Nero Wolfe (Fernsehserie, 1981)

Fernsehserie
Titel Nero Wolfe
Originaltitel Rex Stout’s Nero Wolfe
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Genre Krimi
Erscheinungsjahr 1981
Länge 60 Minuten
Episoden 14 in 1 Staffel
Musik John Addison
Erstausstrahlung 16. Jan. 1981 auf NBC
Deutschsprachige Erstausstrahlung 28. Mai 1983 auf ZDF
Besetzung

Nero Wolfe ist eine US-amerikanische Fernsehserie, die auf den Figuren aus Rex Stouts Detektivgeschichten basiert. Sie wurde 1980 von Paramount Pictures für NBC produziert und im Jahr 1981 erstmals ausgestrahlt. William Conrad verkörpert darin den genialen Detektiv Nero Wolfe, während Lee Horsley seinen Assistenten Archie Goodwin spielt. Die Verkörperung von Theodore Horstmann war Robert Cootes letzte Arbeit vor der Kamera.[1][2][3][4]

Handlung

Nero Wolfe genießt ein Leben kultivierter Selbstgenügsamkeit in seinem komfortablen Brownstone-Haus in Manhattan: er liest, speist, verbringt regelmäßig Stunden in seinen Dachgärten mit Pflanzen – speziell Orchideen – und beteiligt sich nur widerwillig an der Aufklärung von Verbrechen. Berühmt für seine Sesshaftigkeit verlässt sich Wolfe deshalb auf seinen Assistenten Archie Goodwin, der die Hinweise und Verdächtigen in jedem Fall zusammenträgt, während er sich mit seinem Hauskoch Fritz Brenner auseinandersetzt und mit dem Orchideenpfleger Theodore Horstmann streitet. Oft unterstützt vom freiberuflichen Detektiv Saul Panzer, versammeln Wolfe und Archie die Verdächtigen üblicherweise in Wolfes Büro und präsentieren die Lösung dem oft frustrierten Inspektor Cramer von der New Yorker Mordkommission.

Produktion

Im März 1980 gehörte Nero Wolfe zu einem halben Dutzend Fernsehserien, die vom NBC‑Team um Brandon Tartikoff und Fred Silverman für die Fernsehsaison 1981 geplant waren, wie Peter Boyer von der Associated Press damals berichtete. „Die Idee ist im Fernsehen schon mehrfach erfolglos versucht worden, zuletzt von ABC“, schrieb Boyer. „Aber NBC hat einen Ansatz, der diese Version von ‚Nero Wolfe‘ sicherlich beachtenswert macht — die deutliche Möglichkeit, dass Orson Welles die Hauptrolle spielen wird.“[5] Die Pilotfolge sollte vom Drehbuchautor Leon Tokatyan geschrieben werden, der auch für die Drehbücher von Lou Grant bekannt war. Deeb berichtete: „William Conrad wird wahrscheinlich ins wöchentliche Fernsehen zurückkehren – in einer NBC‑Serie mit dem Titel ‚Battles‘. Er soll darin einen pensionierten Polizeichef spielen, der Kriminologie an einem College lehrt.“[6]

Als die Dreharbeiten zur Serie im selben Jahr beginnen sollten, schrieb die Kolumnistin Marilyn Beck, dass ‚Nero Wolfe‘ ursprünglich als Starvehikel für Welles geplant gewesen sei, bis dieser verlangte, NBC solle das Konzept von einer einstündigen wöchentlichen Fernsehserie zu einer Reihe von 90‑minütigen Fernsehfilmen ändern; außerdem wolle er seine Szenen in seinem Haus in Los Angeles drehen.[7] Rund zwanzig Jahre später berichtete der Toronto Star zur Einführung der A&E‑Serie The Nero Wolfe Mysteries aus dem Jahr 2001, Welles habe die NBC‑Produktion verlassen, weil er Dialoge nicht habe lernen können.[8] Im September 2010 benannte der Journalist Jim Bawden hierzu die Schauspielerin Anne Baxter als Quelle, die er bereits 1977 am Filmset des Nero-Wolfe-Films für ein Oktober‑Profil der Schauspielerin im Magazin Films in Review interviewt hatte und bei dem auch über Welles gesprochen wurde.[9] Andere Berichte behaupteten, Welles habe sich geweigert, mit den Produzenten von Paramount zusammenzuarbeiten, die „Nero Wolfe menschlicher machen“ wollten.[10] Welles und Paramount hatten bereits zuvor kreative Differenzen über die Rex‑Stout‑Adaptionen: Paramount hatte 1976 die Rechte der Nero-Wolfe-Geschichten für Welles erworben, dieser stieg jedoch 1977 aus dem ersten Versuch von Paramount aus, ‚Nero Wolfe‘ in einem Fernsehfilm von ABC zu verkörpern. Orson Welles war ursprünglich ein großer Bewunderer der Bücher von Rex Stout; 1967 erzählte Stout dem Autor Dick Lochte, dass Welles einst eine Reihe von Nero-Wolfe-Filmen drehen wollte, was Stout jedoch ablehnte. ABC produzierte stattdessen einen Fernsehfilm mit Thayer David als Nero Wolfe und Tom Mason als Archie Goodwin, der ebenfalls als Pilot für eine Serie dienen sollte. David starb jedoch kurz nach den Dreharbeiten und noch vor der Veröffentlichung des Films, damit wurde eine Serienadaption auf Basis des Films verworfen und NBC füllte die Lücke.[11][12][13][14]

Am 30. Juni 1980 meldete die Associated Press, dass William Conrad die Titelrolle in NBCs Umsetzung von ‚Nero Wolfe‘ übernehmen werde, nachdem sich Welles zurückgezogen hatte, und Ivan Goff und Ben Roberts als Produzenten fungieren. Die Musik stammte vom Filmkomponisten John Addison. Im Dezember desselben Jahres kündigte NBC schließlich an, dass ‚Nero Wolfe‘ ab Januar 1981 ausgestrahlt werde, „als ideale Alternative zur Konkurrenz in diesem Sendezeitraum“. Ein Duke kommt selten allein belegte damals laut Nielsen-Ratings Platz 2 in den Einschaltquoten.[15][16]

Die Fernsehserie verlegt die Welt von ‚Nero Wolfe‘ ins zeitgenössische New York City und griff nur wenige Handlungen direkt aus den Originalgeschichten von Stout auf. Die Kulissen für Wolfes New Yorker Stadthaus entsprachen weitgehend den Beschreibungen in Stouts Romanen. In den Büchern war Wolfes Büro mit einem einzelnen roten Ledersessel für Besucher vor seinem Schreibtisch ausgestattet sowie weiteren anderen Stühlen. Die Besetzung des roten Ledersessels war in den Geschichten häufig ein Streitpunkt unter den geladenen Gästen. In der Serie waren vor Wolfes Schreibtisch hingegen zwei mit rotem Stoff bezogene Stühle platziert. Die Kulissen für Nero Wolfe wurden von John Gabriel Beckman entworfen, dessen bekannteste Arbeiten unter anderem Casablanca, In den Fesseln von Shangri-La und Die Spur des Falken umfassten. Die Pflanzenräume wurden vom Unternehmen Zuma Canyon Orchids aus Malibu in Kalifornien ausgestattet, das kurz vor Ausstrahlungsbeginn der Serie die Hybride Phalaenopsis Nero Wolfe am 11. Januar 1981 bei der Royal Horticultural Society registrieren ließ.[17][18]

Obwohl die Serie im englischen Original auch als Rex Stout’s Nero Wolfe bezeichnet wurde, wichen die Drehbücher erheblich von den Originalgeschichten Stouts ab. Nur sieben der insgesamt vierzehn Folgen werden als Adaptionen von Stout‑Geschichten ausgewiesen.

Veröffentlichung

Vom 16. Januar 1981 bis zum 2. Juni 1981 wurden alle vierzehn Folgen von Nero Wolfe erstmals auf dem US-amerikanischen Fernsehsender NBC ausgestrahlt. Der Fernsehfilm mit Thayer David als Wolfe wurde bereits am 19. Dezember 1979 gezeigt und wird oft als Pilotfilm zur Serie gesehen, hat aber mit der NBC-Produktion nichts zu tun.[1]

Nero Wolfe lief zunächst am Freitagabend als Konkurrenz zum erfolgreichen CBS-Format Ein Duke kommt selten allein. Im April 1981 wurde Nero Wolfe auf den späten Dienstagabend verlegt, Wiederholungen liefen bis zum 25. August 1981.[19]

Nero Wolfe fiel der NBC-Programmstrategie zum Opfer, die kurz nach dem Ende der Serie geändert wurde. Brandon Tartikoff wurde 1981 Präsident der Unterhaltungsabteilung des Senders und begann, die Lage des damals schwächsten Netzwerks zu verbessern. „In der Vergangenheit wurde eine Serie mit vermeintlichem ‚Breakout‘-Potenzial in einem schwachen Sendeplatz angesetzt“, sagte Tartikoff der Associated Press im Dezember 1981. „So wurde Gangster Chronicles gegen Love Boat programmiert, Nero Wolfe gegen Ein Duke kommt selten allein, Polizeirevier Hill Street gegen Fantasy Island.“ Tartikoff führte später einen neuen Ansatz ein: die Programmplanung sollte einen gesamten Abend zur Hauptsendezeit stärken, statt gegen die Hits anderer Sender anzutreten.[20]

Im April 1996, als der Sender TV Land seinen Start hatte, wurde Nero Wolfe in dessen „Saturday Cavalcade“-Reihe großer Detektive gezeigt.[21] 1999 war die Serie zudem Teil eines Nachmittagsblocks von TV Land als Gegenprogramm zu den Seifenopern der großen Netzwerke und wurde zusätzlich in den frühen Morgenstunden ausgestrahlt.[22][23]

Im deutschen Sprachraum wurde der Film erstmals am 17. April 1982 im ZDF ausgestrahlt. Im Jahr 1983 folgten vom 28. Mai bis 27. August dann dreizehn Folgen der Fernsehserie mit Conrad und Horsley in veränderter Ausstrahlungsreihenfolge im ZDF. Im selben Jahr zeigte auch der ORF die um eine Folge gekürzte Staffel. Die sechste Folge, To Catch an Dead Man, wurde weder synchronisiert noch auf einem deutschsprachigen Fernsehsender ausgestrahlt. Im Jahr 1985 wurde die Serie erneut auf dem ZDF wiederholt. Ab 1987 wurde Nero Wolfe dann unter anderem bei Sat.1, ProSieben, dem Kabelkanal (heute: Kabel Eins), TV München und ab 2002 im Bezahlfernsehen mehrfach wiederholt, zuletzt im Jahr 2009. Am 22. September 2005 zeigte ORF 1 eine Wunschfolge der Serie im Rahmen der Sendung Play It Again, Chris in dessen Nachtprogramm.[1][4]

Im Jahr 2017 veröffentlichte Visual Entertainment die gesamte Serie als DVD-Video-Boxset unter dem Titel Rex Stout’s Nero Wolfe: The Complete Series im englischen Original für den US-amerikanischen Markt (Region 1). Am 5. April 2019 veröffentlichte der deutsche Distributor Alive unter der Marke „Fernsehjuwelen“ alle Folgen, inklusive des Fernsehfilms mit Thayer David als Nero Wolfe, in synchronisierter Fassung auf DVD-Video (FSK 12). Das vier Medien umfassende Boxset mit dem Titel Nero Wolfe – Gesamtedition: Alle 14 Folgen plus Pilotfilm enthält ebenfalls die sechste Folge, To Catch an Dead Man, im Originalton mit deutschen Untertiteln.[4]

Rezeption

  • William Conrad in einem Interview mit Associated Press (30. Juni 1980) – „Ich liebe die Romane seit 25 Jahren […] Und ich liebe seinen Lebensstil. Ich muss nicht mehr rennen. Meine armen Füße schmerzen immer noch von all dem Rennen, das ich in Cannon machen musste.“[24]
  • Donn Downy, The Globe and Mail (1981) – „Wolfe verstieß gegen die meisten Regeln seines wohlgeordneten Universums, vermutlich aufgrund des fehlgeleiteten Wunsches der Drehbuchautoren, die Figur gefälliger zu machen. Dabei wird er zu einem gewöhnlichen Privatdetektiv, der zwar dicker und wohlhabender ist als die meisten, aber keineswegs klüger oder exzentrischer. Die Drehbuchautoren Peter Nasco und David Knapp schwächen die Figur fast von Beginn an: Wolfe bespricht tatsächlich einen Fall während der heiligen Stunden im Gewächshaus, er lächelt und verlässt in der letzten Szene sogar sein geliebtes Stadthaus in Manhattan, um einen Jungen im Krankenhaus zu besuchen, der von einem Auto angefahren wurde. Stout, dem man niemals Sentimentalität vorwerfen konnte, ließ den Jungen bereits im zweiten Kapitel sterben. Doch die Verfehlungen enden hier nicht. […] Unter diesen Einschränkungen wirkt William Conrad als Wolfe jedoch recht überzeugend und liefert eine solide Leistung, sodass die Fehler bei den Autoren liegen, nicht beim Schauspieler.“[25]
  • Peter Boyer, Associated Press (1981) – „Ich weiß, ich weiß, die Serie verblasst im Vergleich zu Detektiv Rockford – Anruf genügt. Aber ich habe sie ein paar Mal ausprobiert und denke, dass darin eine gute Fernsehserie steckt, wenn auch verdeckt durch einige alberne Drehbücher. Nero Wolfe hat einige sehr wertvolle Vorzüge: Sie ist erwachsen, sie hat zumindest die groben Umrisse eines Krimis und sie hat eine charismatische Hauptfigur. Diese Figur ist natürlich der wunderbar exzentrische Wolfe aus den Romanen von Rex Stout, ein rundlicher, sesshafter Gelehrter, der sich um Orchideen kümmert und andere die körperliche Arbeit erledigen lässt. NBC und die Produzenten können sich die Figur natürlich nicht anrechnen, aber sie hatten immerhin den guten Sinn, William Conrad zu engagieren, der perfekt für die Rolle geeignet ist. Conrad scheint die Rolle zu genießen.“[26]
  • Los Angeles Times (1981) – „Nicht ganz Rex Stouts ‚Nero Wolfe‘, aber dennoch den meisten Krimiserien weit überlegen […] Sicherlich hat die Dienstagabend-Serie eine Qualität, die mehr wert ist als alle Dukes, die jemals aus Hazzard kamen.“[27]
  • William Conrad in einem Interview des Toronto Star (1991) – „Woher zum Teufel soll ich wissen, was eine erfolgreiche Fernsehserie ausmacht? Ich war wirklich begeistert, eine Serie namens Nero Wolfe zu machen. Ich dachte, sie könnte nicht scheitern. Hier hatten wir eine der beliebtesten Figuren der Kriminalliteratur; jeder hat einen Rex-Stout-Roman gelesen. Die Bücher verkaufen sich immer noch, obwohl sie vor 50 Jahren geschrieben wurden. Aber wissen Sie, wie lange wir durchgehalten haben? Nur 13 Wochen. Versuchen Sie, das zu verstehen.“ Conrad verwendete während der Dreharbeiten Dialogkarten, da er sich Texte nicht merken konnte – wie zuvor Orson Welles.[28]
