Dreieckskrabben

Dreieckskrabben

Maja squinado

Systematik
Klasse: Höhere Krebse (Malacostraca)
Ordnung: Zehnfußkrebse (Decapoda)
Unterordnung: Pleocyemata
Teilordnung: Krabben (Brachyura)
Überfamilie: Majoidea
Familie: Dreieckskrabben
Wissenschaftlicher Name
Majidae
Samouelle, 1819

Dreieckskrabben oder auch Seespinnen oder Meerspinnen (Majidae) gehören zur Teilordnung der Krabben mit etwa 700 marinen Arten, deren Carapax (Rückenpanzer) von oben oft dreieckig aussieht, woraus sich ihr Name ergibt. Die Beine und Scherenfüße sind spinnenartig lang. Körper und Beine sind mit hakenartigen Borsten besetzt, an denen die Tiere Algen und andere Fremdkörper zur Tarnung befestigen. Bei Adulten, die sich nicht mehr häuten, wachsen zudem oft Schwämme und Algen auf dem Körper, die sich das Tier zur Tarnung selbst aufsetzt. Bei der letzten Häutung wird ein starker Sexualdimorphismus deutlich. Die Männchen haben viel größere Scheren als die Weibchen. Die meisten Arten sind langsame Allesfresser, die sich von Algen, Tieren, Aas und gelegentlich von dem eigenen Tarnungsmaterial ernähren.

Die Japanische Riesenkrabbe (Macrocheira kaempferi), die größte lebende Krebsart, ist mit durchschnittlichen Beinspannen von 3 Metern ein Vertreter der Dreieckskrabben. Die kleinste Seespinne ist die Kleine Gespensterkrabbe (Macropodia parva) aus dem Atlantik. Im Mittelmeer leben die Meeresspinnen oder Teufelskrabben der Gattung Maja.

Merkmale

Der Carapax ist variabel geformt, von birnenförmig bis rechteckig, manchmal vorn deutlich verbreitert. Die Seitenränder und der Hinterrand sind mit Dornen oder Körnchen bewaffnet, manchmal sind sie gelappt oder leistenartig. Der vordere Seitenrand trägt vier ungleiche Lappen. Der Pseudorüssel ist gespalten oder lamellenartig und ragt unterschiedlich weit nach vorn. Die Augenhöhlen sind fast vollständig geschlossen, lediglich bei den Planoterginae sind die Ränder unvollständig. Ein Zwischendorn ist meist vorhanden. Die Augenstiele sind variabel verlängert und zurückgezogen ganz oder teilweise verborgen. Die Cornea ist gut entwickelt und von einer Hinteraugenkappe geschützt. Das basale Antennenglied ist mäßig bis sehr breit, manchmal deutlich hervorstehend und deutlich erweitert und den Augenhöhlenboden bildend.[1]

Alle Somiten des Pleons und das Telson sind bei beiden Geschlechtern meist frei beweglich. Das erste Gonopodium ist schlank, verlängert und schwach oder mäßig gebogen. Seine Öffnung liegt etwas vor dem Ende oder am Ende, die Spitze trägt häufig einige Lappen oder andere Fortsätze.[1]

Gattungen

  • Acanthonyx
  • Achaeus
  • Aepinus
  • Anasimus
  • Anomalothir
  • Arachnopsis
  • Batrachonotus
  • Camposcia
  • Chionoecetes
  • Chlorilia
  • Chorilia
  • Chorinus
  • Coelocerus
  • Collodes
  • Cyclax
  • Cyclocoeloma
  • Cyrtomaia
  • Dorhynchus
  • Epialtoides
  • Epialtus
  • Erileptus
  • Euprognatha
  • Eurynome
  • Hemus
  • Herbstia
  • Hyas
  • Inachoides
  • Inachus
    • Inachus dorsettensis
    • Inachus phalangium
    • Inachus thoracicus
  • Leptopisa
  • Libinia
  • Lissa
  • Loxorhynchus
  • Macrocheira
  • Macrocoeloma
  • Macropodia
  • Maja
  • Metoporhaphis
  • Microphrys
  • Mimulus
  • Mithraculus
  • Mithrax
  • Mocosoa
  • Nibilia
  • Notomithrax
  • Oplopisa
  • Oregonia
  • Pelia
  • Picroceroides
  • Pisa
  • Pitho
  • Podochela
  • Pugettia
  • Pyromaia
  • Rochinia
  • Schizophroida
  • Schizophrys
  • Scyra
  • Sphenocarcinus
  • Stenocionops
  • Stenorhynchus
  • Stilbognathus
  • Stilbomastax
  • Taliepus
  • Thacanophyrys
  • Thoe
  • Tyche
  • Xenocarcinus

Literatur

Einzelnachweise

  1. a b Peter J. F. Davie, Danièle Guinot, Peter K. L. Ng: Systematics and Classification of the Brachyura. In: Peter Castro, Peter J. F. Davie, Danièle Guinot, Frederick R. Schram, J. Carel von Vaupel Klein (Hrsg.): The Crustacea. Band 2. Koninklijke Brill NV, Leiden 2015, S. 1093.
Commons: Majidae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien