Nikolaos Akritidis
Nikolaos Vasiliou Akritidis (griechisch Νικόλαος Βασιλείου Ακριτίδης; * 1935 in Kateha, Pieria, Zentralmakedonien) ist ein griechischer Politiker der Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK), der unter anderem Mitglied des Parlaments sowie vier Mal Handelsminister (1981 bis 1982, 1984 bis 1986, 1987 bis 1989 und 1995 bis 1996) und zudem zwischen 1982 und 1984 Kommunikationsminister war.
Leben
Nikolaos Vasiliou Akritidis absolvierte ein Studium der Physik und Geodäsie an der Aristoteles-Universität Thessaloniki und lehrte im Anschluss als Dozent für Physik und Vermessungswesen an der Universität Thessaloniki. Er war zudem 1966 Mitbegründer der Prometheus-Technologieschule in Thessaloniki und gehörte nach dem Ende der Militärdiktatur im Juli 1974 am 3. September 1974 neben Andreas Papandreou[1] zu den Gründern der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung PASOK (Panellinio Sosialistiko Kinima), für die er 1975 zunächst Mitglied des Stadtrates wurde. Bei der Parlamentswahl am 20. November 1977 wurde er für die PASOK erstmals Mitglied des Parlaments (Voulí ton Ellínon) und gehörte diesem nach seinen Wiederwahlen am 18. Oktober 1981, 2. Juni 1985, 18. Juni 1989, 5. November 1989, 8. April 1990, 10. Oktober 1993 sowie am 22. September 1996 als Vertreter von Thessaloniki bis zum 14. März 2000 an.
Nach dem Sieg der PASOK bei der Parlamentswahl am 18. Oktober 1981 wurde Akritidis am 21. Oktober 1981 in das Kabinett Andreas Papandreou I berufen und bekleidete in diesem bis zu seiner Ablösung durch Georgios Moraitis[2] am 5. Juli 1982 den Posten als Handelsminister.[3] Im Zuge der Kabinettsumbildung vom 5. Juli 1982 übernahm er wiederum von Evangelos Giannopoulos[4] das Amt des Kommunikationsministers und behielt diesen Posten bis zum 21. September 1984, woraufhin Ioannis Papadonikolakis seine Nachfolge antrat.[5] Daraufhin wurde er als Nachfolger von Vasilios Kedikoglou[6] am 25. September 1984 erneut Handelsminister und übte dieses Ministeramt vom 5. Juni 1985 bis zu seiner Ablösung durch Georgios Katsifaras[7] am 25. April 1986 auch im Kabinett Andreas Papandreou II. Im zweiten Kabinett Andreas Papandreou war er als Nachfolger von Panagiotis Roumeliotis[8] zwischen dem 27. November 1987 und seiner Ablösung durch Giannos Papantoniou[9] am 17. März 1989 zum dritten Mal Handelsminister.[10][11][12]
Bei den Kommunalwahlen 1994 kandidierte Nikolaos Akritidis mit Unterstützung der PASOK für das Amt des Bürgermeisters von Thessaloniki, unterlag jedoch dem Amtsinhaber Konstantinos Kosmopoulos von der liberal-konservativen Neuen Demokratie ND (Nea Dimokratia). Nach dem neuerlichen Sieg der PASOK bei der Parlamentswahl am 10. Oktober 1993 übernahm er am 15. September 1995 von Konstantinos Simitis[13] im Kabinett Andreas Papandreou III zum vierten Mal das Amt des Handelsministers, welches er nunmehr bis zum 22. Januar 1996 bekleidete.[14]
Weblinks
- Nikolaos Vasiliou Akritidis. Griechisches Parlament, abgerufen am 18. Dezember 2025 (griechisch).
- Nikolaos Akritidis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ Papandreou, Andreas (Georgiou). rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Georgios Moraitis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Greece: Commerce Ministers. rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Giannopoulos, Evangelos. rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Greece: Transport and Communications Ministers. rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Vassilis Kedikoglou. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Georgios Katsifaras. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Panagiotis Roumeliotis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Ioannos Papantoniou. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU 2 ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU 3 ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
- ↑ Konstantinos Simitis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU 4 ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)