  • Stuart M. Kaminsky (1992) – „Als Nero Wolfe ins Fernsehen kam, machte ich NBC meine Liebe zu Archie und Wolfe deutlich, und eine der größten Enttäuschungen meines Berufslebens war, dass die Serie abgesetzt wurde, nachdem mir zugesichert worden war, die Auftaktfolge der nächsten Staffel zu schreiben. Ich wollte The Doorbell Rang zum Leben erwecken, auch wenn es nicht der richtige Wolfe und Archie gewesen wäre.“ Kaminsky schrieb die letzte Folge der A&E-Neuauflage aus den Jahren 2001 und 2002, A Nero Wolfe Mystery, mit dem Titel Immune to Murder.[29]
  • Diane Holloway, Cox News Service (2001) – „NBCs völlig unzureichende Serie von 1981 […] versuchte, die Figuren und die Sprache zu modernisieren, und das Ganze scheiterte kläglich.“[30]
  • Paula Vitaris, Scarlet Street Magazin (2002) – „Nero Wolfe zeigte uns zwar das Stadthaus, das Dachgewächshaus, einen an das Haus gebundenen Wolfe und einen aktiven Archie, aber das war auch schon alles. Die NBC-Serie verlegte die Handlung in die Gegenwart, was bedeutete, dass Archie, sonst so penibel in seiner Kleidung, plötzlich Rollkragenpullover und (Schreck!) Jeans trug. Inspektor Cramer war ein sachlicher Profi im Dreiteiler statt Stouts zerknitterter Ermittler, und Wolfe selbst wurde zu einem nicht besonders faszinierenden Exzentriker, der sich in einem Fall sogar untypisch nostalgisch an eine verlorene Liebe erinnerte. Die Serie war eine Mischung aus neuen Geschichten und wenig werkgetreuen Adaptionen der Bücher.“[31]
  • Brian Sheridan, The Gazette: The Journal of the Wolfe Pack (Frühjahrsausgabe 2008) – „Amerikanische Nero‑Wolfe‑Fans sahen 1981 ihre Träume erfüllt, als NBC den Zuschauern wöchentlich zur besten Sendezeit einen Besuch im berüchtigten New Yorker Stadthaus in der West 35th Street ermöglichte“. Sheridan interviewte Lee Horsley, der seine damals erste große Rolle erhielt, als er als Archie Goodwin besetzt wurde und später durch die Rolle des Matt Houston bekannt wurde. Er erinnerte sich an eine angenehme Zusammenarbeit mit William Conrad, dessen Auftreten außerhalb der Kamera perfekt zur Figur passte. „Er war definitiv Nero Wolfe bis in die Zehenspitzen“, sagte Horsley. „Ich erinnere mich an die Tage, als er die letzte Szene (einer Folge) drehte, in der Wolfe alle Verdächtigen zusammenrief“, sagte Horsley. „Bill [Anmerkung: Conrad] hatte in seinem Vertrag festgelegt, dass er nur eine bestimmte Anzahl von Stunden am Tag arbeiten würde. Wenn die Uhr schlug und es Zeit für ihn war zu gehen, zog er seine Hausschuhe an und war weg. Es spielte keine Rolle, ob wir mitten in einer Szene waren oder nicht. Er liebte die Arbeit, aber so war er. Wenn er beschloss, nicht mehr mitzuspielen, war es vorbei. Wir mussten dann herausfinden, wie wir den Rest der Szene drehen konnten, nur um sie fertigzustellen.“ Horsley sprach auch von seiner Liebe zu Rex Stouts Büchern und Figuren und würdigte die Sorgfalt, die bei der künstlerischen Leitung, dem Bühnenbild und der Kostümgestaltung aufgewendet wurde, um die Atmosphäre der Geschichten zu schaffen: „Es war so großartig, zur Arbeit zu gehen.“[32]

