Hauxdorf

Hauxdorf ist ein Gemeindeteil (Dorf) und eine Gemarkung von Erbendorf, einer Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geographie

Das Dorf liegt 1,5 Kilometer südöstlich von Erbendorf, getrennt durch die Bundesstraße 22. Die Gemarkung Hauxdorf (094136) umfasst eine Fläche von 2,414 km² und hat 87 Einwohner.[1]

Geschichte

Ca. 1100 m südlich von Hauxdorf befindet sich der Turmhügel Altes Schloss (Hauxdorf). Die Burg kann von den Grafen von Sulzbach errichtet worden sein.[2]

Hauxdorf selbst wird in einem Leuchtenberger Lehenbuch von vor 1400 erwähnt, wobei es heißt: „Item Haugsdorf das dorf bey Ermdorf ist alles von uns zu lehen“. Als Besitzer wurde 1355 bis 1399 „Peter Pfreimder“ genannt (als „zu Haugsdorf gesessen“).[3] Ihm folgte Heinrich Pfreimder zum Sighards nach und auf diesen sein Sohn Niklas Pfreimder zum Sigharts, der „zu Hauxdorf drei Höf und eine Söldnerherberg“ besaß. Hauxdorf war in der Folge ein jurisdiktional sehr gemischter Ort mit sehr unterschiedlicher Nieder- und Hochgerichtsbarkeit sowie verschiedensten Fron-, Steuer- und Abgabenpflichten (u.a an Leuchtenberg, Bayern, Parkstein, Kloster Waldsassen usw.). 1777 kam der Ort zu Kurbayern.[4]

Die in Folge des bayerischen Gemeindeedikts von 1818 gebildete Gemeinde Hauxdorf umfasste die Orte

  • Hauxdorf
  • Gleichhof
  • Inglashof
  • Plärn
  • Plärnmühle

Im Zuge der Gebietsreform in Bayern kam die Gemeinde Hauxdorf am 1. Juli 1972 zu Erbendorf.[5]

Einzelnachweise

  1. Gemarkung Hauxdorf (Erbendorf) / Bayern. In: Geoindex.io. Abgerufen am 27. September 2025.
  2. verschwundene Burg Hauxdorf, Altes Schloss, Schinderhannesschlössl in der privaten Datenbank Alle Burgen.
  3. Georg Völkl: Das älteste Leuchtenberger Lehenbuch, Quellen zur Oberpfälzer Siedlungsgeschichte erschienen in Verhandlungen des Historischen Vereins der Oberpfalz, 96. Band, Regensburg 1955, S. 330 online als PDF, 9 MB bei heimatforschung-regensburg.de. Abgerufen am 20. Juli 2022
  4. Kemnath. In: Historischer Atlas von Bayern, Altbayern Reihe I Heft 40. Komm. für Bayerische Landesgeschichte, 1975, S. 230, abgerufen am 28. September 2025.
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 537.

Koordinaten: 49° 49′ 43,3″ N, 12° 3′ 4,1″ O