Nanobdellati
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Nanoarchaeum equitans (die kleinen | ||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||
| Nanobdellati | ||||||
| Rinke et al., 2024 |
Nanobdellati (DPANN-Gruppe) ist ein Reich (Superphylum) von vor allem unter extremen Bedingungen (extremophilen) lebenden Archaeen (früher: „Urbakterien“).[1][2]
Die Nanobdellati vereinigen verschiedene Archaeenphyla mit einer großen Verbreitung und unterschiedlichem Stoffwechsel, welche von symbiotischen und thermophilen Formen wie den Nanobdellota (syn. Nanoarchaeota), über acidophile (säureliebende) wie Parvarchaeota bis hin zu nicht-extremophilen wie die Aenigmatarchaeota (syn. Aenigmarchaeota) und Iainarchaeota (syn. Diapherotrites) reichen. Nanobdellati (DPANN-Archaeen) wurden 2022 in der mikrobiellen Gemeinschaft der bis dato weltweit kältesten und salzigsten Quelle, Lost Hammer Spring (Axel Heiberg Island, Nunavut, Kanada) gefunden. Die Verhältnisse dort sind ähnlich, wie man sie an einigen Stellen des Mars, sowie auf den Monden Europa und Enceladus vermutet.[3] Nanobdellati wurden aber auch in nitratreichem Grundwasser nachgewiesen, und zwar an der Oberfläche, jedoch (noch) nicht darunter, was darauf hindeutet, dass diese Taxa nach wie vor recht schwer zu lokalisieren sind (Stand 2017).[4]
Beschreibung
Die Nanobdellati zeichnen sich dadurch aus, dass sie im Vergleich zu anderen Archaeen klein sind (Nanometer-Bereich) und entsprechend ihrem kleinen Genom auch nur über begrenzte, aber dennoch ausreichende katabolische Fähigkeiten verfügen, um ein freies Leben zu führen; auch wenn viele von ihnen als Epibionten (Episymbionten) gelten, die von einer symbiotischen oder parasitären Verbindung mit anderen Organismen abhängig sind. Viele ihrer Eigenschaften ähneln denen ultrakleiner Bakterien (CPR-Gruppe) oder sind mit diesen vergleichbar.[1]
Die begrenzten Stoffwechselkapazitäten sind eine Folge des kleinen Genoms und spiegeln sich in der Tatsache wider, dass vielen die zentralen Biosynthesewege für Nukleotide, Aminosäuren und Lipide fehlen; daher sind die meisten Nanobdellati, wie z. B. die ARMAN-Archaeen, auf andere Mikroben angewiesen, um ihre biologischen Bedürfnisse zu befriedigen. Diejenigen, die das Potenzial haben, frei zu leben, sind fermentative und aerobe heterotrophe Mikroorganismen; die meisten DPANN-Archaeen sind jedoch anaerob.[1] Nanobdellati leben in extremen Umgebungen und sind thermophil, hyperacidophil (extrem säureliebend), hyperhalophil (extrem salzliebend) oder metallresistent. Aber sie kommen auch in gemäßigten Umgebungen wie Meeres- und Seesedimenten vor. Auf dem Land (terrestrisch) oder im offenen Ozean kommen sie jedoch selten vor. Von nur wenigen Linien konnten bisher Vertreter kultiviert werden.[1]
Phylogenie
Das Taxon wurde 2013 von Christian Rinke et al. mit der vorläufigen Bezeichnung DPANN vorgeschlagen,[5] einem Akronym, gebildet aus den Anfangsbuchstaben der ersten fünf gefundenen Stämme (Phyla), Diapherotrites (veraltet für Iainarchaeota), Parvarchaeota, Aenigmatarchaeota (ursprünglich Aenigmarchaeota), Nanobdellota (urspr. Nanoarchaeota) und Nanohalarchaeota (urspr. Nanohaloarchaeota). Im Jahr 2017 wurde ein weiteres Phylum, Altarchaeota (urspr. Altarchaeota) aufgenommen.[6] Die Monophylie der Nanobdellati gilt aufgrund der hohen Mutationsrate der enthaltenen Phyla noch nicht als sicher erwiesen, denn diese kann zum Artefakt einer Long-branch attraction (LBA) führen, bei der Abstammungslinien fälschlich an der Basis eines phylogenetischen Baums („basal“) gruppiert werden, ohne tatsächlich miteinander verwandt zu sein.[7][8] Einige Analysen legten stattdessen nahe, dass die DPANN-Gruppe als möglicherweise Ganzes zum Reich Methanobacteriati (früher als Superphylum „Euryarchaeota“ i. w. S. oder „Euryarchaeida“ genannt) gehört, oder dass sie polyphyletisch ist und ihre einzelnen Phyla verschiedene Positionen innerhalb dieses Reichs (Superphylums) einnehmen.[7][8]
Anfang der 2020er Jahre festigte sich jedoch aufgrund weiterer Hinweise die Ansicht, dass die DPANN-Gruppe im Wesentlichen monophyletisch sein sollte. Dies führte nach Einführung der Rangstufe Reich im ICNP auch bei Prokaryoten (Bakterien und Archaeen) zur Etablierung des Reichs Nanobdellati als heute einzig gültige offizielle Bezeichnung der DPANN-Gruppe.[9][5]
Das Reich beherbergt nun auch eine Reihe früher ins Reich Methanobacteriati (früher als „Euryarchaeota“ i. w. S. oder „Euryarchaeida“ bezeichnet) gestellte Gruppen.[10] Viele Mitglieder zeigen neuartige Anzeichen eines horizontalen Gentransfers aus anderen Domänen (Bakterien, Eukaryonten) des Lebens.[5] Allerdings wird auch heute noch (Stand Oktober 2025) die taxonomische Rangstufe, Stellung oder gar Zugehörigkeit einzelner später entdeckter Archaeengruppen wie Woesearchaeota, Pacearchaeota[1] u. a. nach wie vor diskutiert (s. u.).
Die Nanobdellati könnte laut einigen phylogenetischen Analysen die erste divergente Klade der Archaeen sein. Die Analysen bis 2020 haben die folgende Phylogenie zwischen den Stämmen ergeben (Tom A. Williams et al. 2017,[11] Castelle et al. 2015[1] und Dombrowski et al. 2020[12]):
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Systematik
Systematik nach der
- L – LPSN,[13] ergänzt nach
- Dombrowski et al. (2020)[12], sowie
- Castelle und Banfield (2018),[14]
- N – der Taxonomie des National Center for Biotechnology Information (NCBI)[15] und
- G – Genome Taxonomy Database (GTDB)[16]
mit Stand: 19. Oktober 2025:
Reich Nanobdellati Rinke et al. 2024(L,N) [(Superphylum) DPANN-Gruppe(N)][9]
- Cluster 1
- Phylum „Candidatus Altarchaeota“ corrig. Seitz et al. 2016(L,N)
[„Ca. Altiarchaeota“ Seitz et al. 2016(L,N,G), SM1,[17]
„Ca. Altarchaeia“ Dong et al. 2022(L)[A. 1]]
– mit Spezies „Ca. Altiarchaeum hamiconexum“[18] - Micrarchaeota-Diapherotrites-Gruppe [MEG-Cluster]
– früher zu den Methanobacteriati („Euryarchaeota“ i. w. S.)[10][12]- Phylum „Candidatus Iainarchaeota“ corrig. Rinke et al. 2013(L,N,G)
[„Ca. Diapherotrites“ Rinke et al. 2013(L,N), DUSEL3, DUSEL-3,
„Ca. Altarchaeia“ Dong et al. 2022(L)]
– gefunden durch phylogenetische Analyse der Genome, die aus dem Grundwasserfilter einer stillgelegten Goldmine in den USA gewonnen wurden.[19]
– mit Spezies „Ca. Forterrea multitransposorum“ und „Ca. Iainarchaeum andersonii“[18][19] - Phylum „Candidatus Micrarchaeota“ Baker & Dick 2013(L,G)
[ARMAN-2-Gruppe][20][A. 2]
– mit Spezies „Ca. Mancarchaeum acidiphilum“[18] und „Ca. Micrarchaeum acidiphilum“
- Phylum „Candidatus Iainarchaeota“ corrig. Rinke et al. 2013(L,N,G)
- Phylum „Candidatus Altarchaeota“ corrig. Seitz et al. 2016(L,N)
- Cluster 2
- Phylum „Candidatus Aenigmatarchaeota“ corrig. Rinke et al. 2013(L,N,G)
[„Ca. Aenigmarchaeota“ Rinke et al. 2013(L,N), DSEG-Cluster, DUSEL-2, DUSEL2][21]
– früher zu den Methanobacteriati/„Euryarchaota“ i. w. S.,[10]
– kommen in Abwässern aus Bergwerken und in Sedimenten aus heißen Quellen vor.[21]
– mit Spezies „Ca. Aenigmarchaeum subterraneum“ - Phylum „Candidatus Huberarchaeota“ corrig. Probst et al. 2018(L,N,G)
[„Ca. Huberarchaea“ Probst et al. 2018(L,N)[22]]
– mit Spezies „Ca. Huberarchaeum crystalense“[18] - Phylum „Candidatus Nanohalarchaeota“ corrig. Rinke et al. 2013(L,N)
[„Ca. Nanohaloarchaeota“ Rinke et al. 2013(L,N,G)]
– verbreitet in Umgebungen mit hohem Salzgehalt[23]
– mit Gattung „Ca. Nanopetraeus“, sowie den Spezies „Ca. Nanohalobium constans“ und „Ca. Nanohalarchaeum antarcticum“ [„Ca. N. antarcticus“][10][18][20] - ARMAN-Gruppe [Archaeal Richmond Mine acidophilic nanoorganisms] (ohne ARMAN-2)[1]
- entdeckt 2006 in stark sauren Abwässern einer US-Mine, von sehr geringer Größe.[24][25][26]- Phylum Nanobdellota Huber et al. 2023(L,N,G)
[„Nanoarchaeota“ Huber et al. 2002(L,N)]
– erstmals (im Jahr 2002) in einer hydrothermalen Quelle vor der Küste Islands entdeckt, Symbionten anderer Archaeen[27][28]
– mit Spezies Nanobdella aerobiophila, Nanoarchaeum equitans, „Ca. Nanopusillus acidilobi“ und „Ca. Nanoclepta minutus“ - Phylum „Candidatus Parvarchaeota“ Rinke et al. 2013(L,N)[A. 3]
– mit Spezies „Ca. Parvarchaeum acidiphilum“ und „Ca. P. paracidiphilum“ [„Ca. P. acidophilus“][18]
- Phylum Nanobdellota Huber et al. 2023(L,N,G)
- Phylum „Candidatus Aenigmatarchaeota“ corrig. Rinke et al. 2013(L,N,G)
- ohne Zuordnung zu einem der beiden Cluster
- Phylum Microcaldota Sakai et al. 2023(L,N)[A. 4]
– mit Spezies Microcaldus variisymbioticus(L)[29][30] - Phylum „Candidatus Undinarchaeota“ Dombrowski et al. 2020(L,N,G)
[UAP2-Gruppe, Uncultured Archaeal Phylum 2,
MHVG, Marine Hydrothermal Vent Group][12][31][32][33]- Klasse „Ca. Undinarchaeia“ Dombrowski et al. 2020(L,N,G)
- Woesearchaeota-Pacearchaeota-Gruppe [DHVEG-6-Cluster]
– früher zu den Methanobacteriati/„Euryarchaota“ i. w. S.[10][12]
– in Sedimenten und Oberflächengewässern von Aquiferen und Seen, bevorzugt unter salzhaltigen Bedingungen[1][10][24][25][26]- Phylum „Candidatus Pacearchaeota“ Castelle et al. 2015(N)
[DHVE-5, DUSEL1; DUSEL-1] - Phylum „Candidatus Woesearchaeota“ Castelle et al. 2015(N)[34]
[UAP1-Gruppe, Uncultured Archaeal Phylum 1, NovelDPANN_1,[12][31][35] DHVE-6][A. 5] - Phylum „Candidatus Mamarchaeota“ Castelle & Banfield, 2018[36][20][A. 6]
– mit Isolaten NC_groundwater_1190_Ag_S-0.1um_44_133 (Spezies JACOYC01 sp016204275(G)) und NC_groundwater_169_Ag_S-0.1um_45_10 (Spezies JACOYC01 sp016182015(G)).[37]
- Phylum „Candidatus Pacearchaeota“ Castelle et al. 2015(N)
- fragliche Mitglieder ohne Zuordnung zu einem Phylum oder Klasse
- Familie „Candidatus Asbonarchaeaceae“ Baker et al. 2024(N)[38][A. 7]
– mit Spezies „Ca. Asbonarchaeum danakilense“, Stamm DAL-WCL_45_84C1R(N,G)[39] - ?Familie „Candidatus Afararchaeaceae“ Baker et al. 2024(N)[38][A. 8]
– mit Spezies „Ca. Afararchaeum irisae“, Stamm DAL-WCL_na_97C3R(N,G)[40] - ?Familie „Candidatus Chewarchaeaceae“ Baker et al. 2024(N)[38][A. 9]
– mit Spezies „Ca. Chewarchaeum aethiopicum“, Stamm DAL-9Gt_70_90C3R(N,G)[41]
- Familie „Candidatus Asbonarchaeaceae“ Baker et al. 2024(N)[38][A. 7]
- Phylum Microcaldota Sakai et al. 2023(L,N)[A. 4]
Etymologie
Der Name des Reichs Nanobdellati stammt von der Typusgattung Nanobdella, versehen mit dem Suffix ‚-ati‘ für Prokaryoten-Reiche.
- Der Name der Gattung Nanobdella leitet sich ab von altgriechisch νάνος nânos, deutsch ‚Zwerg‘ und βδέλλα bdella, deutsch ‚Blutegel‘, Nanobdella bezeichnet einen kleinen Organismus, der sich wie ein Blutegel an die Oberfläche der Wirtszelle heftet und ihr Nährstoffe entzieht.[13]
Anmerkungen
- ↑ in der NCBI-Taxonomie besteht das Phylum „Ca. Altarchaeota“ monotypisch nur aus der Klasse „Ca. Altiarchaeia“ (nebst nicht näher klassifizierten Mitgliedern)
- ↑ In der NCBI-Taxonomie Synonym von Microcaldota
- ↑ in der NCBI-Taxonomie synonym mit „Ca. Parvarchaeales“; in der GTDB gehören die Parvarchaeales zur Klasse Nanobdellia und damit zum Phylum Nanobdellota
- ↑ in der NCBI-Taxonomie synonym mit „Ca. Micrarchaeota“
- ↑ in der GTDB gehört die Ordnung „Woesearchaeales“ zur Klasse Nanobdellia und damit zum Phylum Nanobdellota; die Synonymisierung mit der UAP1-Gruppe erfolgt über die Zugehörigkeit der Stämme UBA431(N,G) (Spezies „Archaeon UBA431“(N) syn. UBA583 sp002505525(G)) und UBA583(N,G) (Spezies „Archaeon UBA583“(N) syn. UBA583 sp002506365(G)).[12][31][35]
- ↑ in der GTDB gehört die Gattung JACOYC01 zur Klasse Nanobdellia und damit zum Phylum Nanobdellota
- ↑ in der GTDB gehört die Gattung „Ca. Asbonarchaeum“ zur Familie Nanoanaerosalinaceae, Ordnung Nanosalinales, und damit zu den Nanosalinales. Auch Baker et al. (2024) verorten die Familie in der Nähe der Familie Nanosalinaceae, Ordnung Nanosalinales. In beiden Fällen also Zugehörigkeit zum Phylum Nanohalarchaeota.
- ↑ in der GTDB gehört die Gattung „Ca. Afararchaeum“ zur Familie Halorutilaceae, Ordnung Halorutilales, und damit zu den Halobacteria. Auch Baker et al. (2024) verorten die Familie in der Nähe der Ordnung Methanomicrobiales, Phylum Methanobacteriota. In beiden Fällen also Zugehörigkeit zum Reich Methanobacteriati.
- ↑ in der GTDB gehört die Gattung „Ca. Chewarchaeum“ zur Familie „f_UBA12382“, Ordnung Halobacteriales, und damit zu den Halobacteria. Auch Baker et al. (2024) verorten die Familie in der Nähe der Ordnung Methanomicrobiales, Phylum Methanobacteriota. In beiden Fällen also Zugehörigkeit zum Reich Methanobacteriati.
Weblinks
- Wikispecies:DPANN group
- Two Major Microbial Groups Discovered That Can’t Breathe – May Predate the Evolution of Respiration, auf: SciTechDaily vom 31. August 2020, Quelle: Bigelow Laboratory for Ocean Science.
- Nina Dombrowski, Jun-Hoe Lee, Tom A Williams, Pierre Offre, Anja Spang: Genomic diversity, lifestyles and evolutionary origins of DPANN archaea, in: FEMS Microbiol Lett. 366(2), 9. Januar 2019, fnz008, doi:10.1093/femsle/fnz008, PMC 6349945 (freier Volltext), PMID 30629179 (englisch).
- Bram Henneman: Histone-DNA assemblies in archaea: shaping the genome on the edge of life. Leiden University Repository, 4. Dezember 2019; hdl:1887/81191. Hier: Kapitel 1: Introduction (englisch). Siehe Fig. 1.1.
- Bernhard Tschitschko et al.: Genomic variation and biogeography of Antarctic haloarchaea, in: Microbiome, Band 6, Nr. 113, 2018; doi:10.1186/s40168-018-0495-3 (englisch). Dazu:
- Ricardo Cavicchioli: Behind the paper: Antarctic haloarchaea – a unique Microbiome. In: Microbiology, 19. Juni 2018 (englisch).
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h Cindy J. Castelle, K. C. Wrighton, B. C. Thomas, L. A. Hug, C. T. Brown, M. J Wilkins, K. R. Frischkorn, S. G Tringe, A. Singh, L. M. Markillie, R. C. Taylor, K. H. Williams, Jillian F. Banfield: Genomic Expansion of Domain Archaea Highlights Roles for Organisms from New Phyla in Anaerobic Carbon Cycling. In: Current Biology. 25. Jahrgang, Nr. 6. Cell, 16. März 2015, PDF (cell.com). Epub: 19. Februar 2015, S. 690–701, doi:10.1016/j.cub.2015.01.014, PMID 25702576 (englisch).
- ↑ Jacob P. Beam, Eric D. Becraft, Julia M. Brown, Frederik Schulz, Jessica K. Jarett, Oliver Bezuidt, Nicole J. Poulton, Kayla Clark, Peter F. Dunfield, Nikolai V. Ravin, John R. Spear, Brian P. Hedlund, Konstantinos A. Kormas, Stefan M. Sievert, Mostafa S. Elshahed, Hazel A. Barton, Matthew B. Stott, Jonathan A. Eisen, Duane P. Moser, Tullis C. Onstott, Tanja Woyke, Ramunas Stepanauskas: Ancestral Absence of Electron Transport Chains in Patescibacteria and DPANN. In: Frontiers in Microbiology, Band 11, 17. August 2020; doi:10.3389/fmicb.2020.01848 (englisch).
- ↑
Elisse Magnuson, Ianina Altshuler, Miguel Á. Fernández-Martínez, Ya-Jou Chen, Catherine Maggiori, Jacqueline Goordial, Lyle G. Whyte: Active lithoautotrophic and methane-oxidizing microbial community in an anoxic, sub-zero, and hypersaline High Arctic spring. In: Nature: The ISME Journal, Band 16, Juli 2022, S. 1798–1808; doi:10.1038/s41396-022-01233-8, Abstract, Epub 8. April 2022. Siehe dazu:
- Michelle Starr: Life Has Been Found in a Low-Oxygen, Super-Salty, Sub-Zero Arctic Spring . Auf: sciencealert vom 24. Juni 2022.
- A blueprint for life forms on Mars?. Auf: ScienceDaily vom 21. Juni 2022. Quelle: McGill University, Montreal.
- Scientists Discover Blueprint for Life Forms on Mars. Auf: SciTechDaily vom 19. Juli 2022. Quelle: McGill University, Montreal.
- ↑ William B. Ludington, Thaddeus D. Seher, Olin Applegate, Xunde Li, Joseph I. Kliegman, Charles Langelier, Edward R. Atwill, Thomas Harter, Joseph L. DeRisi: Assessing biosynthetic potential of agricultural groundwater through metagenomic sequencing: A diverse anammox community dominates nitrate-rich groundwater. In: PLOS ONE. 12. Jahrgang, Nr. 4, 6. April 2017, S. e0174930, doi:10.1371/journal.pone.0174930, PMID 28384184, PMC 5383146 (freier Volltext), bibcode:2017PLoSO..1274930L (englisch).
- ↑ a b c Christian Rinke, P. Schwientek, A. Sczyrba, N. N. Ivanova, I. J. Anderson, J. F. Cheng, J. A. Dodsworth, B. P. Hedlund, G. Tsiamis, S. M. Sievert, W. T. Liu, J. A. Eisen, S. J. Hallam, N. C. Kyrpides, R. Stepanauskas, E. M. Rubin, Phil Hugenholtz, Tanja Woyke: Insights into the phylogeny and coding potential of microbial dark matter. In: Nature. 499. Jahrgang, Nr. 7459, Juli 2013, PDF (escholarship.org), S. 431–437, doi:10.1038/nature12352, PMID 23851394, bibcode:2013Natur.499..431R (englisch).
- ↑ Anja Spang, Eva F. Caceres, Thijs J. G. Ettema: Genomic exploration of the diversity, ecology, and evolution of the archaeal domain of life. In: Science. 357. Jahrgang, Nr. 6351, 11. August 2017, S. eaaf3883, doi:10.1126/science.aaf3883, PMID 28798101 (englisch).
- ↑ a b Nina Dombrowski, Jun-Hoe Lee, Tom A Williams, Pierre Offre, Anja Spang: Genomic diversity, lifestyles and evolutionary origins of DPANN archaea. In: FEMS Microbiology Letters, Band 366, Nr. 2, 9. Januar 2019, S. fnz008; doi:10.1093/femsle/fnz008 (englisch).
- ↑ a b Thomas Cavalier-Smith, Ema E-Yung Chao: Multidomain ribosomal protein trees and the planctobacterial origin of neomura (Eukaryotes, archaebacteria). In: Protoplasma. 257. Jahrgang, Nr. 3, Mai 2020, S. 621–753, doi:10.1007/s00709-019-01442-7, PMID 31900730, PMC 7203096 (freier Volltext) – (englisch).
- ↑ a b Markus Göker, Aharon Oren: Valid publication of names of two domains and seven kingdoms of prokaryotes. In: International Journal of Systematic and Evolutionary Microbiology, Band 74, Nr. 1, 22. Januar 2024; doi:10.1099/ijsem.0.006242, PMID 38252124, ResearchGate:377596825, ISSN 1466-5026 (englisch).
- ↑ a b c d e f Rüdiger Ortiz Álvarez, Emilio O. Casamayor: High occurrence of Pacearchaeota and Woesearchaeota (Archaea superphylum DPANN) in the surface waters of oligotrophic high-altitude lakes. In: Environmental Microbiology Reports. 8. Jahrgang, Nr. 2, April 2016, ResearchGate:288701274, S. 210–217, doi:10.1111/1758-2229.12370, PMID 26711582 (englisch).
- ↑ Tom A. Williams, Gergely J. Szöllősi, Anja Spang, Peter G. Foster, Sarah E. Heaps, Bastien Boussau, Thijs J. G. Ettema, T. Martin Embley: Integrative modeling of gene and genome evolution roots the archaeal tree of life. In: PNAS. 114. Jahrgang, Nr. 23, Juni 2017, S. E4602–E4611, doi:10.1073/pnas.1618463114, PMID 28533395, PMC 5468678 (freier Volltext), bibcode:2017PNAS..114E4602W (englisch).
- ↑ a b c d e f g Nina Dombrowski, Tom A. Williams, Jiarui Sun, Benjamin J. Woodcroft, Jun-Hoe Lee, Bui Quang Minh, Christian Rinke, Anja Spang: Undinarchaeota illuminate DPANN phylogeny and the impact of gene transfer on archaeal evolution. In: Nature Communications, Band 11, Nr. 3939, 7. August 2020; doi:10.1038/s41467-020-17408-w, bibcode:2020NatCo..11.3939D, PMC 7414124 (freier Volltext), PMID 32770105 (englisch).
- ↑ a b LPSN: Kingdom Nanobdellati Rinke et al. 2024.
- ↑ Cindy J. Castelle, Jillian F. Banfield: Major New Microbial Groups Expand Diversity and Alter our Understanding of the Tree of Life. In: Cell. 172. Jahrgang, Nr. 6, 2018, S. 1181–1197, doi:10.1016/j.cell.2018.02.016, PMID 29522741 (englisch). Siehe insbes. Fig. 1 B.
- ↑ NCBI Taxonomy Browser: Nanobdellati. Details: Nanobdellati Rinke et al. 2024; Rank: kingdom; Common name(s): DPANN group. Graphisch: Nanobdellati (DPANN group), auf: Lifemap.
- ↑ GTDB: Alphabetical table, Tree: Archaea (der GTDB Tree unterstützt bisher noch nicht den Rang „Reich“)
- ↑ Xabier Vázquez-Campos, Andrew S. Kinsela, Mark W. Bligh, Timothy E. Payne, Marc R. Wilkins, T. David Waite: Genomic Insights Into the Archaea Inhabiting an Australian Radioactive Legacy Site. In: Frontiers in Microbiology, Band 12, 18. Oktober 2021; doi:10.3389/fmicb.2021.732575, PMC 8561730 (freier Volltext), PMID 34737728 (englisch).
- ↑ a b c d e f Joshua N. Hamm, Susanne Erdmann, Emiley A. Eloe-Fadrosh, Allegra Angeloni, Ling Zhong, Christopher Brownlee, Timothy J. Williams, Kirston Barton, Shaun Carswell, Martin A. Smith, Sarah Brazendale, Alyce M. Hancock, Michelle A. Allen, Mark J. Raftery; Norman R. Pace (Hrsg.): Unexpected host dependency of Antarctic Nanohaloarchaeota, in: PNAS, Band 116, Nr. 29, Juni/Juli 2019, S. 14661–14670; doi:10.1073/pnas.1905179116, PMID 31253704 (englisch).
- ↑ a b Luis R. Comolli, Brett J. Baker, Kenneth H. Downing, Cristina E. Siegerist, Jillian F. Banfield: Three-dimensional analysis of the structure and ecology of a novel, ultra-small archaeon. In: The ISME Journal. 3. Jahrgang, Nr. 2, Februar 2009, Epub 23. Oktober 2008, S. 159–167, doi:10.1038/ismej.2008.99, PMID 18946497 (englisch).
- ↑ a b c Joshua N. Hamm, Yan Liao, Andriko von Kügelgen, Nina Dombrowski, Evan Landers, Christopher Brownlee, Emma M. V. Johansson, Renee M. Whan, Matthew A. B. Baker, Buzz Baum, Tanmay A. M. Bharat, Iain G. Duggin, Anja Spang & Ricardo Cavicchioli: The parasitic lifestyle of an archaeal symbiont. In: Nature Communications, Band 15, 31. Juli 2024, S. 6449; doi:10.1038/s41467-024-49962-y, PMC 8204110 (freier Volltext), PMID 34140936 (englisch).
- ↑ a b K. Takai, D. P. Moser, M. DeFlaun, T. C. Onstott, J. K. Fredrickson: Archaeal diversity in waters from deep South African gold mines. In: Applied and Environmental Microbiology. 67. Jahrgang, Nr. 12, Dezember 2001, S. 5750–5760, doi:10.1128/AEM.67.21.5750-5760.2001, PMID 11722932, PMC 93369 (freier Volltext), bibcode:2001ApEnM..67.5750T (englisch).
- ↑ UniProt: Huberarchaea.
- ↑ Priya Narasingarao, Sheila Podell, Juan A. Ugalde, Céline Brochier-Armanet, Joanne B. Emerson, Jochen J. Brocks, Karla B. Heidelberg, Jillian F. Banfield, Eric E. Allen: De novo metagenomic assembly reveals abundant novel major lineage of Archaea in hypersaline microbial communities. In: The ISME Journal. 6. Jahrgang, Nr. 1, Januar 2012, S. 81–93, doi:10.1038/ismej.2011.78, PMID 21716304, PMC 3246234 (freier Volltext), bibcode:2012ISMEJ...6...81N (englisch).
- ↑ a b B. J. Baker, Gene W. Tyson, R. I. Webb, J. Flanagan, Philip Hugenholtz, E. E. Allen, Jillian F. Banfield: Lineages of acidophilic archaea revealed by community genomic analysis. In: Science. 314. Jahrgang, Nr. 5807, Dezember 2006, S. 1933–1935, doi:10.1126/science.1132690, PMID 17185602 (englisch).
- ↑ a b S. Murakami, K. Fujishima, M. Tomita, A. Kanai: Metatranscriptomic analysis of microbes in an Oceanfront deep-subsurface hot spring reveals novel small RNAs and type-specific tRNA degradation. In: Applied and Environmental Microbiology. 78. Jahrgang, Nr. 4, Februar 2012, S. 1015–1022, doi:10.1128/AEM.06811-11, PMID 22156430, PMC 3272989 (freier Volltext) – (englisch).
- ↑ a b B. J. Baker, L. R. Comolli, G. J. Dick, L. J. Hauser, D. Hyatt, B. D. Dill, M. L. Land, N. C. Verberkmoes, R. L. Hettich, Jillian F. Banfield: Enigmatic, ultrasmall, uncultivated Archaea. In: Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America. 107. Jahrgang, Nr. 19, Mai 2010, S. 8806–8811, doi:10.1073/pnas.0914470107, PMID 20421484, PMC 2889320 (freier Volltext) – (englisch).
- ↑ Elizabeth Waters, Michael J. Hohn, Ivan Ahel, David E. Graham, Mark D. Adams, Mary Barnstead, Karen Y. Beeson, Lisa Bibbs, Randall Bolanos, Martin Keller, Keith Kretz, Xiaoying Lin, Eric Mathur, Jingwei Ni, Mircea Podar, Toby Richardson, Granger G. Sutton, Melvin Simon, Dieter Söll, Karl O. Stetter, Jay M. Short, Michiel Noordewier: The genome of Nanoarchaeum equitans: insights into early archaeal evolution and derived parasitism. In: PNAS. 100. Jahrgang, Nr. 22, Oktober 2003, S. 12984–12988, doi:10.1073/pnas.1735403100, PMID 14566062, PMC 240731 (freier Volltext), bibcode:2003PNAS..10012984W (englisch).
- ↑ Mircea Podar, Kira S. Makarova, David E. Graham, Yuri I. Wolf, Eugene V. Koonin, Anna-Louise Reysenbach: Insights into archaeal evolution and symbiosis from the genomes of a nanoarchaeon and its inferred crenarchaeal host from Obsidian Pool, Yellowstone National Park. In: Biology Direct. 8. Jahrgang, Nr. 1, Dezember 2013, S. 9, doi:10.1186/1745-6150-8-9, PMID 23607440, PMC 3655853 (freier Volltext) – (englisch).
- ↑ Hiroyuki D. Sakai, Naswandi Nur, Shingo Kato, Masahiro Yuki, Michiru Shimizu, Takashi Itoh, Moriya Ohkuma, Antonius Suwanto, Norio Kurosawa: Insight into the symbiotic lifestyle of DPANN archaea revealed by cultivation and genome analyses. In: PNAS, Band 119, Nr. 3, 12. Januar 2022, S. e2115449119; doi:10.1073/pnas.2115449119, PMC 8784108 (freier Volltext), PMID 35022241, ResearchGate:357784932 (englisch).
- ↑ BacDive: Microcaldus variisymbioticus ARM-1, alias InaCC Co1, JCM 33787.
- ↑ a b c Donovan H. Parks, Christian Rinke, Maria Chuvochina, Pierre-Alain Chaumeil, Ben J. Woodcroft, Paul N. Evans, Philip Hugenholtz, Gene W. Tyson: Recovery of nearly 8,000 metagenome-assembled genomes substantially expands the tree of life. In: Nature Microbiology, Band 2, S. 1533–1542, 11. September 2017; doi:10.1038/s41564-017-0012-7 (spanisch). Mit Korrektur vom 12. Dezember 2017; doi:10.1038/s41564-017-0083-5.
- ↑ Taxonomicon: Taxon: Candidate phylum "Uncultured Archaeal Phylum 2 (UAP2/MHVG)". Universal Taxonomic Services, Zwaag, Niederlande (taxonomy.nl). Stand: 21. September 2025.
- ↑
Previously undescribed lineage of Archaea illuminates microbial evolution:
- Royal Netherlands Institute for Sea Research (NIOZ), 10. August 2020
- phys.org, 10. August 2020
- ScienceDaily, 10. August 2020
- EurekAlert!, 10. August 2020
- ↑ Charlotte D. Vavourakis, Maliheh Mehrshad, Cherel Balkema, Rutger van Hall, Adrian-Ştefan Andrei, Rohit Ghai, Dimitry Y. Sorokin, Gerard Muyzer: Metagenomes and metatranscriptomes shed new light on the microbial-mediated sulfur cycle in a Siberian soda lake. In: BMC Biology, Band 17, Nr. 69, 22. August 2019; doi:10.1186/s12915-019-0688-7 (englisch). Anm.: englisch Cock Soda Lake alias Petukhov Soda Lake, ist deutsch Petuchow-Sodasee, russisch Петуховское Содовое озеро, siehe Kulundasteppe.
- ↑ a b NCBI Taxonomy Browser: „UAP1“.
- ↑ Cindy J. Castelle, Raphaël Méheust, Alexander L. Jaffe, Kiley Seitz, Xianzhe Gong, Brett J. Baker, Jillian F. Banfield: Protein Family Content Uncovers Lineage Relationships and Bacterial Pathway Maintenance Mechanisms in DPANN Archaea. In: Frontiers in Microbiology, Band 12, 1. Juni 2021, S. 660052; doi:10.3389/fmicb.2021.660052, PMC 8204110 (freier Volltext), PMID 34140936 (englisch).
- ↑
NCBI Nucleotide_ Mamarchaeota. 2 Treffer (JACQKZ000000000, JACOYC000000000). Dazu:
- NCBI BioSample SAMN15435831. S_p1_S3_coassembly_Mamarchaeota_44_133.
- NCBI BioSample SAMN15434488. GD2017-2_S1_QB3_180125_Mamarchaeota_45_10.
- ↑ a b c Brittany A. Baker, Ana Gutiérrez-Preciado, Álvaro Rodríguez del Río, Charley G. P. McCarthy, Purificación López-García, Jaime Huerta-Cepas, Edward Susko, Andrew J. Roger, Laura Eme, David Moreira: Expanded phylogeny of extremely halophilic archaea shows multiple independent adaptations to hypersaline environments. In: Nature Microbiology, Band 9, 22. März 2024, S. 964–975; doi:10.1038/s41564-024-01647-4, PMID 38519541 (englisch).
- ↑ DAL-WCL_45_84C1R:
- NCBI Nucleotide: MAG: Candidatus Asbonarchaeum danakilense isolate DAL-WCL_45_84C1R, …. Accession: JAXINV000000000.
- GTDB: GCA_034190465.1: Asbonarchaeum danakilense. NCBI strain identifiers: DAL-WCL_45_84C1R.
- ↑ DAL-WCL_na_97C3R:
- NCBI Nucleotide: MAG: Candidatus Afararchaeum irisae isolate DAL-WCL_na_97C3R, …. Accession: JAXIOF000000000.
- GTDB: GCA_034190545.1: Afararchaeum irisae. NCBI strain identifiers: DAL-WCL_na_97C3R.
- ↑ DAL-9Gt_70_90C3R:
- NCBI Nucleotide: MAG: Candidatus Chewarchaeum aethiopicum isolate DAL-9Gt_70_90C3R, …. Accession: JAXINS000000000.
- GTDB: GCA_034190395.1: Chewarchaeum aethiopicum. NCBI strain identifiers: DAL-9Gt_70_90C3R.