Nominierungen

Im Jahr 1981 wurde die Serie für zwei Primetime-Emmy-Auszeichnungen nominiert. In der Kategorie „Herausragende Kameraarbeit für eine Serie“ (Outstanding Cinematography for a Series) erhielt Kameramann Charles W. Short eine Nominierung für die elfte Folge, Einer Dame zuliebe. Ebenfalls 1981 erfolgte die Nominierung in der Kategorie „Herausragende Tonmischung für Film“ (Outstanding Film Sound Mixing) für die zehnte Folge, Gambit. Ausgezeichnet wurden dabei der Produktionsmischer Dominick Gaffey sowie die Tonmeister für Nachmischung, Gary C. Bourgeois, Lee Minkler und Terry Porter.[1]

Synchronisation

Die Synchronisation wurde von Arena Synchron in Berlin mit dem Dialogbuch von Sabine Plessner und unter Dialogregie von Werner Uschkurat erstellt. Im Fernsehfilm von ABC, der auch unter dem Titel Nero Wolfe – The Movie veröffentlicht wurde, sprach Friedrich W. Bauschulte die von Thayer David gespielte Titelfigur und Frank Glaubrecht seinen Assistenten Archie Goodwin, der im Film von Tom Mason gespielt wurde.[33]

Darsteller Sprecher[33] Rolle
William Conrad Günter Strack Nero Wolfe
Lee Horsley Volker Brandt Archie Goodwin
George Voskovec Kurt Waitzmann Fritz Brenner
Robert Coote Klaus Miedel Theodore Horstmann
George Wyner Manfred Lehmann Saul Panzer
Allan Miller Randolf Kronberg Inspektor Fergus Cramer

Zu den nicht aufgeführten Gaststars gehörten unter anderem Richard Anderson, Ramon Bieri, Delta Burke, Linden Chiles, Charles Cioffi, Patti Davis, John de Lancie, John Ericson, Mary Frann, David Hedison, Katherine Justice, Robert Loggia (ohne Nennung im Abspann), Darren McGavin, Barry Nelson, John Randolph, Russ Tamblyn und Lana Wood.

Folgen

Die Fernsehserie besteht aus vierzehn einstündigen Folgen – davon wurden allerdings nur dreizehn Folgen synchronisiert und im deutschen Sprachraum ausgestrahlt. Die Serie wurde nach nur einer Staffel aufgrund rückläufiger Quoten abgesetzt.

Folge Originaltitel Deutscher Titel Erstausstrahlung (USA) Deutschsprachige Erstausstrahlung
1 The Golden Spiders Die goldenen Spinnen 16. Januar 1981 28. Mai 1983
2 Death on the Doorstep Tod auf der Türschwelle 23. Januar 1981 11. Juni 1983
3 Before I Die Das Testament 30. Januar 1981 4. Juni 1983
4 Wolfe at the Door Das grüne Lackkästchen 6. Februar 1981 18. Juni 1983
5 Might As Well Be Dead P.H. antwortet nicht 13. Februar 1981 25. Juni 1983
6 To Catch a Dead Man 20. Februar 1981
7 In the Best of Families Sogar in den besten Familien 6. März 1981 2. Juli 1983
8 Murder by the Book Wer kennt Blake Ritchie? 13. März 1981 9. Juli 1983
9 What Happened to April? Leiche in besten Verhältnissen 20. März 1981 23. Juli 1983
10 Gambit Gambit 3. April 1981 30. Juli 1983
11 Death and the Dolls Einer Dame zuliebe 10. April 1981 20. August 1983
12 The Murder in Question Fragen an den Staatsanwalt 17. April 1981 6. August 1983
13 Blue Ribbon Hostage Der Orchideendieb 5. Mai 1981 13. August 1983
14 Sweet Revenge Späte Rache 2. Juni 1981 27. August 1983

Literatur

  • Tim Brooks, Earle Marsh: The Directory to Prime Time Network TV Shows 1946–Present. 4. Auflage. Ballantine Books, New York 1988, ISBN 0-345-35610-1, S. 557 (englisch).

