Richmond Art Museum
Das Richmond Art Museum ist ein Kunstmuseum in Richmond, Indiana, USA. Es wurde im Jahr 1898 unter dem Namen „Art Association of Richmond“ gegründet. Zu den maßgeblichen Initiatoren zählten der Künstler John Elwood Bundy und der Autor und Anwalt William Dudley Foulke. Die Dauerausstellung zeigt Werke amerikanischer Impressionisten, Keramik und Dekorationskunst sowie eine umfangreiche Sammlung indianischer Kunst.[1]
Geschichte
Die Ursprünge des Richmond Art Museum reichen bis ins späte 19. Jahrhundert zurück. Die Gründung als „Art Association of Richmond“ im Jahr 1898 war Teil einer wachsenden Bewegung zur Förderung der Bildenden Kunst im Mittleren Westen der USA. Maßgeblich initiiert wurde die Gründung durch lokale Künstler und engagierte Bürger wie John Elwood Bundy und William Dudley Foulke. Durch die Zusammenarbeit mit der örtlichen Richmond Community School entstand eine enge Verbindung zwischen Museum und Bildungseinrichtungen. Im Jahr 1915 wurde das Museum in einem eigens errichteten Gebäude auf dem Gelände der Richmond High School untergebracht, was durch eine großzügige Spende von Charles McGuire ermöglicht wurde. Seit 1996 trägt das Museum den Namen „Richmond Art Museum“ und ist mit der Richmond High School verbunden, was für ein öffentliches Kunstmuseum in den Vereinigten Staaten einzigartig ist.[2]
Architektur
Das Museumsgebäude befindet sich in der McGuire Memorial Hall auf dem Campus der Richmond High School. Es wurde 1915 errichtet und bietet neben Ausstellungsräumen auch einen Konzertsaal sowie Unterrichtsräume für Musik und Kunst. Das Gebäude wurde durch eine Spende von Charles McGuire ermöglicht und zu Ehren seiner Mutter Esther Elderkin McGuire benannt. Entworfen wurde der Bau vom Architekten John Leonard Hamilton Jr. aus Chicago.[1]
Sammlung
Der Fokus der Sammlung liegt auf amerikanischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts. Besonders bedeutend ist der Bestand an Werken amerikanischer Impressionisten, darunter Arbeiten der sogenannten Hoosier Group, der Richmond Group und der Taos Art Colony. Darüber hinaus besitzt das Museum eine herausragende Keramiksammlung, zu der zahlreiche Werke der Overbeck Sisters zählen. Die Gemäldesammlung umfasst Werke von William Merritt Chase, Frank Duveneck, Henry Mosler, Walter Shirlaw, William Aiken Walker, William Wendt, Charles Courtney Curran, William Victor Higgins, Ben Foster, Robert Reid, Asher Durand, Childe Hassam, Adam Emory Albright, E. Irving Couse, Leonard Ochtman, John Christen Johansen, Francis Focer Brown, Guy Carleton Wiggins, Jane Peterson, Janet Scudder, Paul Weber, Harry Mills Walcott, Albert Lorey Groll, Gordon Grant, Louis Betts, De Scott Evans, Marcus Mote, Frederick Judd Waugh, Wayman Elbridge Adams und Aminah Robinson.[3]
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William Adolphe Bouguereau (1825–1905): Indigent Family (Charity) (1865)
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John Vanderpoel: Sunlight and Shadow (1898)
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Leonard Ochtman: Old Pastures (1904)
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William Merritt Chase: Self Portrait (1915)
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William J. Forsyth (1854–1935): Self Portrait (1923)
Literatur
- Mary Quick Burnet: Art and Artists of Indiana. Kessinger Publishing 2008.
- Shaun Thomas Dingwerth: The Richmond Group Artists. Indiana University Press, Bloomington 2023.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ a b Richmond Art Museum | Classes | Gallery | Community Events. Abgerufen am 28. September 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ Richmond Art Museum - an inspiring collection. 20. Juni 2014, abgerufen am 28. September 2025 (amerikanisches Englisch).
- ↑ RAM Permanent Collection. In: Richmond Art Museum. Abgerufen am 28. September 2025 (amerikanisches Englisch).
Koordinaten: 39° 49′ 24,2″ N, 84° 54′ 5,8″ W