Guy C. Wiggins

Guy Carleton Wiggins (* 23. Februar 1883 in Brooklyn, New York; † 25. April 1962 in St. Augustine, Florida) war ein US-amerikanischer Maler des Impressionismus. Er wurde vor allem durch seine impressionistischen Stadtansichten von New York City und seine Landschaftsdarstellungen aus Neuengland bekannt.[1]

Leben

Guy Carleton Wiggins war der Sohn des Landschaftsmalers Carleton Wiggins und erhielt seine erste künstlerische Ausbildung von seinem Vater. Um 1900 studierte er Architektur und Zeichnen am Brooklyn Polytechnic Institute, bevor er seine Ausbildung an der National Academy of Design fortsetzte. Bereits im Alter von 20 Jahren wurde er als bis dahin jüngster amerikanischer Künstler mit einem Werk in die ständige Sammlung des Metropolitan Museum of Art aufgenommen. Ab etwa 1920 verbrachte Guy Wiggins die Sommermonate in Old Lyme, Connecticut, wo er sich einer Künstlergruppe anschloss. Diese entwickelte den amerikanischen Impressionismus weiter, indem sie französische Techniken mit amerikanischen Motiven verband. Wiggins orientierte sich an Childe Hassam und anderen Mitgliedern der Gruppe The Ten, blieb dabei jedoch seinem eigenen impressionistischen Stil treu. In den 1920er Jahren erlangte er besonderes Ansehen für seine Stadtszenen im Schnee, die er häufig aus den Fenstern von Büros in Manhattan malte. Eines seiner bekanntesten Werke aus dieser Zeit ist Washington’s Birthday (1930, New Britain Museum of American Art), das eine winterliche Straßenszene in New York zeigt. 1937 zog Wiggins nach Essex, Connecticut, wo er die Guy Wiggins Art School gründete. Neben seiner Lehrtätigkeit unternahm er zahlreiche Reisen durch die Vereinigten Staaten und malte Landschaften in Montana, Massachusetts und Connecticut. Auf Einladung von Präsident Dwight D. Eisenhower fertigte er zwei Gemälde des Weißen Hauses an, von denen eines später in das Eisenhower-Museum in Abilene, Kansas, gelangte. Guy C. Wiggins verstarb 1962 in St. Augustine, Florida.[1][2]

Werk

Das Werk von Guy Wiggins umfasst vor allem impressionistische Darstellungen verschneiter Stadtansichten New Yorks, darunter die Metropolitan Tower, der Washington Square im Winter und der Riverside Drive. Er malte jedoch auch ländliche Szenen aus Neuengland, beispielsweise von Flüssen, Feldern und Wäldern, und setzte sich intensiv mit den verschiedenen Jahreszeiten auseinander. Seine Bilder zeichnen sich durch den Einsatz heller Farben sowie die diffuse Wiedergabe von Licht und Atmosphäre aus. Seine Werke befinden sich heute in bedeutenden amerikanischen Museumssammlungen, darunter im Metropolitan Museum of Art in New York, in der National Gallery of Art in Washington, D.C. sowie im Art Institute of Chicago. Guy Wiggins malte auch ein Porträt von Präsident Dwight D. Eisenhower. Er blieb dem impressionistischen Stil treu, auch zu einer Zeit, als dieser in den USA bereits als veraltet galt.[1][2]

Literatur

  • Guy Carleton Wiggins: Guy C. Wiggins 1883–1962: American Impressionist, Campanile Galleries, San Francisco, 1970.
  • Gary Lee Kvamme: Guy Carleton Wiggins – paintings. Admit Hub Ref Service Pr., 2023.
Commons: Guy C. Wiggins – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Guy C. Wiggins Biography. Abgerufen am 12. Oktober 2025.
  2. a b The Library, Winter. Abgerufen am 12. Oktober 2025 (amerikanisches Englisch).