Einzelnachweise

  1. a b c d Nero Wolfe. Internet Movie Database, abgerufen am 29. November 2025.Vorlage:IMDb/Wartung/Unnötige Verwendung von Parameter 2
  2. Nero Wolfe in The Movie Database, abgerufen am 29. November 2025.
  3. Nero Wolfe in der Online-Filmdatenbank; abgerufen am 29. November 2025.
  4. a b c Nero Wolfe bei Fernsehserien.de, abgerufen am 29. November 2025.
  5. Peter J. Boyer: NBC Fall Schedule. In: Associated Press. 24. März 1980 (englisch).
  6. Gary Deeb: Nero Wolfe. In: Chicago Tribune. 26. März 1980 (englisch).
  7. Marilyn Beck: Marilyn Beck’s Hollywood. In: Milwaukee Journal (Chicago Tribune New York News Syndicate). 24. November 1980, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  8. Jim Bawden: Fiddling with Nero. In: Toronto Star. 14. April 2002, archiviert vom Original am 9. Juni 2011; abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  9. Jim Bawden: Bawden named his then-unidentified source. In: The Columnists. September 2010, archiviert vom Original am 27. September 2011; abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  10. The Nero Wolfe Files. Wildside Press, 2005, ISBN 0-8095-4494-6, S. 87–88 (englisch).
  11. Dick Kleiner: Nero Wolfe. In: Oakland Tribune. 30. Dezember 1976 (englisch).
  12. Liz Smith: Nero Wolfe. In: The Baltimore Sun. 14. März 1977 (englisch).
  13. Frank D. Gilroy: I Wake Up Screening. Southern Illinois University Press, Carbondale, Illinois 1993, ISBN 0-8093-1856-3, S. 147 (englisch).
  14. Dick Lochte: Rex Stout told author Dick Lochte. 1967, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  15. C. Gerald Fraser: NBC will introduce 5 programs next month. In: The New York Times. 27. Dezember 1980 (englisch).
  16. Classic TV Hits TV ratings 1980. In: Classic TV Hits. Archiviert vom Original am 25. Februar 2013; abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  17. John Beckman Is Dead; Designer of Sets Was 91. In: The New York Times. 31. Oktober 1989, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  18. Phalaenopsis Nero Wolfe. In: Royal Horticultural Society. 11. Januar 1981, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  19. Tim Brooks, Earle Marsh: The Directory to Prime Time Network TV Shows 1946–Present. 4. Auflage. Ballantine Books, New York 1988, ISBN 0-345-35610-1, S. 557 (englisch).
  20. Tom Jory: ‘Fame’ and the Future at NBC, 10. Dezember 1981 (englisch). 
  21. Nick-at-Nite’s TV Land joins U.S. Satellite Broadcasting Lineup, 30. April 1996 (englisch). 
  22. John Dempsey: It’s Boom(er) Time for TV Land, 8. März 1999 (englisch). 
  23. Nick-at-Nite’s TV Land joins U.S. Satellite Broadcasting Lineup. In: Business Wire. 30. April 1996 (englisch).
  24. Yoram Kahana: The Wolfe Man in His Lair. In: The Australian Women’s Weekly. 29. Januar 1982, S. 95–96, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  25. Donn Downy: Fiddling ruins Nero’s image, 19. Januar 1981 (englisch). 
  26. Peter Boyer: Beilage ‚Television Times‘ der Los Angeles Times, 20. Februar 1981, S. 2 (englisch). 
  27. Beilage ‚Television Times‘ der Los Angeles Times, 16. August 1981, S. 2 (englisch). 
  28. Jim Bawden: William Conrad, 30. November 1991 (englisch). 
  29. Stuart M. Kaminsky: Introduction to the Rex Stout Library edition of The Doorbell Rang. Bantam Crimeline, New York 1992, ISBN 0-553-23721-7, S. viii (englisch).
  30. Diane Holloway: It’s no mystery why A&E’s ‘Wolfe’ works, 20. April 2001 (englisch). 
  31. Paula Vitaris: Miracle on 35th Street: Nero Wolfe on Television. In: Scarlet Street. Nr. 45, 2002, S. 34 (englisch).
  32. Brian Sheridan: Before Tim Hutton: An Interview with Lee Horsley. In: The Gazette: The Journal of the Wolfe Pack. 2008, S. 29–33, abgerufen am 29. November 2025 (englisch).
  33. a b Nero Wolfe. In: Deutsche Synchronkartei. Abgerufen am 29. November 2025.