Apostolos Lazaris
Apostolos Andrea Lazaris (griechisch Απόστολος Ανδρέα Λάζαρης; * 5. Mai 1921 in Lazarata, Lefkada, Ionische Inseln; † 7. März 2018 in Athen) war ein griechischer Rechtsanwalt und Politiker der Panellinio Sosialistiko Kinima (PASOK), der unter anderem Mitglied des Parlaments sowie zwischen 1981 und 1982 Koordinationsminister sowie von 1984 bis 1985 Minister beim Präsidenten der Regierung war.
Leben
Apostolos Andrea Lazaris engagierte sich während der deutschen Besatzung Griechenlands in der Vereinigten Panhellenischen Jugendorganisation EPON (Eniaía Panelladikí Orgánosi Néon), der Jugendorganisation der Nationalen Befreiungsfront EAM (Ethnikó Apeleftherotikó Métopo). Er begann nach Kriegsende ein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Wirtschaftshochschule Athen ASOEE (Anotáti Scholí Oikonomikón kai Emporikón Epistimón) und schloss dieses Studium an der University of Manchester sowie der Universität La Sapienza in Rom fort, an der er seine Promotion zum Doktor der Wirtschaftswissenschaften abschloss. Im Anschluss lehrte er als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Piräus und war später als Direktor für wirtschaftliche Entwicklung bei den Vereinten Nationen tätig.
1973 begann Lazaris seine Zusammenarbeit mit der am 28. Januar 1968 von Andreas Papandreou[1] gegründeten Panhellenischen Befreiungsbewegung PAK (Panellínio Apeleftherotikó Kínima) und trat nach dem Ende der Militärdiktatur im Juli 1974 der am 3. September 1974 ebenfalls von Andreas Papandreou gegründeten Panhellenischen Sozialistischen Bewegung PASOK (Panellinio Sosialistiko Kinima) bei. 1978 ernannte ihn Papandreou zum Präsidenten des „Analyse- und Programmkomitees“ der PASOK, dem unter anderem Konstantinos Simitis,[2] Gerasimos Arsenis[3], Panagiotis Roumeliotis[4] und andere angehörten.
Bei der Parlamentswahl am 18. Oktober 1981 wurde Apostolos Lazaris für die PASOK erstmals Mitglied des Parlaments (Voulí ton Ellínon) und gehörte diesem nach seiner Wiederwahl am 2. Juni 1985 als Vertreter von Athen in der dritten und vierten Legislaturperiode bis zum 15. November 1988 an. Nach dem Sieg der PASOK bei der Parlamentswahl am 18. Oktober 1981 wurde er am 21. Oktober 1981 in das Kabinett Andreas Papandreou I berufen und bekleidete in diesem bis zum 5. Juli 1982 zunächst den Posten als Koordinationsminister. Am 5. Juli 1982 ging das Amt des Koordinationsministers im Amt des Wirtschaftsministers auf, welches Gerasimos Arsenis innehatte.[5] Im Zuge einer Kabinettsumbildung löste er Agamemnon Koutsogiorgas[6] am 17. Januar 1984 als Minister beim Präsidenten der Regierung ab und bekleidete dieses Amt vom 5. Juni bis zum 26. Juli 1985 auch im Kabinett Andreas Papandreou II.[7][8][9]
Im November 1988 geriet Lazaris in Konflikt mit Ministerpräsident Andreas Papandreou und trat am 15. November 1988 von seinem Parlamentssitz zurück, woraufhin Giannos Papantoniou[10] neuer Abgeordneter wurde. Bei der Parlamentswahl am 5. November 1989 wurde er als Parteiloser mit Unterstützung der PASOK für die Insel Lefkada noch einmal zum Mitglied des Parlaments gewählt und gehörte diesem nunmehr bis zum 12. März 1990 an.
Weblinks
- Apostolos Andrea Lazaris. Griechisches Parlament, abgerufen am 18. Dezember 2025 (griechisch).
- Πέθανε ο πρώην υπουργός Απόστολος Λάζαρης (Der ehemalige Minister Apostolos Lazaris ist gestorben). Kathimerini, 7. März 2018, abgerufen am 18. Dezember 2025 (griechisch).
Einzelnachweise
- ↑ Papandreou, Andreas (Georgiou). rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Konstantinos Simitis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Gerasimos Arsenis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Panagiotis Roumeliotis. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Greece: Coordination Ministers. rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Agamemnon Koutsogiorgas. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Greece: Administrative Reform Ministers. rulers.org, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
- ↑ GOVERNMENT A. PAPANDREOU 2 ( vom 3. Dezember 2022 im Internet Archive)
- ↑ Ioannos Papantoniou. Prabook, abgerufen am 18. Dezember 2025 (englisch).