Neuenreuth (Erbendorf)

Neuenreuth ist ein Gemeindeteil (Weiler) von Erbendorf, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geschichte

Bereits 1218 wird eine Mühle in Neuenreuth (molendinum in Nivwenrv̂th) in Urkunden der Familie und Grafschaft Ortenburg erwähnt.[1]

Die Gutsherrschaft Neuenreuth und Steinbach – ein brandenburg-bayreuthisches Lehen – wurde mit den beiden Ortschaften und dem Geiselhof erst 1733 als eine eigenständige Landsasserei errichtet. Zuvor zählte dieser Gutsbesitz, obwohl gebietsmäßig nicht zusammenhängend, zum Landsassengut Lehen, einem brandenburgischen Rittermannlehen, das im benachbarten kurpfälzischen Landrichteramt Waldeck-Kemnath gelegen war.[2] Das Landsassengut Neuenreuth und Steinbach wurde am 29. März 1818 allodifiziert und mit Genehmigung vom 30. November 1818 als ein Patrimonialgericht II. Klasse anerkannt, doch 1835 als solches aufgelöst und in das Patrimonialgericht Lehen mit dem Amtssitz in Thumsenreuth eingegliedert. Die letzten Reste der Adelsherrschaft wurden 1848 aufgehoben.

Neuenreuth bildete seit 1808 mit Steinbach einen Steuerdistrikt und wurde mit dem bayerischen Gemeindeedikt von 1818 eine eigenständige Gemeinde. Nach der Besetzung durch die US-Armee stellte General Eisenhower mit der Proklamation Nummer 2 vom 28. September 1945 Bayern unter der US-Militärregierung offiziell als Staat wieder her. Die bayerische Landesverwaltung verfügte zum 1. Januar 1946 die Eingemeindung von Neuenreuth zur Gemeinde Wildenreuth. Wildenreuth kam mit Neuenreuth im Zuge der Gebietsreform in Bayern am 1. Januar 1978 zu Erbendorf.[3]

Einzelnachweise

  1. Neuenreuth. In: Ortsnamen - Geschichte Bayerns. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
  2. Neuenreuth / Steinbach. In: Geschichte von Wildenreuth. Abgerufen am 5. Oktober 2025.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).

Koordinaten: 49° 48′ 51,2″ N, 12° 4′ 12,7″ O