Richard P. Klocko
Richard Phillip Klocko (* 26. Februar 1915 in Dunkirk, Chautauqua County, New York; † 19. April 2011 in Hilton Head Island, Beaufort County, South Carolina) war ein Generalleutnant der United States Air Force. Er war unter anderem Kommandeur der Defense Communications Agency.
Er besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat. In den Jahren 1933 bis 1937 durchlief er die United States Military Academy in West Point. Nach seiner Graduation wurde er als Leutnant dem United States Army Air Corps zugeteilt. In der Armee bzw. ab 1947 in der Luftwaffe durchlief er anschließend alle Offiziersränge vom Leutnant bis zum Drei-Sterne-General.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte er verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem eine Ausbildung zum Kampfpiloten und das Air War College auf der Maxwell Air Force Base in Alabama. Er war zunächst als Pilot der 36. Verfolgungsstaffel (36th Pursuit Squadron) auf dem Langley Field, der späteren Langley Air Force Base, in Virginia stationiert. Anfang 1941 wurde er zum Losey Field dem späteren Fort Allen in Puerto Rico verlegt. Bis Mitte 1942 gehörte er dort der 36. Verfolgungsgruppe (36th Pursuit Group) an. In diese Zeit fiel der amerikanische Eintritt in den Zweiten Weltkrieg.
In der Folge wurde er nach England versetzt. Im Oktober 1942 erhielt er dort das Kommando über die 350. Flugkampfgruppe (350th Fighter Group). Zur Unterstützung der Landung der Alliierten in Nordafrika wurde er mit seiner Einheit dort eingesetzt. Im Februar 1943 geriet er in deutsche Kriegsgefangenschaft, in der er bis zum Ende des Kriegs verblieb. Zwischen August 1945 und Oktober 1947 gehörte er dem Stab des Kriegsministeriums an.
In der Folge wurde er in die neugegründete United States Air Force übernommen. In deren Hauptquartier leitete er in den Jahren 1949 und 1950 eine Unterabteilung (chief, Supplemental Research Branch) innerhalb der Stabsabteilung für das Nachrichtenwesen. Daran schloss sich sein Studium am Air War College an. Anschließend gehörte er bis zum Jahr 1952 der Fakultät dieser Einrichtung an. Danach blieb er für weitere zwei Jahre auf der Maxwell AFB, wo er einer Studiengruppe für militärische Maßnahmen der Luftwaffe angehörte (Graduate Study Group, working on policy and doctrine for Air Force operations).
Daran schloss sich eine Versetzung zur Kelley Air Force Base in San Antonio in Texas an. Dort leitete Klocko bis zum Juni 1955 die Stabsabteilung für Operationen beim U.S. Air Force Security Service. In der Folge verblieb er bis zum Juli 1956 bei diesem Kommando, wo er nun das Amt des Stabschefs übernahm. Es folgte eine Versetzung zur Rhein-Main Air Base in Frankfurt. Dort übernahm er das Kommando über das 6900. Sicherheitsgeschwader (6900th Security Wing), das er bis zum August 1960 innehatte. Danach wurde er stellvertretender Kommandeur des U.S. Air Force Security Service. Im Januar 1962 erhielt er unter Beförderung zum Generalmajor das Kommando über diese Dienststelle, das er bis zum Oktober 1965 innehatte.
Seine nächste Mission führte ihn zur Scott Air Force Base in Illinois, wo er das Kommando über den Air Force Communication Service übernahm. Zwischen Juli und November 1967 war er stellvertretender Kommandeur der Defense Community Agency und im November 1967 erhielt Richard Klocko als Nachfolger von Alfred D. Starbird und inzwischen im Rang eines Generalleutnants das Kommando über die Defense Communications Agency (DCA), die 1991 den Namen Defense Information Systems Agency erhielt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum August 1971, als er von Gordon T. Gould abgelöst wurde. Die DCA spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Defense Satellite Communications System. Während des Vietnamkriegs eröffnete die DCA eine Außenstelle in Asien und baute mit Talk Quick ein Kommunikationsnetz zum sicheren Dialog auf. Nach dem Ende dieser Berufung ging Klocko im Jahr 1971 in den Ruhestand.
Über seine Zeit nach seiner Pensionierung ist in den vorhandenen Quellen nichts überliefert. Der mit Madelyn Norine Ahern (1914–1979) verheiratete Offizier starb am 19. April 2011 und wurde auf dem Friedhof der Militärakademie in West Point beigesetzt.
Orden und Auszeichnungen
Richard Klocko erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
- Air Force Distinguished Service Medal
- Silver Star
- Legion of Merit
- Bronze Star Medal
- Air Medal
- Army Commendation Medal
- Prisoner of War Medal
- American Campaign Medal
- American Defense Service Medal
- European-African-Middle Eastern Campaign Medal
- World War II Victory Medal
- Vietnam Service Medal
Weblinks
- Biografie über Klocko bei CIA-Gov (zuletzt abgerufen am 15. Dezember 2025)
- Klocko bei Find A Grave (zuletzt abgerufen am 15. Dezember 2025)
- Klocko bei Traces of War (zuletzt abgerufen am 15. Dezember 2025)