Gordon T. Gould
Gordon T. Gould (* 1916 in Mobile, Mobile County, Alabama; † 7. August 1979 in Bethesda, Montgomery County, Maryland) war ein Generalleutnant der United States Air Force. Er war unter anderem Kommandeur der Defense Communications Agency.
Er besuchte die öffentlichen Schulen seiner Heimat und die West Point Preparatory School in Fort McPherson in Georgia. In den Jahren 1937 bis 1941 durchlief er die United States Military Academy in West Point. Nach seiner Graduation wurde er als Leutnant in das Offizierskorps des Heeres aufgenommen. In der Armee bzw. ab 1947 in der Luftwaffe durchlief er anschließend alle Offiziersränge vom Leutnant bis zum Drei-Sterne-General.
Im Lauf seiner militärischen Karriere absolvierte Gould verschiedene Kurse und Schulungen. Dazu gehörten unter anderem der signal officer general course in Fort Monmouth in New Jersey; ein Elektronikstudium an der Harvard University und ein Radarkurs am Massachusetts Institute of Technology (MIT). Später folgte noch ein Studium am Air War College auf der Maxwell Air Force Base in Alabama.
Er wurde zunächst nach Tampa in Florida versetzt. Auf dem dortigen Drew Field wurde er zunächst Leiter der Radar School. Später gehörte er ebenfalls auf dem Drew Field dem Stab des 3. Fliegerkommandos (Headquarters III Fighter Command) der United States Army Air Forces an. Ab Juni 1944 war er aktiv am Zweiten Weltkrieg beteiligt. Als Kommunikationsoffizier gehörte er dem Stab des in China operierenden 312. Kampfgeschwaders (312th Fighter Wing) an. Im August 1945 wurde er in gleicher Funktion zum Hauptquartier der U.S. Army Air Forces im chinesischen Operationsbereich versetzt.
Im April 1946 kehrte Gordon Gould in die Vereinigten Staaten zurück. Dabei war er zunächst auf dem Langley Field und dann in Washington, D.C. Stabsoffizier bzw. Stabschef beim Airways and Air Communications Service. Zwischen Mai 1948 und dem Jahr 1950 erfolgte sein Studium am MIT. Anschließend wurde er auf die Wright-Patterson Air Force Base in Ohio versetzt. Dort gehörte er dem damaligen Air Research and Development Command an und war unter anderem für die Bereitstellung von Materialien und Ausrüstung für die auf dem Atoll Eniwetok durchgeführten Nuklearwaffentests mitverantwortlich. Später leitete er bis zum August 1953 das Waffenlabor (Armament Laboratory) des Air Research and Development Commands.
Daran schloss sich sein bis zum Juli 1954 andauerndes Studium am Air War College auf der Maxwell AFB an. Es folgte eine Versetzung nach Baltimore in Maryland zum Stab des nun dort ansässigen Air Research and Development Commands. Dort leitete er dessen Stabsabteilung für Radar und Kommunikation (chief of the Radar and Communications Division at Headquarters Air Research and Development Command, in Baltimore, Md.). Im Juli 1960 wurde er zum Stab des Strategic Air Commands auf der Offutt Air Force Base in Nebraska versetzt. Bis zum November 1964 leitete er dessen Stabsabteilung für Kommunikation (chief of the Communications-Electronics Division). Danach wurde er zum Stab des Hauptquartiers der Air Force versetzt, wo er ähnliche Aufgaben im Kommunikationswesen wahrnahm.
Im September 1971 erhielt Gordon Gould als Nachfolger von Richard P. Klocko das Kommando über die Defense Communications Agency (DCA), die 1991 den Namen Defense Information Systems Agency erhielt. Diese Aufgabe erfüllte er bis zum Juli 1974, als er von Lee M. Paschall abgelöst wurde. Anschließend schied er aus dem aktiven Militärdienst aus.
Nach seiner Pensionierung war er für die Firma IBM tätig. Der mit Lois Sameth Gould verheiratete Offizier starb am August 1979 nach einem Herzanfall im Bethesda Naval Hospital in Bethesda.
Orden und Auszeichnungen
Gordon Gould erhielt im Lauf seiner militärischen Laufbahn unter anderem folgende Auszeichnungen:
Weblinks
- Gould bei der US Air Force (zuletzt abgerufen am 16. Dezember 2025)
- Nachruf in der Washington Post (zuletzt abgerufen am 16. Dezember 2025)