bis zum Oktober 1995 das Naval Ordnance Center. Anschließend wurde er zum Stab des Marineministers versetzt, dem er als Director of Navy International Programs bis zu seiner Pensionierung am 1. Februar 1999 angehörte. Seit Februar 1996 bekleidete er den Rang eines Konteradmirals.

Nach seiner Pensionierung war Robert Sutton Vorstandsmitglied bei ITT Industries. Im Jahr 2005 wurde er Leiter der Beraterfirma BecTech. Außerdem gehörte er dem Vorstand einiger Marine-Assoziationen und Stiftungen an.

Orden und Auszeichnungen

Robert Sutton erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen: